Der Narzisst und seine Bindungsangst



Während man hier brav die der Pharisäer ausführte schlachtete man z.

Sprechstunde zum Thema Kaffee und Blutdruck


Gütesiegel sollen Massnahmen zugunsten von Mensch und Natur auszeichnen, die über die gesetzlichen Vorgaben hinausgehen. Je umfassender ein Label ökologische, soziale, wirtschaftliche und kulturelle Anliegen der gastgebenden Bevölkerung berücksichtigt, desto mehr trägt es zur nachhaltigen Entwicklung bei.

Besonders in Entwicklungsländern sind jene Labels zu beachten, die faire Arbeitsbedingungen, die Einhaltung der Menschenrechte sowie die Stärkung der lokalen Wirtschaft und den Erhalt des kulturellen Erbes sicherstellen. Im Umweltbereich werden vor allem Massnahmen zur Energie- und Wassereinsparung, Abfallvermeidung, Ressourcenschonung und zur Erhaltung der Natur ausgezeichnet. Wirklich glaubwürdig ist ein Label dann, wenn die Zertifizierungskriterien offengelegt werden und eine unabhängige Stelle deren Einhaltung überprüft.

Vier tourismuskritische Organisationen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz bieten mit ihrem gemeinsam herausgegebenen "Wegweiser durch den Labeldschungel" eine willkommene Orientierungshilfe. Darin werden zwanzig Gütesiegel vorgestellt, die dazu beitragen, die ökologischen Belastungen des Tourismus zu verringern und den Nutzen für Land und Leute zu erhöhen. Dieser Wegweiser macht es so einfach wie noch nie, ein gutes Angebot zu finden.

Fragen Sie im Reisebüro nach Angeboten, die mit einem der Gütesiegel ausgezeichnet sind, oder suchen Sie selber im Internet danach. Trinkgeld ist eine seltsame Geschichte und bedarf grosser Sorgfalt. An manchen Orten ist es Pflicht und wird sogar von offizieller Seite als Bestandteil des Lohnes gerechnet; den einen gilt es als nette Geste der Anerkennung, anderen als Affront.

Für viele Angestellte im Gastgewerbe ist es zwar eine willkommene Aufbesserung ihres spärlichen Einkommens, gleichzeitig zementiert das Trinkgeldgeben die ungerechten Arbeitsbedingungen weiter. Zudem bekommen meist nicht alle was davon ab. Es gilt also genau hinzuschauen und sich stets gut zu erkundigen, was wo üblich ist und wer davon profitiert.

Während die Höhe des Lohnes von Angestellten im US-amerikanischen Gastgewerbe massiv vom Trinkgeld abhängt, ist an vielen anderen Orten der Welt der kleine Obolus eher eine freiwillige Angelegenheit und in gewissen Regionen gar unüblich. Um die vor Ort üblichen Summen für Trinkgelder herauszubekommen, konsultieren Sie am besten einen guten Reiseführer, die Reiseleitung, die Hotelrezeption oder direkt das Personal selbst.

Auch unabhängige Websites wie tippingaroundtheworld. Wichtig ist, Trinkgeld mit Respekt und auf Augenhöhe zu geben. Trinkgeld ist nicht dazu da, den eigenen Wohlstand zu präsentieren oder das Gegenüber väterlich zu belohnen. Trinkgeld ist das Dankeschön für diejenigen, die Ihnen mit ihrer Arbeit persönlich einen Dienst erwiesen haben — vom Taxifahrer über die Kofferträgerin, den Bartender bis hin zum Spa Personal und den Reinigungskräften.

Dies gilt übrigens auch für Dienste, die man Ihnen im Alltag zuhause bietet. Zum Anstand beim Trinkgeldgeben gehört im Übrigen auch, keine grossen Scheine von mittellosem Personal wechseln zu lassen. Studien haben zudem gezeigt, dass die Höhe der Gabe weniger von der Qualität des Services als von der Freundlichkeit und Attraktivität des Personals sowie der Geberlaune des Kunden abhängt.

Hiervon gilt es sich freizumachen. Denn jeder Arbeitende, der Ihnen das Ferienerlebnis versüsst, hat dafür eine angemessene Entlohnung verdient, unabhängig von Sympathien oder Äusserlichkeiten. Auch und gerade unsichtbares Personal wie Putzequipen und Tellerwäscher haben eine Aufbesserung ihres geringen Einkommens nötig. Hierfür sollten jedoch nicht die Reisenden zuständig sein, sondern die jeweiligen ArbeitgeberInnen. Das System des Trinkgeldgebens verleitet die Tourismusunternehmen nämlich dazu, auf die Extras der TouristInnen zu setzen, statt ihre ArbeiterInnen fair zu entlöhnen.

Deshalb als Reisende kein Trinkgeld zu geben, ändert allerdings nicht automatisch die ungerechten Arbeitsbedingungen, unter denen viele Angestellte im Gastgewerbe leiden. Im Gegenteil, es verschärft ihre Lage noch zusätzlich. Statt sich also zu ärgern, werden Sie besser aktiv und setzen sich für die Durchsetzung gerechter Arbeitsbedingungen und fairer Löhne ein.

Daher liegen Sie meist auch bei zertifizierten Unternehmen mit einem Extra für das Servicepersonal richtig. In den Ferien macht das Einkaufen doppelt Spass: Die Produkte sind exotisch, die Preise oft günstig.

Der Kauf von Souvenirs kann den lokalen Markt sowie das lokale Handwerk unterstützen und Einheimischen zu einem Einkommen verhelfen. Doch dabei gilt es, internationale Abkommen zu Artenschutz, Biodiversität, Schutz vor Kulturgüterraub und Markenschutz zu beachten. Wer darauf Rücksicht nimmt und sicher durch den Zoll kommen will, kauft mit Bedacht. Wer einen solchen Gegenstand erwirbt, muss darauf achten, dass es sich nicht um Hehlerware oder illegal ausgegrabene Objekte handelt.

Seriöse Händler stellen eine Bestätigung aus, dass der erworbene Gegenstand ausgeführt werden darf. Verlangen Sie deshalb immer eine Bescheinigung der Herkunft des Objektes. So können Sie einigermassen sicher sein, es rechtmässig erworben zu haben und erfahren so auch mehr über den Gegenstand selbst. Nützliche Indikatoren für einen legalen Kauf sind der Zustand des Objekts, der Verkaufsort und ein vernünftiger Preis. Im Zweifelsfall sollte das Objekt bei der Zollkontrolle angemeldet werden, um unangenehme Konsequenzen zu vermeiden.

Das Abkommen schützt gefährdete oder vom Aussterben bedrohte Arten und verhindert auch die Einfuhr von Trägern gefährlicher Schadorganismen. Wer mit solchen Produkten handelt oder sie illegal durch den Zoll bringt, macht sich strafbar und riskiert eine Busse von bis zu ' Franken. Tabu sind nicht nur die lebenden Tiere oder Wildpflanzen wie Orchideen und Kakteen, sondern beispielsweise auch Schildkrötenpanzer, Elfenbein, Walknochen und Wildkatzenfelle oder Tropenholz wie Palisander.

Traditionelle Medizin enthält häufig Bestandteile bedrohter Wildtiere oder Pflanzen und gehört daher ebenfalls nicht ins Reisegepäck. Erkundigen Sie sich im Zweifelsfall genau nach den Inhaltsstoffen.

Es lohnt sich, eine allfällige Bewilligungspflicht schon beim Kauf abzuklären. Im Zweifelsfall melden Sie die Ware beim Zoll angemeldet. Denn wer sie von sich aus deklariert, hat keine Strafe zu befürchten. Schlimmstenfalls wird das Mitbringsel einbehalten.

Durch die Einfuhr von Fleisch können Krankheiten und Seuchen eingeschleppt werden. Nur aus EU-Ländern und Norwegen dürfen Waren tierischer Herkunft zum privaten Gebrauch ohne Kontrolle durch den Grenztierarzt eingeführt werden, während die Einfuhr von Waren tierischer Herkunft aus andern Ländern grundsätzlich verboten ist. Gefälschte Produkte schaden der Wirtschaft und gefährden Arbeitsplätze.

Oft stehen mafiöse Organisationen hinter dem Verkauf solcher Fälschungen. Zudem werden viele Billigprodukte unter haarsträubenden Bedingungen hergestellt, fernab von Sozial- oder Umweltstandards. Wer mit Fälschungen handelt, riskiert eine Freiheitsstrafe von bis zu fünf Jahren sowie eine Geldstrafe. Aber auch der Erwerb gefälschter Produkte für den Privatgebrauch ist verboten. Seit werden sie am Zoll eingezogen. Reisende erkennen Fälschungen zum Beispiel am auffällig niedrigen Preis für ein normalerweise teures Markenprodukt.

Weitere Hinweise sind der Verkaufsort — häufig werden Fälschungen von Strassenhändlern angeboten — sowie das Fehlen von Originalverpackung, Gebrauchsanweisung und Garantieschein. Vorsicht ist auch beim Kauf übers Internet geboten. Wir alle haben eine persönliche Strategie entwickelt, wie wir zuhause auf der Strasse mit BettlerInnen umgehen. Dabei gibt es wenige klare Regeln zu beachten: Wir wissen nicht, warum der Mensch uns gegenüber um Geld oder Sachspenden bittet oder auf der Strasse gelandet ist.

Wem das Spenden kleiner Geldbeträge an Individuen auf der Strasse gerade nicht angenehm ist, spendet ein Lächeln oder ein paar nette Worte. Unterstützen Sie lokale Nichtregierungsorganisationen, die sich für Bedürftige einsetzen. Dasselbe gilt auch im Ausland. Gerade in Ländern mit schwachen oder inexistenten Sozialsystemen sind noch mehr Menschen auf direkte Hilfe von anderen angewiesen.

Betteln ist deshalb für viele die einzige Möglichkeit, ihren Lebensunterhalt zu bestreiten. Oft verhindert auf Reisen die Sprach- und Kulturbarriere, dass wir unser Gegenüber direkt verbal ansprechen können.

Und da wir unser Reiseland meist weniger gut kennen als unser Zuhause, können wir hier noch seltener beurteilen, wie und warum jemand zum Betteln gezwungen ist. Gleichzeitig befinden wir uns als verhältnismässig wohlhabende, gebildete und in der Mehrheit der Fälle weisse Reisende den Bettelnden gegenüber in einer mehrfach privilegierten Lage: Wir haben es uns freiwillig ausgesucht hier zu sein und wir können jederzeit wieder gehen.

Wenn wir uns also die Frage stellen, was und wem wir etwas geben wollen, kann es ratsam sein, sich an den Einheimischen zu orientieren. Beispielsweise gehört in vielen Religionen das Almosengeben zu einer festen Institution. BettlerInnen finden sich daher häufig in der Nähe religiöser Einrichtungen, wo sie von der einheimischen Bevölkerung toleriert, gern gesehen und mit Spenden bedacht werden.

Immer ein bisschen Kleingeld in der Tasche zu haben, kann also nicht schaden. Weniger ratsam ist, das ganze Portemonnaie zu zücken. Dies kann Begehrlichkeiten wecken und im Einzelfall auch als unangemessen oder unangenehm empfunden werden. Besonders schwierig ist der Umgang mit bettelnden Kindern. Kindern und Eltern würde so vermittelt, es sei lohnender, die Kinder zum Betteln auf die Strasse zu schicken, anstatt ihnen eine Schulbildung zukommen zu lassen — ein Teufelskreis aus fehlender Bildung und Armut entstünde.

