Inflation und Zinsen: Die Preise steigen, die Zinsen leider nicht



Auch die südafrikanische Notenbank hat mit einer Zinserhöhung auf den Zerfall des Rands reagiert. Eine festverzinsliche Anleihe wird unabhängig von der Konjunktur die gleiche Rendite erzielen, aber eine Rate schwankender Zinsanleihen könnte steigen, wenn der allgemeine Zinssatz sinkt oder umgekehrt. Deutsche Häuslebauer machen immer mehr Schulden. Auf den verschiedenen Märkten wirken sich Zinsen unterschiedlich aus:

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Dieser Frage wird in diesem Beitrag auf den Grund gegangen und an einem Beispiel verdeutlicht. Nehmen wir an, Sie leihen mir 1. Und sofern Sie nicht extrem zuvorkommend zu mir sind, würden Sie wahrscheinlich Zinsen berechnen. Und natürlich möchten Sie das von mir schriftlich: Damit Sie einen Schuldschein von mir haben, in dem ich bestätige, dass ich Ihnen 1. Was ich soeben beschrieben habe, ist eine Anleihe. Es ist eine Leihgabe. Es ist ein Schuldschein, mit dem ich verspreche zurückzuzahlen.

Eine Person leiht sich von einer anderen Geld. Wenn sich nun die Zinsen bewegen, wirkt sich das auch auf das Geld aus, das Sie mit den Anleihen verdienen. Ganz so einfach, wie es auf den ersten Blick aussieht, ist es allerdings nicht. Denn weil die Zinsen so niedrig sind und die Nachfrage nach Wohnungen und Häusern zumindest in Ballungsgebieten extrem gestiegen ist, haben sich auch die Preise der Immobilien in diesen Lagen entsprechend erhöht.

Das relativiert das Zinsschnäppchen zumindest. Deutlich günstiger ist die Lage für Staaten, zumindest dann, wenn sie als vertrauenswürdige Kreditnehmer gelten.

Deutschland etwa kann sich seit einiger Zeit fast zum Nulltarif verschulden. Für Anleihen mit zehnjähriger Laufzeit muss der Bund weniger als ein Prozent Zinsen bieten, für Schuldpapiere mit Laufzeiten von zwei oder fünf Jahren sind mitunter gar keine Zinsen fällig. Einige Ökonomen sind der Meinung, dass das mit der schwarzen Null gar keine so gute Idee ist.

Denn es bedeutet ja, die Schulden nicht zu erhöhen. Neue Kredite werden also nur aufgenommen, wenn alte Anleihen auslaufen. Irgendwann werden die Zinsen wieder steigen - die amerikanische Notenbank Fed hat schon Ende den Anfang dazu gemacht und treibt den Leitzins nun Stück für Stück weiter nach oben.

Der Fed ist das bewusst, sie hat lange gezögert, den ersten Schritt zu machen. Denn schon kleine Bewegungen können an den Finanzmärkten für Angst und Schrecken sorgen. Auf den verschiedenen Märkten wirken sich Zinsen unterschiedlich aus:. Problematisch wird es bei steigenden Zinsen für Kreditnehmer, die Verträge mit einem sogenannten variablen Zins abgeschlossen haben - bei denen der Zinssatz nicht festgeschrieben ist, sondern je nach Höhe des allgemeinen Zinsniveaus variiert.

Für diese Schuldner wird die Belastung schlagartig höher, wenn die Zinsen steigen. Das war zum Beispiel kurz vor der Finanzkrise auf dem amerikanischen Immobilienmarkt der Fall: Weil die Zinsen stiegen, konnten viele Immobilienbesitzer ihre Raten nicht mehr bezahlen.

Es war der Anfang einer Finanzkatastrophe. Auch Staaten, die hohe Kredite aufgenommen haben, können im Fall steigender Zinsen Probleme bekommen.

Sie haben zwar in der Regel keine variablen Zinssätze mit ihren Gläubigern vereinbart, aber sie müssen ständig neue Anleihen ausgeben, selbst wenn sie nicht mehr Schulden machen als vorher. Alle Anleihen haben in der Regel eine begrenzte Laufzeit.

Wenn die vorbei ist, muss der Staat das Geld zurückzahlen. Hinzu kann ein Wechselkurseffekt kommen: In der Folge wird es für die brasilianischen Kreditnehmer teurer, ihre Dollar-Schulden zurückzuzahlen.

Lesen Sie die vollständige Version dieses Artikels auf spiegel. Hier finden Sie alle bisher veröffentlichten Folgen von Endlich verständlich: Nachrichten Wirtschaft Endlich verständlich Zinsen: Inhaltsverzeichnis Warum gibt es überhaupt Zinsen? Wer bestimmt, wie hoch die Zinsen sind? Warum sind die Zinsen derzeit so niedrig? Warum ist der Leitzins der Notenbanken so wichtig? Bringen niedrige Zinsen automatisch eine höhere Inflation mit sich?

Was bedeuten niedrige Zinsen für die Altersvorsorge? Ist es sinnvoll, sich in Zeiten niedriger Zinsen zu verschulden? Was passiert, wenn die Zinsen wieder steigen? Warum gibt es überhaupt Zinsen?

Ökonomisch gesehen deckt der Kreditgeber damit Kosten ab, die ihm durch den Verleih des Geldes entstehen: So kann er zum Beispiel in der Zeit , für die er das Geld verliehen hat, selbst nicht darüber verfügen und auch nichts damit erwirtschaften.

