Optionsscheine - Basiswissen


Dynamische Absicherung. Mit der dynamischen Absicherung kann eine Position in einem Basiswert während der Laufzeit komplett geschützt werden. Das Delta, das die Sensitivität des Puts zum Basiswert während der Laufzeit anzeigt, hilft diesen dynamischen Schutz aufzubauen.

Um die Analyse zu vereinfachen, sei zusätzlich angenommen, dass die Floor-Position eine Laufzeit von 10 Jahren besitzt, d.

Navigationsmenü

Dynamische Absicherung. Mit der dynamischen Absicherung kann eine Position in einem Basiswert während der Laufzeit komplett geschützt werden. Das Delta, das die Sensitivität des Puts zum Basiswert während der Laufzeit anzeigt, hilft diesen dynamischen Schutz aufzubauen.

Durch die Zahlung einer Prämie für die Verkaufsoption erhält der Käufer einen garantierten Mindestpreis, ab dem seine Rohstoffwerte verkauft werden, unabhängig von den zukünftigen Marktbedingungen. Eine weitere Strategie besteht darin, eine Option auf den Bestand von einem oder mehreren Eisenerzunternehmen zu wählen, da Sie dadurch auch den fallenden Eisenerzpreisen ausgesetzt wären.

Wenn Sie eine Call-Option auf diese Aktien schreiben, können Sie die Prämie einstecken und davon ausgehen, dass diese Option nicht ausgeübt wird. Für mehr lesen Sie: Top-Aktien, um in Eisenerz-Mining zu gelangen.

Wenn Ihre Strategien wie erwartet funktionieren, werden Sie einfach Ihre Prämie einstecken und nicht weiter vom Optionskäufer hören. Es gibt jedoch auch Risiken. Wenn Sie Optionen zur Absicherung eines bestehenden Engagements in Bezug auf die tatsächlichen Eisenerzbestände einsetzen, ist Ihr Risiko auf den Ausübungspreis begrenzt, den Sie bereit sind zu zahlen.

Die bisherigen Überlegungen lassen sich damit wie folgt zusammenfassen: Das Zinsänderungsrisiko der Bank ist nicht, oder nur unvollständig, abgesichert. Die Ursache für die beschriebene Problematik liegt darin, dass mit der Annahme, der Kundenzins könne nicht negativ sein, die 3M-Einlagen eine implizite Zinsabsicherungsoption enthalten. Kundeneinlagen sind damit gegen negative Zinsen abgesichert, d. Der Wert einer solchen impliziten Option wurde jedoch in der Vergangenheit weder dem Kunden in Rechnung gestellt, noch in der internen Verrechnung zwischen Treasury und Marktbereichen berücksichtigt.

Sollten nun aber die Marktbereiche vom Zinsänderungsrisiko freigestellt werden, so wären die Optionen intern auch marktgerecht zu preisen und zu verrechnen. Neben der internen Verrechnung sind jedoch auch die Instrumente zur Steuerung des Zinsänderungsrisikos in Treasury anzupassen. Eine effektive Zinsabsicherungsstrategie kann darauf nicht aufgebaut werden, denn dazu wäre die implizite Option im Einlagengeschäft zu berücksichtigen.

Wie sähe das im obigen Beispiel aus? Das Zinsanpassungsverhalten der Kundengelder wird durch den 3M-Libor falsch beschrieben. Um die Analyse zu vereinfachen, sei zusätzlich angenommen, dass die Floor-Position eine Laufzeit von 10 Jahren besitzt, d. In der Zinsbindungsbilanz erfolgt die Abbildung der Option über deren Deltaäquivalent. Insbesondere verschwindet das Zinsänderungsrisiko auf der Passivseite, denn die Kombination aus Kundeneinlage und Short-Position in einer Floor-Option, die tief im Geld ist, neutralisiert deren Zinsrisiko.

Änderungen im 3M-Libor bleiben damit als Risiko in der Bank erhalten. Gleichzeitig setzt sich dieser Effekt der Floor-Option über die Zeit fort, wenn auch in jeweils abgeschwächter Form. Es lässt sich darüber hinaus zudem verallgemeinert zeigen hier nicht formal hergeleitet , dass es im beschriebenen Fall keine effektive Hedgestrategie gibt, die sich nur aus Standard-Zinsswaps zusammensetzt.

Eine Bank müsste in einer solchen Situation auf alternative Hedginginstrumente bspw. Zusammenfassend lässt sich also festhalten, dass 1 die interne Verrechnung zwischen Marktbereichen und Treasury vorhandene implizite Zinsoptionen in den Produkten zu berücksichtigen hat, sollte der Vertrieb vom Zinsänderungsrisiko freizustellen sein; dass 2 den impliziten Optionen auch in der Steuerung der Zinsänderungsrisiken, d.

Das Sicherungsgeschäft wird dabei aus dem Verhältnis der Preisänderung für bspw. Im Beispiel wird dazu angenommen, dass die Option tief im Geld ist, d.

Dadurch entsteht eine Zinssensitivität über die gesamte Zinskurve hinweg. Das gesamte Zinsgeschäft eines Kreditinstituts kann in zwei Schichten unterteilt werden, die sich hinsichtlich ihrer Anpassungsfähigkeit an auftretende Marktzinsänderungen unterscheiden:.