Obwohl diese Argumentation nicht falsch ist, greift sie jedoch etwas zu kurz: Schliesslich führt der Verlust eines Bettelverdienstes nicht automatisch zum Schulbesuch. Mancherorts können sich die Eltern schlicht das Schulgeld, die erforderliche Uniform oder die Materialkosten nicht leisten, anderenorts verbietet der Staat bestimmten Bevölkerungsgruppen wie beispielsweise illegalen Einwanderern den Schulbesuch.

Bettelnde Kinder landen also nicht automatisch in der Schule, sobald sie kein Geld mehr von Reisenden erhalten. Damit kein Kind zum Betteln gezwungen ist, bedarf es grösserer Anstrengungen, die auf lokaler und internationaler Ebene ernsthaften politischen Willen zur Armutsbekämpfung und zum Schutz der Menschenrechte voraussetzen, den Sie als Reisende schon bei der Buchung mit beeinflussen können: Achten Sie darauf, dass Ihr Reiseveranstalter und sämtliche Anbieter vor Ort die Rechte von Kindern schützen und ihre Angestellten fair entlöhnen, so dass diese sich den Schulbesuch ihrer Kinder leisten und entsprechend dafür einsetzen können.

Kein Kind sucht es sich aus, seinen Unterhalt bettelnd auf der Strasse zu erwirtschaften. Bettelnde Kinder sind in multiplen Abhängigkeiten gefangen und können meist nicht selbst entscheiden. Ein Kind, welches auf diese Weise für seinen Lebensunterhalt arbeitet, verdient deshalb in erster Linie Respekt und aufrichtiges Interesse.

Erkundigen Sie sich vor der Reise nach lokalen Organisationen, die sich für Bedürftige und speziell Kinder einsetzen. Möglicherweise hilft eine gezielte Spende an eine entsprechende Organisation mehr als ein paar verteilte Münzen. Vor Ort erworbene Sachspenden können zudem eine Alternative zu Geld darstellen. Besser überlässt man solcherlei Material Organisationen oder Einrichtungen, die sich mit den Gegebenheiten im Land besser auskennen.

In der Regel gilt: Je mehr einheimische Angebote Sie berücksichtigen, desto grösser ist die Chance, dass Ihre Ferienausgaben auch wirklich am Tourismusort bleiben und der breiten Bevölkerung zugute kommen. Im Durchschnitt verbleibt — so hat die Weltbank errechnet — weniger als die Hälfte der Einnahmen aus dem Tourismus im Gastland. Gerade internationale Ferienanlagen der gehobenen Klasse kaufen Baumaterial und Einrichtung oft im Ausland, bewirten ihre Gäste mit importierten Speisen und Getränken, beschäftigen ausländische Kader und Subunternehmer, die ihre Löhne nach Hause tragen und ihre Gewinne an anderen Orten reinvestieren.

Immer beliebter sind heute sogenannte "all inclusive"-Angebote, bei denen Verpflegung, Drinks, sportliche Aktivitäten und oft auch Ausflüge im Preis inbegriffen sind. Ihnen fehlen die Kunden. Gleichzeitig beschert der Tourismus den Einheimischen höhere Lebenshaltungskosten und die Verknappung kostbarer Ressourcen wie Wasser. Fortschrittliche HotelmanagerInnen haben das Problem erkannt und bemühen sich um eine Einbindung der lokalen Wirtschaft und eine nachhaltigere Bewirtschaftung ihrer Anlagen: So können auch sogenannte "Massentourismus-Angebote" durchaus dazu beitragen, dass die gastgebende Bevölkerung vom Tourismus profitiert.

Das Zeitalter der Postkarten scheint vorbei: Die Bilder erinnern an schöne Momente, dienen aber auch als Beweis und Statussymbol für die gemachte Reise. Davon können aber die Rechte oder Interessen der Fotografierten betroffen sein. Fragen Sie Sich beim Ablichten von anderen Menschen: So befreien Sie das "Motiv" aus seiner passiven Rolle und räumen ihm Mitspracherecht ein.

Heimlich um Häuserecken herum und in Privaträume hinein zu fotografieren, ist unfair und zu unterlassen. Begegnen Sie auch Mitreisenden aus dem eigenen kulturellen Kontext respektvoll. Niemand möchte gern ungefragt verewigt werden, auch nicht beim Entspannen im Urlaub. Dies gilt selbstverständlich auch für ReiseveranstalterInnen oder HotelbesitzerInnen: KundInnen dürfen nicht ohne ihr Einverständnis als Werbemotive missbraucht werden, auch nicht im rechtlichen Graubereich der Social Media.

Das Recht auf das eigene Bild ist in vielen Ländern auch gesetzlich geschützt. Viele Menschen haben keinerlei Vorstellung davon, welche Wege ein Foto nehmen kann, für das sie ihr Einverständnis gegeben haben. Auch können Sie selbst als FotografIn nicht immer sicherstellen, dass ein Bild — steht es erst einmal online im Internet — nicht an einem unpassenden Ort wieder auftaucht.

Tabuisierte Orte wie religiöse Stätten und Riten, Frauenrückzugsräume oder auch politische Proteste sind gern fotografierte Motive, bergen aber für die Abgebildeten je nach Kontext grosse Gefahr. Denn auch staatliche Institutionen und soziale wie religiöse Netzwerke nutzen das Internet und die Social Media, unter anderem um Kontrolle und Macht auszuüben.

Vorsicht ist ausserdem beim Fotografieren von Militäranlagen oder -personal geboten, dies ist in vielen Ländern verboten und kann unsanft verfolgt werden. Manche Menschen in Touristenzentren verdienen ihren Lebensunterhalt als Fotomotiv, gelegentlich werden auch Tiere als solche angeboten. Erkundigen Sie sich nach den lokal üblichen Preisen. Tierquälerei Affen an der Leine, Schlangenbeschwörungen oder Tanzbärshows sollten Sie nicht unterstützen, indem sie ihr durch weitere Fotos zusätzlich Aufmerksamkeit verschaffen.

Enthalten Sie sich aber eines vorschnellen Urteils; wir wissen meist wenig über die Lebensumstände der betroffenen Menschen und deren Motive. Der Kinderschutz, der in unserem Kulturraum gilt, sollten Sie auch den Kindern auf ihren Reisen gewähren: Fotografieren sie keine Kinder ohne ihre Erlaubnis und die der Eltern. Bilder, die einmal im Internet sind, können missbraucht werden und lassen sich nicht wieder zurückholen.

Kinder sollten darüber hinaus niemals mit Geld oder Geschenken fürs Fotografieren entlohnt werden, da dies im Extremfall zum Abbruch der Schule und zu einer wenig versprechenden Karriere als touristisches Fotomotiv führen kann. Tiere und Naturszenerien sollten Sie nur dann fotografieren, wenn Sie dabei nichts zerstören, Tiere und Pflanze keiner Gefahr aussetzen oder ihnen Stress verursachen: Sie sollten beispielsweise nicht scheinbar häufig vorkommende und daher uninteressante Pflanzen achtlos zertrampeln, um eine seltene Blume aufzunehmen.

Tiere in freier Wildbahn aufzuscheuchen, um ein gutes Foto zu bekommen, ist ebenfalls tabu, so wie auch das Heranpirschen an Nester oder sonstige Rückzugsorte. Überlassen Sie das Fotografieren solch heikler Motive erfahrenen SpezialistInnen, die sich mit den Tieren und ihren Bedürfnissen gut auskennen. Besonders wichtig für den Schutz bedrohter Tierarten ist zudem, dass Sie keinerlei Fotos mit Ortsangaben oftmals versteckt in den technischen Daten von Digitalkameras im Internet veröffentlichen.

Zahlreiche Naturschutzparks bitten sogar darum, vor dem Betreten des Geländes die sogenannten Ortungsdienste in Telefon und Kamera abzustellen, damit keine Informationen zum Aufenthaltsort seltener Tiere an Wilderer geraten. Nicht allen ist wohl dabei. Manche Reisende fühlen sich als Gaffer, manche Slumbewohner ausgenutzt und blossgestellt. Die Veranstalter machen geltend, sie möchten die Vorurteile der BesucherInnen gegenüber armen Menschen überwinden helfen.

Unter welchen Umständen sind solche Besuche vertretbar oder sogar hilfreich, was gilt es zu vermeiden? Nicht zu empfehlen sind Rundfahrten oder -gänge, auf denen die dort wohnenden Menschen wie touristische Attraktionen besichtigt werden. Die Reisenden tauchen kurz in eine für sie "exotische" Lebensrealität ein und knipsen "authentische" Fotos, wollen aber nichts von den Betroffenen selber hören.

Wer so reist, nimmt die Menschen weder wahr noch ernst. Arme sind nicht einfach ein Volk mit einer anderen Kultur. Ihre Armut hat eine Geschichte, hat politische, menschenrechtliche und andere Ursachen.

Es gibt jedoch Angebote, die Brücken schlagen zwischen den Menschen, die am Rande der Gesellschaft stehen, und den meist gesellschaftlich gut etablierten Reisenden. So erzählen obdachlose Tourguides bei "sozialen Stadtrundgängen" in Basel und Zürich, warum sie ihre Unterkunft verloren haben, wie sie ihr Leben bestreiten und wonach sie streben.

Als Tourguides erhalten sie einen Lohn. Die Verdienstmöglichkeit, die Tagesstruktur und das Interesse an ihrer Lebenssituation schaffen Selbstvertrauen.

Die TeilnehmerInnen solcher Rundgänge hören beeindruckende Geschichten und erfahren, wie klein der Schritt vom "normalen Leben" in die Armut sein kann. In Dharavi Indien , das durch den Film "Slumdog Millionaire" berühmt geworden ist, hat der Veranstalter eine Organisation gegründet, die 80 Prozent des Gewinns aus ihren Rundgängen für die Verbesserung der Lebenssituation der SlumbewohnerInnen verwendet. Der Rundgang ist mit den Betroffenen im Besichtigungsgebiet genau abgesprochen.

Das ist auch aus Sicherheitsgründen wichtig. Die OrganisatorInnen und insbesondere die Tourguides kennen den Ort sehr gut, sind mit ihm verbunden und haben viele Kontakte.

Eventuell kommen sie selber aus bescheidenen Verhältnissen und wissen, was gewisse Verhaltensweisen der Reisenden auslösen können. Mit ihren Kenntnissen über die Hintergründe der Armut vermögen sie Vorurteile auszuräumen.

Die Tourguides sind ausgebildet und können mit unpassendem Verhalten oder Reaktionen von TeilnehmerInnen der Rundgänge umgehen. Für die Tour gibt es klare Regeln, die mit den Kontaktpersonen oder den Autoritäten vor Ort abgesprochen sind. Die Gruppengrösse ist möglicherweise beschränkt und die BesucherInnen müssen sich an die Route halten.

Eventuell dürfen sie nicht alle Personen befragen. Anklagende oder blossstellende Fragen sind selbstverständlich untersagt. Es wird transparent ausgewiesen, was die Tour kostet und wer wie viel von den Einnahmen bekommt. Die Anstellungsbedingungen für die Tourguides und die Bezahlung von Auskunftspersonen und Dienstleistern vor Ort sind fair und klar geregelt. Einige Veranstalter gründen eigene Organisationen, die mit dem Gewinn Projekte realisieren, um die Lebenssituation der Armutsbetroffenen zu verbessern.