Hinzu kommt ein zu erwartender Wertverlust durch Inflation: Wer Euro für ein Jahr verleiht, bekommt zwar Euro wieder. Nach dem Jahr kann er sich dafür aber in der Regel nicht mehr so viel kaufen wie vorher, weil auch die Preise in der Zwischenzeit gestiegen sind.

Zudem trägt er das Risiko , dass der Kreditnehmer seine Schulden gar nicht oder zumindest nicht pünktlich zurückzahlt. Das nämlich hängt von anderen Entwicklungen ab: Da sind zum einen die Kosten , also das, was die Bank selbst dafür bezahlt, wenn sie sich Geld leiht.

Banken bekommen ihre sogenannten Reserven von einer Zentralbank oder Notenbank. Er wird auch als Leitzins bezeichnet, weil er andere Zinssätze beeinflusst, etwa den sogenannten Interbankensatz, zu dem sich Banken gegenseitig Geld leihen. Wenn die Banken günstig an Geld rankommen, verlangen sie selbst in der Regel auch geringere Zinsen von ihren Kunden. Das gilt zumindest für alle Kredite mit kurzer Laufzeit. Nun aber geht die Zeit der Billig-Zinsen zu Ende: Die amerikanische Fed hat bereits zum vierten Mal in Folge den Leitzins erhöht, die Europäische Zentralbank EZB wird vielleicht schon zum Jahreswechsel nachziehen, um mit einer strikteren Geldpolitik die Inflation abzubremsen.

Das unmittelbare Folgen für den Immobilienmarkt: Eine Leitzinserhöhung schlägt sich unmittelbar in steigenden Zinssätzen für Darlehen und Kredite nieder. Das wirkt sich auch auf die Immobilienpreise aus: Weil die Kosten für den Kredit steigen, können sich Kaufwillige mit der gleichen Monatsrate nur noch kleinere Darlehen leisten. Sie müssen mit kleineren Wohnungen und Häusern vorliebnehmen.

Wahrscheinlicher ist Variante 2: Weil alle Käufer von steigenden Finanzierungskosten betroffen sind, müssen die Immobilienverkäufer die Preise für ihre Objekte senken. Sonst bleiben die Käufer aus. Als deutschlandweit tätiger Baufinanzierungsvermittler berät zinsBewusst bei Baufinanzierungen , Anschlussfinanzierungen, Finanzierungen von Kaufvorhaben und allen sonstigen Arten der Immobilienfinanzierung und Modernisierung.

Für Zins und Tilgung kann sie immerhin Euro monatlich aufbringen. Die Laufzeit des Darlehens soll bei 15 Jahren liegen. Dafür beträgt der gebundene Sollzins derzeit bei einem günstigen Anbieter 1,67 Prozent das entspricht einem effektiven Jahreszins von 1,71 Prozent.

Mit diesen Vorgaben gibt die finanzierende Bank ein Darlehen von Für den Erwerb sowie die Kaufnebenkosten kann sie 30 Prozent des Kaufpreises als Eigenkapital aufbringen.

Für den Hauskauf stehen Unter Einberechnung von Kaufnebenkosten wie Notarkosten und Grunderwerbssteuer darf die Immobilie selbst damit bis zu Der Quadratmeter kostet in Rosenheim aktuell im Schnitt Euro.

Gelingt es Familie A. Für diesen Betrag muss sie sich rechtzeitig nach einer günstigen Anschlussfinanzierung umsehen. Diese Rechenvariante unterstellt, dass der Zinssatz für das Immobiliendarlehen mittelfristig um ein Prozent steigt. Der gebundene Sollzins für das Darlehen klettert also von 1,67 auf 2,67 Prozent entspricht einem effektiven Jahreszins von 2,71 Prozent. Dann sieht die Beispielrechnung für Familie A. Mit einer Monatsrate von Euro kann Familie A.

Das Haus darf jetzt nur noch höchstens Bei einem Quadratmeterpreis von Euro bekäme Familie A. Die beiden Rechenvarianten zeigen: Bei einem steigenden Darlehens-Zinssatz kann sich Familie A. Nach allen Erfahrungen werden höhere Finanzierungskosten die Nachfrage nach Wohnraum dämpfen. Deshalb ist zu erwarten, dass die Immobilienpreise sinken, sobald die Zinsen steigen.

Davor warnt aktuell auch die französische Finanzmarktaufsicht. Hier können Sie selbst Artikel verfassen: Im Interesse unserer User behalten wir uns vor, jeden Beitrag vor der Veröffentlichung zu prüfen. Deswegen kann jeder sicher sein, dass die Preise nur eine Richtung kennen. Erstebs läuft das EZB Programm, die Schrott Anleihen, due sonst keiner haben möchte aufkauft, alleine wenn dieses Programm ausläuft wird Italien bereits Probleme bekommen, ohne dass die Zinsen steigen.

Am besten ist innerhalb der nächsten 5 Jahre lange Zinbindung sichern, dann ist das egal wie sich die Preise und Zinsen entwickeln. Inzwischen gibt ein weiteres Gegenargument für steigende Zinsen: Wenn Draghi jetzt über steigende Zinsen auch nur öffentlich spekulieren würde, geht der Eurokurs durch die Decke.