Diese Geschäfte umfassen sämtliche Positionen, die für einen bestimmten Zeitraum einen fest vereinbarten und in seiner Höhe konstanten Zinssatz aufweisen.

Diese Zinsgeschäfte besitzen entweder keine Zinsbindungsdauer oder aber nur eine sehr kurze. Dadurch sind diese Geschäfte teilweise bzw. Zinsüberschussrisiken entstehen immer dann, wenn zwischen den Aktiv- und Passivpositionen keine Zinsbindungskongruenz besteht. Auftretende Inkongruenzen führen zu entsprechenden betraglich oder zeitlich offenen Positionen. Der klassische Fall des Zinsüberschussrisikos ist das so genannte Festzinsrisiko. Dieses entsteht, wenn ein Festzinsblock auf der Aktivseite durch eine variabel verzinsliche Position auf der Passivseite der Bilanz finanziert wird Risiko bei steigendem Marktzins oder umgekehrt eine variabel verzinsliche Position auf der Aktivseite durch eine Festzinsposition auf der Passivseite finanziert wird Risiko bei sinkendem Marktzins.

Die Zinsbindungsbilanz ist ein Instrument, mit dem Zinsänderungsrisiken identifiziert und quantifiziert werden können. Sie wurde in den 70er Jahren und insbesondere mit dem Zinsanstieg zu Anfang der 80er Jahre zunehmend zur Analyse des Zinsänderungsrisikos in Kreditinstituten eingesetzt. In der Folge der aus der Hochzinsphase resultierenden Schieflagen einzelner Institute hat die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht BaFin für sämtliche Banken die Pflicht zur Aufstellung von Zinsbindungsbilanzen eingeführt.

In der Zinsbindungsbilanz werden sämtliche aktivischen und passivischen Festzinspositionen gegenübergestellt und für zukünftige Perioden die sich ergebenden offenen Positionen ermittelt.

Eine offene Position, entweder als Aktivüberhang oder als Passivüberhang bedeutet Zinsänderungsrisiko. Als Festzinsgeschäft sollten dabei in Anlehnung an die BaFin üblicherweise alle Geschäfte zu Grunde gelegt werden, die eine Restzinsbindung von mehr als Tagen aufweisen.

Ebenso sollte diese Bilanz auch die nicht zinsreagiblen unverzinsliche Aktiva und Passiva berücksichtigen. Die Zinsbindungsbilanz ist Teil der Ertragsbilanz. Folgende Tabelle zeigt eine Zinsbindungsbilanz bei positiver Fristentransformation und die Gesamtbilanz, die zusätzlich das sonstige Marktzinsabhängige Geschäft umfasst. Die Zinsbindungsbilanz hat den Nachteil, dass ein Rückgang gegenüber der ursprünglichen Erwartung bei einer Zinsänderung erfolgen kann, obwohl keine Festzinslücke besteht.

Die Veränderung rührt aus dem sonstigen marktabhängigen Geschäft. Zinsveränderungen können das Ergebnis auch dann negativ beeinflussen, wenn Fristenkongruenz Übereinstimmen der Volumina hinsichtlich der Restlaufzeit auf der Aktiv- und der Passivseite besteht. Dies ist darauf zurückzuführen, dass sich die variablen Aktiv- und Passivzinssätze unterschiedlich verändern.

In der Regel findet in der Praxis eine Erweiterung der Zinsbindungsbilanz durch Barwertüberlegungen statt. Dabei werden die Zinsüberschussrisiken der folgenden Perioden mit dem entsprechenden Diskontsatz abgezinst. Dieses etwa Mitte der 80er Jahre insbesondere durch Rolfes entwickelte Konzept Rolfes, stellt auf die unterschiedlichen Zinsreagibilitäten im variablen Zinsgeschäft ab.

Man spricht hier auch von Zinselastizitäten. Diese beschreiben also die Anpassungsfähigkeit von variablen Zinspositionen auf Veränderungen des Marktzinsniveaus. Es wird vorausgesetzt, dass die Zinssätze der einzelnen Bilanzpositionen und Bankprodukte an den Geld- und Kapitalmarktzinssatz gekoppelt sind. Da die Höhe der so ermittelten Zinselastizitäten aber sehr stark von den beiden Beobachtungszeiträumen abhängt, ist es sinnvoll, die Elastizitäten mit Hilfe von Regressionsanalysen zu berechnen.

In ihr werden sämtliche Aktiv- und Passivpositionen mit ihren Volumina und Zinselastizitäten einander gegenübergestellt. Im Grundmodell der statischen Elastizitätsbilanz setzt sich das gesamte Zinsänderungsrisiko aus zwei Komponenten zusammen: In dem verbleibenden Block von 3. Es ergäbe sich somit eine Zinsänderungschance für das Kreditinstitut.

Gegenstand der dynamischen Elastizitätsbilanz sind umfangreiche strategische Bilanz- und Zinsrisikosimulationen. Diese werden mit Hilfe von PC-Lösungen mit begrenztem Aufwand durchgeführt, wobei entsprechende Programme sowohl von Unternehmensberatungsgesellschaften als auch von einzelnen kreditwirtschaftlichen Verbänden angeboten werden.

Diese Simulationsrechnungen bauen auf den Informationen der Zinsbindungsbilanz und der statischen Elastizitätsbilanz auf. Auf Grund von zu treffenden Annahmen, wie z.