Zuhause wissen wir, welche Begrüssung sich gehört, welche Kleidung angebracht ist und welche Gesprächsthemen oder Gesten tabu sind. Das gibt uns Sicherheit und das Wissen dazuzugehören. Stossen wir auf andere Verhaltensweisen, reagieren wir verunsichert und gestresst. Damit Sie Begegnungen auch während der Ferien im Ausland geniessen und Fettnäpfchen vermeiden können, sollten Sie die nachfolgenden Regeln beachten. Wie müssen Sie sich kleiden?

Wo dürfen Sie fotografieren, wo nicht? Welches sind die wichtigsten Umgangsformen und Sitten beim Essen? Wo gehört Feilschen zum guten Ton? Welche paar Sätze oder Worte in der lokalen Sprache sind hilfreich? Lesen Sie einen qualitativ guten Reiseführer, der Ihnen nicht nur die Sitten und Gebräuche eines Landes erklärt, sondern auch deren Hintergründe: Wer darf wem wann die Hand geben und wo unterlässt man dies besser?

Gewisse Werte wie Gleichberechtigung von Mann und Frau, religiöse Freiheit, Bewegungs- und Meinungsfreiheit und Menschenrechte sind vielen von uns wichtig.

Es ist daher ratsam, sich schon vor der Reise zu überlegen, an welchen Werten wir im Gastland festhalten können und wollen und welche wir während der Ferien zurückstellen, damit wir offen sind für neue Erfahrungen und anderen nicht unsere Weltsicht aufdrängen. Das schützt vor dem Fettnäpfchen der Selbstgerechtigkeit. Nicht selten werden aber eigene ethische und kulturelle Werte in den Ferien vergessen. Ferien sind eine Ausnahmesituation, eine Pause vom Alltag.

Sie können zu einem Verhalten verleiten, das Sie sich in Ihrer Heimat nicht erlauben würden. So vermeiden Sie, über die Stränge zu hauen und dies später zu bereuen.

Bedenken Sie, dass Sie zwar aus Ihrem Alltag austreten, später aber mit gutem Gewissen wieder zurückkehren möchten. Beachten Sie auch, dass die Lokalbevölkerung keine Ferien hat und Sie in Ihrem Alltag wohl auch nicht übermässig durch Touristen gestört werden möchten. Sie gehören zu den fünf bis acht Prozent der Privilegierten dieser Welt, die sich Auslandferien leisten und sich von neuen Eindrücken inspirieren lassen können.

Zwischen Ihnen und den Reiseleitern, Taxifahrern, Zimmerfrauen und Souvenirverkäuferinnen, die sich eine solche Reise nicht leisten können, besteht daher ein Machtgefälle. Noch extremer ist der Unterschied zu denjenigen, die für den Bau touristischer Infrastrukturen von ihrem Land vertrieben wurden.

Reduzieren Sie aber das Land auch nicht auf seine Armut und Schönheit — versuchen Sie etwas von den Über- Lebensstrategien der Lokalbevölkerung mitzubekommen. So vermeiden Sie die Fettnäpfchen Hochmut und Gleichgültigkeit. Wir leben in einem relativ sicheren Land und sind es gewohnt, uns frei bewegen zu können. Daher fällt es uns nicht immer leicht, die Sicherheitsrisiken in einem Reisegebiet richtig einzuschätzen.

Hilfreich sind weder blinde Offenheit noch Hysterie. Fragen Sie vor Ort, wo Sie eventuell vorsichtig sein müssen und mischen Sie sich lieber nicht in Konfliktsituationen ein. In anderen Ländern nimmt die Religion oft eine wichtigere Rolle im Alltag ein als bei uns. Umso wichtiger ist es, sich als TouristIn beim Besuch von religiösen Einrichtungen angemessen zu verhalten und die Traditionen der einheimischen Bevölkerung zu achten.

Bedenken Sie, dass Sie sich an einem heiligen Ort befinden. Tragen Sie sittsame Kleidung und verhalten Sie sich dem Ort und den Bedürfnissen der lokalen Bevölkerung entsprechend.

Dies beinhaltet neben dem Bedecken von Schultern und Knien auch: Frauen sollten nicht in nur Moscheen, sondern auch in den Ostkirchen ein Kopftuch tragen. Laute Diskussionen und Gelächter sowie mit dem Finger auf Dinge zu zeigen, kann als unangebracht empfunden werden. Erkundigen Sie sich, ob fotografieren erlaubt ist. Betende und oft auch Frauen sollten nicht ungefragt abgelichtet werden. Mancherorts sind die Eingänge zum Beispiel von Moscheen oder orthodoxen Synagogen für Frauen und Männer getrennt, in einigen Ländern und an bestimmten Heiligtümern gibt es geschlechtsspezifische und religiöse Zutrittsbeschränkungen.

Während religiöser Riten ist besondere Rücksicht geboten. Ist der Zutritt für TouristInnen zur Gebetszeit nicht erlaubt, gilt dies zu respektieren. Erkundigen Sie sich rechtzeitig nach den jeweiligen Regeln vor Ort. Niemand erwartet, dass Sie als Besucher alle Regeln perfekt beherrschen, aber achten Sie darauf, dass Sie nicht stören. Es kann sein, dass eine oder sogar mehrere Spenden, die verschiedene Bedeutungen haben, als Pflicht angesehen werden.

Auch kann es üblich sein, Bettlern rund um das Heiligtum etwas Geld zu geben. Auch hier sollten Sie sich vor Ort informieren, was als angemessen gilt. Bedenken Sie, dass religiöse Gebäude kein Konsumgut, sondern heilige Stätten sind.

Wenn Sie sich über die genauen Vorschriften im bereisten Land und deren Begründungen informieren, fördert dies das Verständnis für die andere Kultur. Ein guter Reiseführer gibt einen Einblick in die andere Kultur und die jeweiligen Praktiken. Eine der grössten Errungenschaften der Neuzeit sind die Menschenrechte. Sie sind dazu da, die Würde des Menschen gegen Willkür von Staat und Unternehmen zu schützen, sie gelten für jede Person von Geburt an unabhängig von ihrer Herkunft.

Zu den Menschenrechten gehört etwa das Recht, sich innerhalb seines Landes frei zu bewegen, sich niederzulassen und aus einem anderen Land zurückzukehren. Doch auch faire und gerechte Löhne und Arbeitsbedingungen sowie der Schutz von Mutterschaft und Familie sind hierin verbrieft, ebenso wie das Recht auf Wasser, auf eine gesunde Umwelt und auf eine selbstbestimmte Entwicklung.

Wenn in Südafrika ein Hotel seinen Angestellten ein Stück Land für den Anbau ihres Gemüses zur Verfügung stellt, sie weiterbildet, um ihnen eine Karriere zu ermöglichen und für sie und ihre Familien einen Gesundheitsdienst und eine Schule zur Verfügung stellt, engagiert es sich damit für die Menschenrechte.

Wenn aber auf Bali die Hotels und Golfplätze so viel Wasser verbrauchen, dass den Reisbauern für die Bewässerung nichts übrigbleibt, verletzt die Tourismusbranche Menschenrechte.

Ebenso wenn in gewissen Destinationen in Mexiko der Kindersextourismus angeheizt wird. Desgleichen werden Menschenrechte missachtet, wenn in Hotels, Wäschereien, Agenturen für Porter und Guides sowie anderen touristischen Unternehmen die Angestellten unwürdig behandelt und mies entlöhnt werden. Auch die Menschenrechte der UrlauberInnen werden im Tourismus manchmal verletzt: Fälle von sexuellen Übergriffen auf reisende Frauen und Kinder häufen sich, immer wieder gibt es Berichte von Menschen mit Behinderung, denen der Transport verweigert wird.

Hauptverantwortlich für die Gewährung und Einhaltung der Menschenrechte sind die Regierungen. Unternehmen und jede einzelne Person müssen die Menschenrechte jedoch ebenso respektieren und Verantwortung übernehmen, wenn durch ihre Handlungen Menschenrechte verletzt wurden.

Wenn Reiseveranstalter Destinationen in Ländern mit Menschenrechtsverletzungen anbieten, müssen sie besonders Sorge tragen, dass sie sich nicht zu Komplizen machen und selber Menschenrechte verletzen, weil die betreffende Regierung die Bürger des Landes zu wenig schützt. Diese Sorgfaltspflicht wurde vom Menschenrechtsrat der Vereinten Nationen definiert.

Rund zwei Millionen Kinder sind jährlich weltweit von kommerzieller sexueller Ausbeutung betroffen. Sex mit Minderjährigen ist nicht nur bei uns, sondern überall auf der Welt ein Verbrechen. Mädchen und Buben erleiden dadurch schwerwiegende gesundheitliche, psychische und soziale Schäden, an denen sie ihr Leben lang leiden. Kommerzielle sexuelle Ausbeutung von Kindern und Jugendlichen durch Prostitution, Pornografie und Kinderhandel heisst, die Menschenwürde von Kindern mit Füssen zu treten.

Trotz Gesetzen, die sich dem Schutz der Kinder verpflichten, bleiben viele sexuelle Übergriffe an Minderjährigen in Feriendestinationen ungeahndet. Die Anonymität im fernen Land, mangelnde soziale Kontrolle und der kurze Aufenthalt am Ort des Verbrechens schützen die Täter und gefährden gleichzeitig die Kinder.

Kindersextourismus ist nicht unsichtbar. Oft findet er in aller Öffentlichkeit, in Hotels, Bars oder am Strand statt, aber niemand kümmert sich darum. Wenn Sie Zeugin oder Zeuge eines solchen Übergriffs werden, sammeln Sie all ihre Zivilcourage zusammen und schauen Sie hin und nicht weg. Sie können dazu beitragen, dass die Kinder und ihre sexuelle Integrität in Zukunft besser geschützt werden. Auch eine entsprechende Meldestelle in Ihrem Heimatland geht einer solchen Meldung nach.

Vielleicht haben Sie beobachtet, dass ein Tourist abends mit einem einheimischen Kind im Zimmer verschwunden ist oder in einer Bar nur mit lokalen Minderjährigen verkehrt. Wenn es Hinweise dafür gibt, dass es sich beim mutmasslichen Täter um eine in der Schweiz, in Deutschland oder in Österreich wohnhafte Person handelt, sind Ihre Beobachtungen auch für die Behörden dieser Länder sehr wichtig. Die zuständigen Behörden werden dann die erforderlichen Massnahmen einleiten.

Die drei Länder Deutschland, Österreich und Schweiz schlossen sich im Jahr für eine länderübergreifende, koordinierte und visuell abgestimmte Kampagne im deutschsprachigen Raum zusammen.

In dieser Kampagne engagieren sich Politik, Reisebranche und Zivilgesellschaft gemeinsam. Kooperationspartner sind neben den jeweiligen Familien-, Justiz und Wirtschaftsministerien aus den drei Ländern Nichtregierungsorganisationen sowie die Tourismusunternehmen, vertreten durch die nationalen Reiseverbände sowie grössere Branchenvertreter.

Damit zeigen Sie, dass Ihnen ein derartiges Engagement wichtig ist und Sie verantwortungsvoll reisen wollen. Projektbesuche werden immer beliebter. Im Regenwald, bei der Beobachtung von Walen oder im Schildkrötenzuchtgebiet lässt sich hautnah miterleben, wie Umweltfachleute bedrohte Tiere und Pflanzen schützen.

Wer mit eigenen Augen sieht, wie Kinder in Waisenhäusern betreut oder Schulen gebaut werden, kann die Arbeit karitativer Einrichtungen besser nachvollziehen. Entwicklungs- und Umweltorganisationen bieten solche Besuche an, weil sie den Reisenden neue Einsichten vermitteln und zur Sensibilisierung für die Anliegen der Entwicklungszusammenarbeit und des Umweltschutzes beitragen können.

Die Mitarbeitenden vieler Entwicklungsprojekte freuen sich über die Besuche und das Interesse aus dem Ausland. Andere dagegen fühlen sich in ihrer Alltagsarbeit gestört und haben keine Zeit, die Gäste zu betreuen. Manchmal werden sie im Vorfeld ungenügend über den kommenden Besuch informiert oder die Erwartungen der Reiseveranstalter und Geldgeber bezüglich Leistung und Abgeltung sind zu wenig transparent.

Auch die Motive der Besucherinnen und Besucher sind nicht immer klar. Zuweilen geht es ihnen auch um Kontrolle: Sie wollen wissen, was mit ihren Spendengeldern geschieht. So verständlich das Bedürfnis ist, so wenig ist es sinnvoll: Diese Kontrolle sollte man besser anerkannten und qualifizierten Überprüfungsstellen überlassen.

Gewisse Vorzeige-Entwicklungsprojekte verzeichnen einen solchen Andrang von BesucherInnen, dass sie sich extra mit Unterkünften und anderen Infrastrukturausbauten einrichten müssen. Einerseits bieten die Besuche also eine Chance für neue Einnahmequellen durch den Tourismus. Andererseits besteht das Risiko, dass lediglich mehr Belastung für die GastgeberInnen entsteht und falsche Hoffnungen geschürt werden.

Denn wo bisher weder die nötige Infrastruktur existiert, noch das Personal entsprechend ausgebildet ist, fällt es Projektmitarbeitenden schwer, Gäste adäquat zu betreuen und weitere Einnahmequellen wie den Verkauf von Souvenirs zu erschliessen.

Die Reise selbst wird auch nicht einfach dadurch sozialverträglich — und schon gar nicht umweltgerecht —, dass Entwicklungs- oder Umweltprojekte besucht werden.

Der Besuch darf nicht zum Feigenblatt für ungehemmte Reiselust werden. Immer mehr Reisende möchten während ihrer Ferien Gutes tun. Wo früher Entwicklungs- oder Hilfsorganisationen, Naturschutzverbände oder Missionswerke selbst gezielt Freiwillige für Einsätze in ihren Projekten warben, konkurrieren sie heute immer öfter mit Reiseveranstaltern und gewerbsmässigen Vermittlungsagenturen um die Hilfswilligen.

Im Vordergrund steht dabei jedoch häufig das Geschäft und weniger die Arbeit, um die es in den Projekten geht. Das birgt verschiedene Gefahren: Oft fehlt es an einem gleichberechtigten Austausch mit der gastgebenden Bevölkerung darüber, was wirklich gebraucht wird und wer wie lange für welchen Zweck kommen darf. Gleichzeitig werden die sogenannten Voluntouristen nicht mehr so genau geprüft: Schliesslich sind sie ja die Kunden.

Schlimmstenfalls werden so Pädokriminelle in Kinderheime vermittelt oder schlecht vorbereitete und unerfahrene Freiwillige in gefährliche oder gar traumatisierende Situationen gebracht. Viele derart vermittelte Einsätze nutzen daher weder den Freiwilligen noch dem Projekt. Den solche Freiwilligen-Einsätze sind ja nicht einfach Ferien: Da sollen sich etwa plötzlich unerfahrene Teenager aus dem Norden in komplexen, schwierigen Situationen in Entwicklungsländern bewähren, oft genug ohne entsprechende Vorbereitung.

Motivierte Freiwillige stellen sich etwa Arbeit mit Kindern vor, während vor Ort aber Hilfe in der Küche benötigt wird. Umgekehrt hoffen die Partner auf erfahrene Allrounder, die jedes Problem anpacken und lösen, stossen aber auf Schulabgänger, die vielleicht noch nie gearbeitet haben. Beide Seiten unterschätzen zuweilen die für den Einsatz benötigten Kenntnisse und Qualifizierungen.

Probleme entstehen zudem, wenn die Freiwilligen den Einheimischen Arbeitsplätze wegschnappen oder zumindest der Eindruck entsteht. Das muss nicht sein. Natürlich gibt es auch gute Angebote, seriösen Vermittler und Reiseveranstalter. Wer das richtige Angebot finden will, muss kritisch sein und die richtigen Fragen stellen — zunächst an sich selbst:. Was kann und will ich für einen Einsatz leisten?

Wie soll das Verhältnis zwischen Freizeit und Arbeitseinsatz aussehen? Wo möchte ich den Einsatz leisten? Danach geht es an die Prüfung der Angebote und Veranstalter. Eine gute Vorlage bietet dazu die tourismuskritische Nichtregierungsorganisation Tourism Concern aus London mit ihren acht Qualitätsgrundsätzen:.

Grundsätzlich gilt auch hier: Verträgliches Reisen bedeutet auch, die Umwelt zu schonen und in erster Linie das Wohl der gastgebenden Bevölkerung im Auge zu haben. Fragen sie beim Reiseveranstalter nach und holen Sie sich die Tipps dazu auf fairunterwegs. Sie haben ein super attraktives Ferienangebot in letzter Minute an Land gezogen. Nun freuen Sie sich, auch weil Ihr Sitznachbar im Flugzeug für dasselbe Angebot vielleicht erheblich mehr hinblättern musste.

Denn wer bis zum letzten Moment wartet, kann saftig profitieren. Dies git nicht unbedingt: Schnäppchenjäger kommen unter Umständen besser weg, wenn sie zeitig buchen und dabei von den Frühbucher-Rabatten der Reiseveranstalter profitieren. Last-Minute-Angebote können zudem Preisfallen sein, in denen viele Kosten nicht ordentlich ausgewiesen sind, die Sie unterwegs noch zusätzlich berappen müssen. Dass in letzter Minute, kurz vor der Abreise, Reiseangebote verbilligt auf den Markt geworfen werden, hat mit der Funktionsweise des Tourismus zu tun: Viele Reiseanbieter planen sehr optimistisch.

Was nicht verkauft wird — ein Sitz im Flugzeug oder ein Bett in einem Hotel — schlägt jedoch negativ zu Buche. Also verkaufen die Reiseanbieter ihre Plätze lieber unter Preis, als gar nicht. Oft stehen dabei auch Hoteliers unter Druck von Seiten der Reiseveranstalter, die gerade in Krisenzeiten mit den Anbietern in den Destinationen hart um die Preisnachlässe verhandeln.

Last-Minute-Angebote mögen kurzfristig Sinn machen und die Schnäppchenjäger freuen. Langfristig unterlaufen sie jedoch die Nachhaltigkeit, schliesslich werden Betten oder auch Flugsitze weit unter ihrem Gestehungspreis verschleudert.

Da bleibt den Anbietern am Urlaubsort kein Geld mehr für dringend notwendige Massnahmen zur Erhaltung der Umwelt, wie Energiesparmassnahmen, Abfallbewirtschaftung oder für den Anschluss von Hotels an Kläranlagen, geschweige denn Mittel, um den Angestellten faire Arbeitsbedingungen zu gewähren.

Aber auch die Reiseveranstalter schneiden sich oft ins eigene Fleisch, schmilzt doch letztlich auch ihre Gewinnmarge. Ihnen fehlen später die Gelder, die sie für die zeitgemässe, verantwortliche und faire Ausgestaltung Ihrer Reise aufwenden sollten. Einige Tour-Operators haben deshalb auch Frühbucherrabatte eingeführt, damit sie besser planen können und nicht in letzter Minute mit Anbietern vor Ort die Preise herunterfeilschen müssen.

Sicher ist, dass Billigangebote im Tourismus, insbesondere die Last-Minute-Schnäppchen, nur sehr beschränkte Serviceleistungen beinhalten. Oft genug führen sie zu Enttäuschungen und Reklamationen, wie der Ombudsmann der Schweizer Reisebranche bestätigt. Fragen Sie deshalb beim Buchen von Schnäppchen und Billigangeboten immer nach, welche Leistungen Sie effektiv für diesen Preis erhalten. Fragen Sie dann gleich auch, welchen Anteil die GastgeberInnen eigentlich daran verdienen.

Gerade Leute, die nicht viel verdienen, sind froh, wenn sie mit einem Pauschalbetrag die Kosten für die Ferien im Griff haben. Und viele sind froh, wenn ihnen die gesamte Urlaubsorganisation vom Reiseanbieter abgenommen wird.

Doch die Rechnung geht nicht auf:. Für die Reisenden geht die Rechnung nicht auf, wenn der Veranstalter so knapp kalkuliert, dass die Resortbetreiber überall sparen müssen: Dies kann verdreckte Hotelzimmer, ungeniessbares Essen und unerwartete Nebenkosten zur Folge haben. Unterbezahlte Angestellte schalten bei Klagen auf Durchzug.

Ein All-inclusive-Resort ist eine abgeschottete Welt, so dass die Gäste ihr Reiseland kaum kennenlernen. Für die gebotene Folklore kostümieren sich bezahlte ArtistInnen, bei deren Shows der Spass- und Exotikfaktor wichtiger ist als die kulturelle Echtheit. Das Gastland wird auf ein paar Klischees reduziert, was existierende Vorurteile bei den Gästen eher verstärkt als abbaut. Für die Angestellten, denn sie sollen möglichst wenig kosten: Von guten Löhnen, Festanstellungsverträgen mit Sozialleistungen, Aufstiegsmöglichkeiten und bezahlten Weiterbildungen können sie in der Regel nur träumen.

Die Realität besteht allzu oft aus Stundenverträgen, einer Anhäufung unbezahlter Überstunden, null Sicherheit und Löhnen, die zu nichts hinreichen. Dabei sollen sie noch dauerlächeln und gut drauf sein bis spät in die Nacht. Die lokalen Unternehmen werden nicht eingerechnet: All-inclusive-Resorts ziehen jedoch den Grossteil des Gästeaufkommens ab und trocknen so das Geschäft der Kleinbetriebe aus. Denn weshalb sollen die All-inclusive-Gäste dort noch Geld ausgeben? Sie haben ja schon für alles bezahlt.

Die Lokalbevölkerung hat sowieso nichts zu melden: Eigentlich erhofft sie sich Jobs, Einkommen und gute neue Infrastruktur. Doch von den teuren Infrastrukturprojekten wie Flughäfen und Zufahrtsstrassen, Wasserpumpen und Stromleitungen, die mit ihren Steuergeldern erstellt werden, profitiert sie oft wenig. Manchmal leiden die AnwohnerInnen sogar unter häufigeren Wasser- oder Stromausfällen, weil zuviel zum Resort und zu wenig zu den Normalverbrauchern geleitet wird.

All-inclusive-Resorts, die sich nicht bewusst für Lokalprodukte entscheiden, importieren Baumaterialien, Einrichtungsgegenstände und Nahrungsmittel von irgendwoher. Ihre Gewinne werden nicht in neue Betriebe im Land investiert, sondern werden in der Regel vom Unternehmen zum überwiegenden Teil ausser Landes gebracht.

Auch die Natur hat das Nachsehen: An und für sich dürften All-inclusive-Resorts pro Gast und Übernachtung der Umwelt nicht mehr schaden als jede andere Unterbringung. Doch in der Regel stecken hinter solchen Resorts Investoren mit viel Geld, das sie in üppige Anlagen investieren, die hohe Profite erzielen sollen: Je mehr Pools, Grünflächen, Golfplätze und umbebaggerte und planierte Strände, desto besser verkauft sich das Resort, je tiefer die Unterhaltskosten gedrückt werden, desto mehr Profit und desto schlechter für die Natur.

Laute Parties stressen Vögel und Meeresschildkröten. Die Chemikalien für Pools und Golfplätze, das Abwasser und die Abfälle landen häufig in der Natur, statt fachgerecht entsorgt zu werden.

Das All-inclusive-Setting lädt verleitet Gäste dazu mehr zu konsumieren, als sie dies im normalen Hotel tun würden. Das kostet den Wirt nicht viel, aber verbraucht noch mehr Ressourcen und generiert Abfallberge.

Es gibt All-inclusive-Resorts, die sich für einen besseren Sozial- und Umweltausweis engagieren. Fragen sie kritisch nach und buchen Sie ein Resort, das eine entsprechende Unternehmensverantwortung transparent ausweist. Dokumentieren Sie, wenn das Angebot nicht der Ausschreibung entspricht, und reklamieren Sie sofort.

Plastikmüll, der die Strände und die Unterwasserwelt verschandelt — das wünscht sich kein Feriengast. Auch die Regierungen verschiedener Länder haben genug von solchen Müllhalden. Bangladesh, China, Ruanda und Sansibar haben den Verkauf oder die Abgabe von Plastiktüten im Einzelhandel bereits verboten, Irland hat sie mit einer Steuer belegt, weitere Länder und Orte — darunter der Kanton Jura in der Schweiz — sind dabei, ähnliche Gesetze zu entwerfen.

Zwar verpacken solche Tüten unsere Einkäufe geschmacksneutral, wasser- und luftdicht, aber nach durchschnittlich nur 10 bis 25 Minuten Nutzungszeit landen sie im Schrank oder gleich im Müll.

Doch weltweit landet ein Grossteil der vier bis fünf Billiarden Plastiksäcke, die gemäss Worldwatch jährlich produziert werden, in der Umwelt. Dort bleiben sie eine Weile liegen, verstopfen Kanäle und verschandeln Landschaften — bis sie irgendwann in den Ozeanen landen. Schon heute kreisen dort in langsamen Strudeln Millionen Tonnen Zivilisationsmüll, der allmählich zu feinsten Partikeln zermahlen auf den Boden des Ozeans sinkt, wo er alles Leben unter sich begräbt.

Problematisch sind auch Kunststoffbehälter für Getränke und anderes: Zum einen gehen sie häufig den gleichen Weg wie die Plastiktüten und landen ebenfalls in den Ozean-Strudeln. Zum andern geben viele Kunststoffe — besonders unter Wärmeeinfluss — hormonähnliche Stoffe ab. Diese beeinflussen die sexuelle sowie neurologische Entwicklung von Lebewesen und können so ihre Fruchtbarkeit schädigen. Batterien giftige Schwermetalle , Plastikflaschen oder Alu-Dosen sollten vermieden werden.

Beanstanden Sie im Hotel kleine Portionsverpackungen und Einwegdosen. Viele Hotels geben gefiltertes und abgekochtes Wasser kostenlos ab. Importierte Produkte hinterlassen mehr Abfall und ihr Transport belastet die Umwelt zusätzlich. Ökobilanzen bewerten die Umweltbelastung eines Produkts, Prozesses oder einer Aktivität und schaffen so Vergleichswerte.

Leider wird die Anwendbarkeit und der Vergleich der Daten dadurch erschwert, dass es bisher keine international vereinheitlichte Berechnungs- und Bewertungsmethode gibt. Sinnvolle Ökobilanzen erlauben klare Aussagen. Zug oder Flug von Zürich nach Paris verglichen werden. Diese Ökobilanz nennt sich Transportenergiebilanz und ist eine nützliche Entscheidungshilfe für Reisende, die zwischen mehr oder weniger umweltschädigenden Transportmitteln wählen wollen.

Sinnvoll sind auch Ökobilanzen einzelner Unterkünfte. Diese können ihre Umweltwirkung zum Beispiel als ökologischen Fussabdruck darstellen. Damit weisen sie gegenüber den Reisenden aus, wie viel Erdfläche nötig wäre, um die Leistungen des Hotels zu erbringen.

Je kleiner der Fussabdruck, desto umweltfreundlicher ist die Unterkunft. Ökobilanzen von ganzen Reisen sind jedoch unsinnig.

Denn bei der Berechnung werden die Grundregeln zum Erstellen aussagekräftiger Ökobilanzen verletzt. Hierzu gehören eine klare Eingrenzung dessen, was geprüft wird, und der Grundsatz, dass Gleiches mit Gleichem verglichen werden sollte. Beim Vergleich etwa einer Kreuzfahrt mit einer Flugreise in die Karibik werden diese Grenzen überstrapaziert. Im Gegensatz zur Flugreise ist beispielsweise bei der Kreuzfahrt die Unterkunft schon dabei.

Eine Kreuzfahrt kann für die Umwelt sehr unterschiedliche Belastungen aufweisen, je nachdem welches Schiffsmodell zum Einsatz kommt, was den Gästen auf dem Schiff geboten wird, was mit Wasser und Abfall geschieht, wie oft das Schiff anlegt usw. Vollends unsinnig werden Ökobilanzvergleiche bei ganzen Ferienpaketen. Da wird die Ökobilanz zu einem Mischwert von Hunderten von Durchschnittswerten, womit jegliche Aussagekraft und Glaubwürdigkeit verloren geht.

Während also Transportenergiebilanzen und Fussabdrücke gute Entscheidungshilfen bei der Wahl des Transportmittels und der Unterkunft bieten, muss, wer fair unterwegs sein will, immer noch genauer nachfragen. Was sind die Kosten und was ist der Nutzen für die lokale Bevölkerung? Wo wurden für touristische Infrastruktur natürliche Ressourcen unwiederbringlich zerstört? Sind die Ernährungssicherheit und die Wasserversorgung der lokalen Bevölkerung gewährleistet?

Kein Tourismuszweig wächst seit Jahren so konstant wie die Kreuzfahrtbranche. Laut Naturschutzbund Deutschland besteht die globale Kreuzfahrtschiffflotte aus etwa Schiffen. Bis sollen weitere 35 hinzukommen. Besonders grosse Kreuzfahrtdampfer wie z. Die Schiffe sind bestens ausgerüstet mit Wellness-, Schwimm- und Sportbereichen, zahlreichen Restaurants und Unterhaltungsstätten wie Kino, Theater, Ball- und Kasinosälen, Eislauf- und Golfplätzen, Fahrstühlen, Klimaanlagen sowie der dazu notwendigen Energieversorgung.

Für die Umwelt ist der Kreuzfahrttourismus aus verschiedenen Gründen problematisch. So ist der CO2-Fussabdruck d. Als "Kleinstädte" verursachen Kreuzfahrtschiffe riesige Mengen an Schadstoffen. Ein grosser Teil davon wird im Ozean entsorgt oder in die Luft geblasen, mit verheerenden Folgen für die marinen Ökosysteme und die Gesundheit unserer Ozeane. Rund siebzig Prozent aller Beschäftigten auf Kreuzfahrtschiffen arbeiten im schlecht bezahlten Hotel- und Restaurantbereich.

Debby und Diane waren früher meine Schulfreundinnen, aber sie waren schon vor langer Zeit gestorben, in einem Alter von elf und sechs Jahren. Als sie noch lebten, waren sie beide minderbegabt und blind. Hier aber sahen sie strahlend, schön, gesund und vital aus. Sie waren offenbar keine Kinder mehr, sondern standen in der Blüte ihres Lebens. Sie war zwei Jahre vor diesem Unfall von uns gegangen. Meine Oma, die ein wenig abseits stand, streckte die Arme aus, um mich zu umarmen … Und dann wurde ich zurückgeschickt und kehrte in meinen Körper zurück.

Der Schmerz war unerträglich und brutal. Es war wie eine Heimkehr nach einer langen, anstrengenden Reise. Es war ein Zustand, der bei mir vollkommene Ruhe auslöste, eine Ruhe, die ich lange nicht mehr empfunden hatte. Für mich war das der Höhepunkt der Erfahrung. Ich durfte das Tor passieren oder in meinen leblosen Körper zurückkehren, den ich plötzlich auch wieder unter mir spürte.

Ich hatte das Gefühl, der Weg durch die Pforte würde meinen endgültigen körperlichen Tod bedeuten. Nahtoderfahrung Bericht 2 Ein Arzt berichtet von folgendem Fall: Passanten hatten ihn etwa eine Stunde zuvor in einem Park gefunden und bisher lediglich mit Herzmassage begonnen. Nach seiner Ankunft im Krankenhaus wird er mit Beutel und Maske beatmet, erhält Herzmassage und wird defibrilliert.

Als ich die Beatmung übernehme und den Patienten intubieren will, fällt mir auf, dass er noch ein künstliches Gebiss trägt. Vor der Intubation entferne ich den oberen Teil der Prothese und lege sie auf den Instrumentenwagen.

Nach etwa anderthalb Stunden hat der Patient zwar wieder einen ausreichend stabilen Herzrhythmus und Blutdruck, er wird aber noch beatmet, ist noch intubiert und noch immer komatös. In diesem Zustand wird er zur weiteren Beatmung auf die Intensivstation gebracht. Erst eine Woche später, bei der Medikamentenausgabe, begegne ich dem Patienten, der gerade wieder auf die Kardiologie verlegt wurde, wieder.

Als er mich sieht, sagt er: Er hatte so eine ausziehbare Schublade und in die haben Sie meine Zähne gelegt. Weitere Nachfragen ergaben, dass er damals selbst sehen konnte, wie er im Bett lag und dass er von oben auf die Pflegekräfte und Ärzte herabsah, die ihn mit aller Kraft zu reanimieren versuchten. Er konnte auch den kleinen Raum, in dem er wiederbelebt wurde, und das Aussehen der Anwesenden korrekt und genau beschreiben.

Er schilderte mir, wie er uns verzweifelt und erfolglos zu signalisieren versuchte, dass er noch lebe und wir ihn weiter reanimieren sollten. Er war tief bewegt von dem, was er damals erlebt hatte, und sagte, dass er sich heute nicht mehr vor dem Tod fürchte. Nahtoderfahrung Bericht 3 Schilderung des Psychologen C.

Dies ist sehr bemerkenswert, da sein Bericht genau mit dem übereinstimmt, was dank der Bilder aus dem Weltraum erst seit vierzig Jahren bekannt ist. Weit unter mir sah ich die Weltkugel in herrlich blaues Licht getaucht.

Ich sah das tiefblaue Meer und die Kontinente. Mein Blickfeld umfasste nicht die ganze Erde, aber ihre Kugelgestalt war deutlich erkennbar, und ihre Kontinente schimmerten silbern durch das wunderbare blaue Licht. An manchen Stellen schien die Erdkugel farbig oder dunkelgrün gefleckt wie oxidiertes Silber. Links lag in der Ferne eine weite Ausdehnung — die rotgelbe Wüste Arabiens. Es war, wie wenn dort das Silber der Erde eine rotgelbe Tönung angenommen hätte.

Dann kam das Rote Meer, und ganz weit hinten, gleichsam links oben, konnte ich gerade noch einen Zipfel des Mittelmeers erblicken. Mein Blick war vor allem dorthin gerichtet.

Alles andere erschien nur undeutlich. Zwar sah ich auch die Schneeberge des Himalayas, aber dort war es dunstig oder wolkig. Nach rechts blickte ich nicht. Ich wusste, dass ich im Begriff war, von der Erde wegzugehen.

Später habe ich mich erkundigt, wie hoch im Raume man sich befinden müsse, um einen Blick von solcher Weite zu haben. Es sind etwa km!

Der Anblick der Erde aus dieser Höhe war das Herrlichste und Zauberhafteste, was ich je erlebt hatte. Nahtoderfahrung Bericht 4 Bericht über eine tief komatöse Frau, bei der die Beatmungsgeräte abgeschaltet werden sollten, nachdem der behandelnde Neurologe sie für hirntot erklärt hatte. Es war keine messbare Hirnaktivität mehr vorhanden. Ihr Mann hatte noch Hoffnung, dass sich ihr Zustand bessern würde, daher blieb sie an den Geräten angeschlossen. Trotz der düsteren Prognose erwachte die Frau nach einigen Monaten aus dem Koma.

Da trat zu Tage, dass sie fast die ganze Zeit ihres Komas alles wie gewohnt gehört hatte, auch das Gespräch zwischen dem Arzt und ihrem Mann über die passive Sterbehilfe! Sie erzählte, wie schrecklich das gewesen sei. Während sie herausschreien wollte, dass sie noch da ist, dass sie leben möchte, dass sie bei ihrem Mann und ihren Kindern sein möchte, wurde über ihr mögliches Sterben gesprochen.

Durch das Dach hindurch. Alles wurde immer kleiner und das Tempo nahm erheblich zu. Um mich herum war alles dunkel, bis auf ein paar Sterne, die auf mich herabsausten, und ich sah, dass sie unterschiedliche Farben hatten. Mir blieb keine Zeit, etwas wahrzunehmen, dazu ging alles zu schnell. Ich bemerkte nun, dass ich nicht allein war, denn ein Strom durchscheinender Wesen nahm denselben Weg wie ich, während sich ein anderer Strom in die Gegenrichtung bewegte.

Als ich später über Reinkarnation nachdachte, kam mir die Idee, das könnte wohl dieser Strom gewesen sein. Als ich durch die Öffnung hindurch war, begann sich alles zu verändern. Ich war so aufgewühlt, dass ich es nicht in Worte fassen kann. Mich überkam ein Gefühl des Friedens, das ich auf Erden nie empfunden hatte … Ein volllommen überwältigendes Gefühl der Liebe, nicht der irdischen Liebe, mit der ich ebenfalls vertraut war, sondern einer Liebe, die ich nicht beschreiben kann.

Ich sah über mir ein helles Licht, und auf dem Weg zu ihm hörte ich herrliche Musik und sah Farben, die ich zuvor noch nie gesehen hatte. Doch neben den Gefühlen, die ich eben schilderte, gab es auch das Gefühl, hier in einer völlig anderen Dimension zu sein. Wenn es etwas hier nicht gab, dann war es unser irdischer Zeitbegriff! Ich hatte gleichsam einen erweiterten Blick auf diese andere Dimension. Kurz bevor ich das Licht erreicht hatte, wurde ich von einer Art Hülle, die es abschirmte, zurückgehalten.

Mein biologischer Vater war ein Jude, den man im Zweiten Weltkrieg abtransportiert und umgebracht hatte: Meine Mutter zeigte mir sein Foto. Der unbekannte Mann, den ich etwa zehn Jahre zuvor während meiner Nahtoderfahrung gesehen hatte, war offenbar mein biologischer Vater.

Ich lag fast drei Wochen im Koma. Er sagte zu mir, ich dürfe nicht weitergehen. Ich müsse zurückgehen, denn meine Zeit sei noch nicht gekommen … Als ich wieder bei Bewusstsein war und meinen Eltern die Geschichte erzählte, sagten sie mir, dass Herr van der G.

Ich konnte gar nicht wissen, dass er tot war. Ich fürchtete mich nicht und hatte keine Schmerzen. Es war ein Ort, an dem ich mich zu Hause fühlte … Ich sah ein Mädchen von etwa zehn Jahren und ich bemerkte, dass sie mich erkannte.

Wir umarmten uns und sie sagte zu mir: Ich bin einen Monat nach meiner Geburt gestorben. Unsere Eltern nannten mich einfach Rietje. Sofort war ich wieder in meinem Körper. Ich öffnete die Augen und blickte in die glücklichen und erleichterten Gesichter meiner Eltern.

Meine Eltern erschraken so sehr, dass sie regelrecht in Panik gerieten. Nach einiger Zeit kehrten sie endlich wieder zurück. Sie war ungefähr ein Jahr vor meiner Geburt an einer Vergiftung gestorben.

Meine Eltern hatten damals beschlossen, mir und meinem Bruder erst dann davon zu erzählen, wenn wir in der Lage wären zu verstehen, was Tod und Leben bedeuteten. Nahtoderfahrung Bericht 10 Bericht eines Jungen, der von Geburt an taub ist und im Alter von zehn Jahren beinahe ertrank: Selbst mir mit meinen zehn Jahren musste das niemand erklären.

Mir war einfach klar, dass ich nie wieder zurückkehren könnte, wenn ich diese Grenze überschritt. Aber einige meiner Vorfahren standen auf der anderen Seite und zogen meine Aufmerksamkeit auf sich, denn sie redeten in einer Art Telepathie miteinander. Ich bin von Geburt an völlig taub. Alle meine Angehörigen können ganz normal hören und verständigen sich mit mir immer in Gebärdensprache. Und nun konnte ich auf einmal mit zwanzig meiner Vorfahren durch eine Art Telepathie direkt kommunizieren.

Eine sogenannte empathische Nahtoderfahrung ist eine Erfahrung, die auf Einfühlungsvermögen beruht. Sie wird nicht durch eigene körperliche oder psychische Probleme ausgelöst, sondern durch starke Emotionen, die jemand empfindet, wenn ein geliebter Mensch stirbt. Ihr Sohn, der gerade sieben Jahre alt geworden war, erlitt eine dramatische Kopfverletzung.

Sein Gehirn quoll fast aus seinem Schädel, der aussah wie eine kaputte Wassermelone. Er brauchte fünf Tage für seinen Übergang. Er war das älteste von neun Enkelkindern in seiner Familie. Ungefähr sechzig Angehörige hatten sich um sein Krankenhausbett versammelt, und ich war nur der Freund seiner Mutter, der irgendwo hinten am Fenster stand.

Dabei muss man sich ganz klar vor Augen halten, dass sie schon fünf Tage zuvor gestorben war. Und dann kam es zu dieser unglaublich schönen Wiederbegegnung.

Irgendwann reichte sie mir die Hand und bezog mich in ihre Umarmung mit ein. Es war unbeschreiblich und ekstatisch. Aber in diesem Moment, in dem ich Anne und ihren Sohn auf ihrem Weg zum Licht begleitete, war ich vollkommen bei Bewusstsein und zugleich war ich auch ganz bewusst in dem Raum, in dem die ganze Familie entsetzlich traurig darüber war, dass ihr kleiner Neffe und Enkelsohn gerade gestorben war.

Ich begleitete die beiden. Gemeinsam gingen wir auf das Licht zu, doch irgendwann wusste ich, dass ich zurückkehren musste. Ich fiel einfach in meinen Körper zurück. Es war eine derart überwältigende Erfahrung, ich glühte förmlich vor Glück und bemerkte plötzlich, dass ich mit einem strahlenden Lächeln in diesem Raum zwischen all diesen Menschen stand, die gerade ein geliebtes Kind verloren hatten.

Um zwischen all den trauernden und weinenden Menschen nicht pietätlos zu wirken, bedeckte ich hastig mein Gesicht mit den Händen. Ich habe über diese Erfahrung geschwiegen. Damals schien es mir völlig unangebracht, darüber zu reden, und es war mir auch nicht möglich, weil mir für das, was passiert war, die Worte fehlten.

Bis zu diesem Augenblick dachte ich immer, ich wüsste, wie es in der Welt zugeht. Aber mein Weltbild hat sich mit einem Mal radikal gewandelt.

Wir haben häufig auch andere Gemeinden besucht, um sie zu unterstützen. Sie liegen am Ufer des Baikals entlang, so dass es sehr schwer war, diese Gemeinden im Sommer zu besuchen.

Man konnte es entweder mit einem Hubschrauber oder mit einem Schnellboot versuchen, im Winter aber, wenn das Wasser des Baikals gefroren war, konnte man auf dem Baikalsee hindurch fahren. Januar haben wir geplant, drei Stellen am westlichen Ufer des Baikals zu besuchen.

Das waren Turka, Ust-Bargusin und Bargusin. Mit mir waren noch zwei andere Gottesdiener, einer aus Ulan-Ude und der andere aus Badajbo Irkutksgebiet unterwegs. Januar, das war ein Donnerstag, habe ich mich von meiner Familie verabschiedet wir hatten damals nur zwei Kinder und erwarteten ein Drittes.

Der Verkehrsweg ging durch die Taiga hindurch. Ich hatte viele Pläne bezüglich meines ganzen Lebens. Ich habe nie über den Tod nachgedacht. Am Freitagmittag waren wir schon in Ust-Bargusine.

Wir sind die ganze Nacht gefahren, damit wir am Sonntagmorgen am Gottesdienst bei uns zu Hause teilnehmen könnten. Ich war am Steuer. Wir haben uns von Bargusin Kilometer entfernt und es schneite sehr stark, die Schneeflocken fielen sanft auf die Erde und die Schneedecke war sehr dicht, was natürlich ein Hindernis für das Autofahren darstellte.

Es blieb nur 20 Kilometer bis Ust-Bargusine, wir waren nicht weit entfernt von Baikal, wir m ussten abwärts fahren. Durch den Schneevorhang habe ich zwei Lkws gesehen, die in eine entgegengesetzte Richtung fuhren.

Ich habe daran gedacht, dass nach dem ersten Lkw auch ein zweiter fuhr. Der Schnee gelangte ins Autoinnnere und ich wusste, die Windschutzscheibe ist rausgestossen worden. Später haben wir erfahren, dass der Fahrer des zweiten Lkw betrunken am Streuer war.

Erstens hat er keinen Sicherheitsabstand zu dem ersten Lkw gehalten und zweitens fuhr er mitten auf der Fahrbahn. Das Führerhaus des Lkws ist auf dem Führerhaus meines Pkws gelandet, dabei wurde das Dach meines Pkws völlig abgerissen.

Unser Auto wurde praktisch zusammengeklappt. Ich habe mich in einem Schockzustand befunden, dabei konnte ich nichts verstehen und ich habe keine Schmerzen gespürt. Meine erste Reaktion war: Er ist aus dem Auto herausgesprungen. Ich habe dabei gedacht, wenn er springen kann, dann lebt er also.

Viktor hat die hintere Autotür geöffnet und Sergej aus dem Auto gezogen. Ich habe ebenfalls versucht, aus dem Auto herauszugehen und als ich mich plötzlich bewegt habe, habe ich bemerkt, dass mein linkes Bein hängt, es war im Hüftenbereich gebrochen. Ich habe eingesehen, allein aus dem Auto herauszukommen schaffe ich nicht. Ich war bei meinem Bewusstsein, aber trotzdem kann ich mich nicht mehr daran erinnern.

Nachdem ich aus dem Auto herausgezogen wurde, wurde ich auf einen Pelzmantel gelegt und zugedeckt. Die Situation war die folgende: In der Taiga ist es so, dass das nächste Auto erst am nächsten Tag vorbeifahren könnte. Meine Brüder haben gekniet und haben angefangen zu beten, damit unser Herr Jesus Christus es so geschehen lässt, dass das nächste Auto so schnell wie möglich vorbeifährt.

Wir müssten zurück nach Ust-Bargusin. In dem Lkw gab es noch zwei Plätze. Wir sind in ein Krankenhaus gefahren. Sergej blieb am Ort.

Unterwegs hat mein Schockzustand nachgelassen und ich habe bemerkt, dass ich keine Luft mehr kriege. Links am Körper hatte ich starke Schmerzen und ich habe mir gedacht, dass meine Rippen wohl gebrochen sind und meine Lunge praktisch durchstochen wurde.

Ich habe Viktor gebetet, für mich zu beten, damit ich noch beim Bewusstsein bleibe. Als ich ins Krankenhaus gebracht wurde es war ungefähr halb sechs abends , gab es keine Ärzte, nur Krankenschwestern. Ich wurde in ein Vorderzimmer hineingetragen und auf ein Rollbrett gelegt, aber die Krankenschwestern hatten Angst, an mir etwas zu machen, bevor der Chirurg nicht eingetreten war.

Als ich allmählich mein Bewusstsein zu verlieren drohte, habe ich ein Klopfen der Tür gehört. Der Arzt rannte in das Vorderzimmer hinein, hat sich sehr nah zu meinem Körper niedergebeugt und öffnete meine Augen, damit er meine Pupillen sehen konnte, ob ich also noch lebe. Der Arzt hat geschrieen, dass ich sofort in ein Operationszimmer hingebracht werden muss. Dann verlor ich mein Bewusstsein.

Das Nächste, was ich erzählen werde, bezieht sich auf die Zeugnisse der Ärzte oder auf meinen Krankenschein. Als ich in das Operationszimmer weitergeleitet wurde, hatten sich die Ärzte nicht um meine gebrochene Hüfte gekümmert, sondern es ging nur um mein Körperinneres.

Mein Körper wurde aufgeschnitten und die Ärzte wurden schockiert. Die Tatsache, dass ich vom Armaturenbrett und Steuer zum Karoserieboden gepresst wurde, hat dazu geführt, dass meine innere Organe sehr stark beschädigt wurden, meine Milz wurde gerissen, meine Diafragme und meine Lunge und alle andere Innereien lagen im Herzbereich, deswegen hatte ich innere Blutungen.

Dann haben die Ärzte festgestellt, dass ich schon 3 Liter meines Blutes verloren habe. Zu deren eigenen Entsetzen haben die Ärzte feststellen müssen, dass sie im Krankenhaus zurzeit keine Blutkonserven vorrätig haben. Der Arzt hat die Krankenschwester nach einem möglichen Blutspender geschickt, sie ist von Haus zu Haus gerannt, um eben einen Bereitwilligen zu finden, der Blut spenden könnte.

Die Ärzte haben meine Innereien aus meinem Körper herausgenommen und wussten nicht, mit welchem Organ sie anfangen sollen, alle Organe haben sich verblutet. Sie haben angefangen, Blut aus meinem Körper einfach herauszuschöpfen.

Sie haben versucht, dieses Blut zu reinigen und wieder direkt in die Vene einzuführen. Es wurde aber nicht termisch gereinigt. Dieser Vorgang war sehr gefährlich. Während die Ärzte sich mit diesem Vorgang beschäftigt haben, hat mein Herz aufgehört, weiter zu schlagen. Sie wussten, ich war tot. Jetzt werde ich über den Moment berichten, wo mein Herz aufgehört hat zu schlagen. Als mein Herz aufgehört hat zu schlagen, habe ich gespürt, dass ich mich von meinem Körper entfernt habe und angefangen habe, mich nach oben zu bewegen.

Ich habe mich durch die Decke hindurch bewegt, die Decke stellte kein reales Hindernis für mich dar. Ebenfalls das Dach des Krankenhauses stellte kein Hindernis dar. Im ersten Moment habe ich meinen eigenen Körper erblickt. Ich fühle mich hier so wohl und ich möchte nicht zurückkehren.

Ich habe hier keine Schmerzen. Während ich meinen Körper angesehen habe, habe ich einen Gesang gehört. Diesen Gesang kann ich nicht beschreiben. Der Gesang kam von allen Seiten. Ich habe mich umgesehen, um feststellen zu können, woher der Gesang kommt. Der Gesang kam aber von anderen Seiten, diese Menschen haben ebenfalls gesungen. Sie kamen mir näher und näher. Von dieser Gruppe hat sich ein junges Mädchen getrennt und mich an die Hand genommen.

Sie hat mich mit meinem Namen angesprochen. Sie sagte zu mir: Und plötzlich konnte ich mich an sie wieder erinnern. Das war ein Mädchen von unserer Gemeinde, die vor zwei Monaten vor meinem Verkehrsunfall gestorben war. Sie war 17 Jahre alt. Dann sind diese Menschen verschwunden und wir waren oberhalb unserer Stadt, obwohl mein Verkehrsunfallort Kilometer von meiner Stadt entfernt war.

Wir haben an dem Haus angehalten, wo dieses Mädchen vorher gelebt hat. Das ist ein neunstockiges Haus. Im 7-ten Stockwerk wohnen ihre Eltern bis zum heutigen Tag. Ich habe an dem Dach des Hauses angehalten und sah alles, was in der Wohnung passierte. Als ich dann später aus dem Krankenhaus entlassen wurde, das war 12 Uhr Mittag, war mein Haus am Abend voll mit den Brüdern und Schwestern aus unserer Gemeinde, jedem war es interessant zu erfahren, was ich wohl erlebt habe, als ich tot war.

Ich habe sie gefragt: Mit den ersten Worten, mit denen ich meine detaillierte Beschreibung angefangen habe, wurde sie blass, sie zitterte. Sie hat mich gefragt: Als sie mir alles bestätigt hat, wusste ich mit Sicherheit, es war kein Traum, das war die Realität. In dem Moment, wo ich noch die weinende Natalie angesehen habe, hörte ich eine Stimme. Eine Stimme, die das Weltall durchdrungen hat.

Es war klar und verständlich, dass jetzt Gott spricht. Von dieser Stimme konnte man sich nirgendwo verstecken, nicht im Himmel und nicht auf Erden. Es klang ähnlich wie ein Donnern, irgendwie streng andererseits konnte man aber Liebe Macht spüren. Er Hat angefangen, mit mir zu reden, Er hat mir Fragen gestellt. Die erste Frage war: Ich bin in Verwirrung geraten. Es gab noch eine zweite Frage: Ich habe einfach geschwiegen. Die dritte Frage lautete: Ich habe nichts geantwortet.

Ich konnte keine Antwort finden. Dieser Weg hob sich über meine Stadt, lief der Stadt entlang, bog sich nach links ab und verschwand hinter dem Horizont. Und wieder eine Frage: Natürlich kenne ich diesen Weg, dieser Weg führt in die Hölle. Als ich diesen Weg angeguckt habe, sah ich, dass er voll war mit den Menschen, und so voll, dass wenn einer ebenfalls diesen Weg nehmen würde, müsste er sich mit den Ellenbogen durchkämpfen.

Und Er redete weiter: Ich habe diese Seite angeguckt und sah einen anderen Weg, der ebenfalls von meiner Stadt ausging. Der Weg erhob sich von der Stadt, lief aber nicht der Stadt entlang, sondern lief nach oben, bog nach rechts ab und verschwand nicht hinter dem Horizont, sondern hinter den Wolken. Und wieder die Frage: Jetzt habe ich diesen zweiten Weg angeguckt.

Ich habe nicht nachgezählt, aber wenn ich zählen würde, würde ich es schaffen. Es war ein gewaltiger Unterschied, wie viele Menschen auf dem breiten Weg waren und wie viele auf dem schmalen. Ich werde deinen Termin hinausschieben. Aber du musst wissen, dass die Zeit kurz bemessen ist, so dass du dir das gar nicht vorstellen kannst.

Und als Er diese Worte sprach, war ich wieder in meinem Körper. Ich habe meine Augen aufgemacht, es war dunkel, weil ich mit einem Stoff bedeckt war. Ich konnte nichts verstehen. Stellen Sie sich vor, es sind 5 Stunden vergangen, die Zeit, wo ich tot war. Die Mediziner sagen, dass das menschliche Gehirn nach Minuten wegen des Sauerstoffmangels abstirbt, danach sterben also die Gehirnzellen ab.

Und plötzlich hat jemand den Stoff von meinem Kopf beiseite getan. Das war der Chirurg. Als er mich mit den geöffneten Augen sah, rannte er weg, vor Angst. In paar Minuten kamen die Krankenschwestern rein, haben mich auf ein Rollbrett gelegt und haben mich wieder in das Operationszimmer gebracht.

Sie haben mit ein Narkosemittel in den linken Arm eingespritzt und ich sah, wie sie kleine Klammern entfernt haben. Ich musste erneut aufgeschnitten werden, da musste alles in Ordnung gebracht werden. Das war das Letzte, was ich sah. Wegen der Narkose bin ich eingeschlafen. Zu diesem Moment wurde eine Blutspenderin gefunden. Die Frau wurde neben mir gelegt, damit die Direktinfusion stattfinden konnte. Die Ärzte waren gezwungen, meinen Magen zu entfernen; mein Darm, Omentum, Milz mussten ebenfalls entfernt werden.

Die Diafragme musste genäht werden. Ein linker Teil meiner Lunge musste ebenfalls entfernt werden, weil sie teilweise zerrissen wurde. Und als die Ärzte dies alles getan haben, musste ich in einem Reanimationszimmer liegen.

Als ich nach meinem Tod zu mir kam, war es 2 Uhr nachts am Ich sage immer, das ist mein dritter Geburtstag, mein erster Geburtstag ist an dem Tage, an dem meine Mutter mich zur Welt brachte, mein zweiter Geburtstag war an dem Tag, an dem ich mich zu Gott bekehrt habe und mein dritter Geburtstag ist an dem Tag, an dem mein Herr mich wieder belebt hat.

Im Zimmer auf der Intensivstation wurde ich wach, es war morgens. Der Arzt hat meiner Frau gesagt, dass wir uns trotzdem verabschieden müssten, weil bei mir zu viele Organe entfernt wurden wären, so dass ich gar nicht überleben könne.

Als meine Frau mich sah, war sie schockiert, ich war mit Schläuchen und verschiedenen Kathetern überseht. Ein Apparat atmete für mich, weil meine Lunge nicht funktionierte. Dieser Kampf um mein Leben dauerte 2 Wochen. Die Ärzte haben behauptet, dass ich nicht überleben werde, aber ich wusste, dass ich leben werde, weil mein Herr mir meinen Termin hinausgeschoben hat. Und nur der Herr entscheidet über den letzten Zeitpunkt und nicht die Ärzte.

Nur der Herr ist der Schöpfer des Lebens. Niemand glaubte, dass ich selbständig laufen werde, dass ich leben werde und dass ich weiter meinen Dienst vor Gott führen werde. Im Jahre sind wir nach Deutschland eingereist. Ich habe mein Krankheitsheft mitgebracht, welches in die deutsche Sprache übersetzt werden musste.

Der Dolmetscher musste eine medizinische Qualifikation aufweisen können. Meine Cousine fand einen solch qualifizierten Dolmetscher. Ich habe ihm meine Unterlagen per Post geschickt. Nach 2 Tagen rief mich dieser Dolmetscher an und fragte: Ich habe ihm gesagt, dass das meine Unterlagen sind. Mehr als ein Jahr musste ich von den Ärzten untersucht werden, damit sie glauben könnten, dass das tatsächlich meine Unterlagen sind, aber sie glaubten nicht.

Im August hat die letzte Untersuchung hier in Bochum stattgefunden, und der Arzt hat gesagt: Allerdings kann ich nicht erklären, wie Sie weiterleben.

Wenn einige Organe fehlen, ist es noch möglich, weiterzuleben, aber wenn die Organe im Komplex fehlen, ist es nicht real, dass solche Menschen überleben können, Sie aber bewegen sich und arbeiten! Wir müssen Ihnen eine Behinderung anerkennen, aber wir wissen nicht welche. Das hat mein Herr gemacht. Ich lebe bis zum heutigen Tag. Es gibt Himmel und Hölle, das ist Realität, ob wir das wollen oder nicht, der Himmel und die Hölle existieren.

Unabhängig davon, wo ich dieses Zeugnis von mir berichte, stelle ich immer ein und dieselbe Frage: Sie haben heute eine Chance, von dem breiten Weg auf den schmalen Weg der Erlösung umzusteigen. Eine Langversion des Berichtes findet man auf der Webseite ianmccormack. Helle Blitze zuckten über den Himmel und erleuchteten die schwarzen Sturmwolken, die sich drohend am Horizont über dem Meer auftürmten.

Er zuckte die Achseln. Das Naturschauspiel war unglaublich schön. Wir hielten Kurs auf die Seite zum offenen Meer hin, wo das Riff steil abfällt. Der Bootsführer blieb an Bord.

Wir wollten zusammenbleiben, doch ohne es zu merken, schwammen Simon und ich in verschiedene Richtungen. Mit der Hand, an der ich einen Schutzhandschuh trug, griff ich nach einem vermeintlichen Tintenfisch, doch dieses Etwas rutschte mir einfach durch die Finger. Es war wirklich sehr seltsam — so etwas hatte ich noch nie zuvor gesehen! Plötzlich fühlte ich mich wie von einem heftigen Schlag betäubt.

Ich schaute meinen Arm an und erwartete, Blutspuren zu sehen; doch alles schien normal zu sein, bis auf dieses spürbare, langsame Pochen. Ich dachte, ich könne noch ein paar Langusten einfangen, bevor ich zum Boot zurückkehrte. Obgleich mir noch zwei seltsam aussehende Quallen auffielen, die gemächlich in meine Richtung trieben, beachtete ich diese nicht sonderlich.

Da geschah es wieder. Es wurde schwierig, die Umrisse des Bootes finden. Während ich knapp an der Wasseroberfläche tauchte und mich in Richtung Riff hielt, richtete ich den Strahl meiner Lampe nach unten und sah zu meinem Entsetzen eine riesige Menge von Quallen.

Es schienen Tausende zu sein. Ich empfand es als Ewigkeit, bis ich das Riff erreichte und wenig später Simon fand.

Nach Anweisung von Simon stieg ich aus dem Wasser, wobei ich mit einer weiteren Qualle konfrontiert wurde. Simon kam zu mir herüber und wunderte sich, wie um alles in der Welt ich so gesprenkelt aussehen konnte. Als er meinen Arm anschaute, kamen ihm fast die Augen heraus. Ich hielt vier Finger hoch.

Er war jetzt wirklich von panischer Angst gepackt, genau wie ich. Auf dem Weg dorthin wurde ich noch einmal getroffen. Meine Begleiter hatten da nichts zu befürchten, weil sie Neopremanzüge mit langen Hosen und Ärmeln hatten. Meine waren nur kurz. Er rief etwas, das sich anhörte, als ob er seinen Bruder holen wolle, der am Riff stünde.

Das Gift fing an zu wirken. Während ich diese vernichtende Schläfrigkeit ab schüttelte, versetzte mir die Realität einen Schlag. Wenn ich es nicht bis zum Krankenhaus schaffte und kein Gegengift bekäme, würde ich sterben. Nach ungefähr Metern schöpfte ich eine leise Hoffnung, als ich vor einem Restaurant auf eine Gruppe indischer Taxifahrer traf. Ich ging auf die Knie, streckte die Hände aus und bettelte: Bitte fahren Sie mich hin, ich sterbe sonst. Doch der jüngere Mann hatte irgendwie Mitleid und kam herüber, um mir zu helfen.

Er hob mich in seinen Wagen und fuhr los. Ich dachte über die grausame Welt nach, in der ich lebte. Bist du betrunken, oder was? Die anderen wandten sich einfach ihren Drinks zu. Ich bat sie und auch den chinesischen Hotelier, mich ins Krankenhaus zu bringen, doch alle weigerten sich und sagten, ich müsse auf den Krankenwagen warten. Als die Ambulanz ankam, war mein Körper vollständig gelähmt. Auf dem Weg ins Krankenhaus zog mein Leben an mir vorbei.

Wie in einer Vision sah ich meine Mutter, damals, als ich noch ein kleiner Junge war. Ich hatte einen Kollaps erlitten. Die Ärzte versuchten, mit Gegengift- und Dextrose-Injektionen mein Leben zu retten, doch anscheinend vergeblich. Innerhalb von nur wenigen Minuten war ich ihnen entglitten ungefähr 15 Minuten lang war kein Lebenszeichen festzustellen. Während dieser Zeit befand ich mich an einem sehr finsteren Ort. Da ich nicht feststellen konnte, wo ich war, suchte ich nach einem Lichtschalter.

Als ich meine Hand ausstreckte, konnte ich aber nichts fühlen. Meine Hände schienen sogar durch meinen eigenen Körper hindurchzugreifen. Ein kaltes Gruseln überkam mich. Allmählich hörte ich aus der Dunkelheit männliche Stimmen, die mich anschrieen: Dann kam ein glänzender Lichtstrahl und begann, mich sofort nach oben zu ziehen.

Ich fühlte mich davon angezogen und wie ein Stäubchen in einem Sonnenstrahl nach oben getragen. Von unglaublichem Licht durch einen dunklen Tunnel angezogen.

Ich ging durch eine Öffnung und fand mich in einem langen, engen Gang wieder. Am anderen Ende dieses Tunnels konnte ich die Lichtquelle entdecken. Sie schien mich mit unglaublicher Geschwindigkeit zu sich zu ziehen. Während ich beobachtete, wurde ich von einer Welle von Licht eingehüllt, die mich mit Wärme und Behaglichkeit füllte. Es war überwältigend als ob eine lebendige Emotion abgestrahlt würde.

Die nächste Welle war Liebe, gefolgt von einer weiteren, die pure Freude war. Als ich aus dem Tunnel kam, stand ich in der Gegenwart von herrlichem Licht und von Kraft. Ich dachte, ob wohl jemand in diesem Licht sei, und sofort antwortete eine Stimme: Ich fühlte mich ihm ausgesetzt und wollte wieder zurück in die Finsternis, wohin ich gehörte. Als ich rückwärts gehen wollte, durchflutete mich eine Welle von Licht — es war eine unbeschreibliche Liebe.

Ich kam näher und sah etwas so Herrliches, wie noch nie zuvor, in diesem Licht war ein Mann, der mit niemandem zu vergleichen war. Ich wollte ihm ins Gesicht schauen, und das Licht schien sich um das Siebenfache zu intensivieren. Beim Näherkommen fluteten Wellen von Liebe in meine Richtung.

Gerade, als ich eintreten und alles erkunden wollte, kam die Frage: Während ich in Richtung Tunnel schaute, sah ich in einer Vision meine ganze Familie und tausende und abertausende anderer Menschen. Als Antwort auf meine Frage, wie es denn möglich wäre, zurückzukehren, kam: Unverzüglich war ich wieder in meinem Körper, der auf dem Krankenhausbett lag. Ich dagegen versuchte mich mit dem auseinanderzusetzen, was ich gerade gesehen hatte — hatte ich gerade Gott gesehen?

Während ich wieder und wieder darüber nachgrübelte, hörte ich eine Stimme:. Kraft kehrte wieder zurück in meinen Nacken, ich öffnete das linke Auge und sah eine Reihe von Krankenschwestern und Pflegern im Eingang stehen; sie blickten derart verdutzt drein, als ob gerade einer von den Toten auferstanden wäre. Als mein Blick ihre Augen traf, sprangen sie ganz erschrocken zurück. Ich war 15 Minuten tot. Jetzt betete ich zu Gott, mich zu heilen. Er wirkte ein Wunder, ich konnte am nächsten Tag aus dem Krankenhaus hinausmarschieren.

Während der nächsten sechs Wochen las ich die Bibel von vorn bis hinten. Mein Leben hat sich radikal verändert und ist nie mehr so geworden wie vor dem Tag, als mir Jesus Christus seine Herrlichkeit zeigte. Die meisten Surfer wissen darüber Bescheid. Seine Begegnung mit Gott veränderte sein Leben in allen Bereichen.

Sein Hang zu Alkohol, Drogen, und dem überaus lockeren Lebenswandel verschwand. Nahtoderfahrung Bericht von Carmen Seibt-Ebermann. Carmen Seibt-Ebermann hatte im Jahre einen schweren Reitunfall: Ihr Schädel wurde dabei zu einem grossen Teil zertrümmert. Bei der Not Operation fiel sie dann ins Koma. Die Ärzte meinten, sie werde entweder sterben oder mit bleibenden Hinschäden weiterleben.

Sie überlebte und erzählte ihrer Familie: Ich war im Himmel. Heute kann sie durch die Gnade Gottes wieder laufen und sprechen, ihr Gedächtnis wurde wieder hergestellt. So kann sie uns von ihren Erlebnissen während des Komas erzählen. Zum ersten Mal starb Eliasson nach einem Motorradunfall im Jahr Die zweite Todeserfahrung hatte der Jährige nach einer Operation: Eliasson litt an extremen Schmerzen, sodass er eine Überdosis an Schmerzmitteln zu sich nahm.

Sein Puls sank rapide. Sein Atemsystem setzte zeitweise aus. Auf die Frage, wie es sich anfühlt, zu sterben, antwortete er, dass es so gewesen wäre, als hätte jemand einfach den Aus-Schalter betätigt. Einzig aufgrund der Angaben der Ärzte hätte er gewusst, dass er gerade kurzzeitig gestorben war. Auch nach seinen Todeserfahrungen bleibt der Schwede überzeugter Atheist. Wenn du stirbst, hörst du lediglich auf zu leben.

Nichts, worüber man sich Sorgen machen müsste. Jahrelang konnte sie nur flüssige Nahrung zu sich nehmen und hatte ständig Schmerzen. All das änderte sich schlagartig im Dezember Das schwer kranke Kind stürzte von einem Baum und war stundenlang ohnmächtig. In dieser Zeit will das Mädchen Jesus getroffen haben. Als es erwachte, sei es wie durch ein Wunder geheilt gewesen. Es ist der November , halb fünf morgens, als ein höllischer Schmerz durch die Wirbelsäule des Jährigen Neurochirurgen Eben Alexander zuckt.

Ob ihm der Virusinfekt so zusetzt, den er schon seit einer Woche mit sich herumschleppt? Kaum in der Wanne durchzuckt ihn ein weiterer intensiver Schmerz. Das kann definitiv nicht die Grippe sein. Stunden später ruft seine Frau Hilfe. Ein Krankenwagen bringt den mittlerweile Bewusstlosen ins Hospital, sein Körper gefangen in einem ausgeprägten epileptischen Krampfanfall. Der für das Bewusstsein zuständige Gehirnteil setzte aus. Eben Alexander fällt ins Koma, sein gesamter Neocortex funktioniert nicht mehr.

Sein Zustand ist ernst. Mit einer Wahrscheinlichkeit von über 97 Prozent sollte der Familienvater sterben. Wenn er es schaffte, dann als Pflegefall. Doch Eben Alexander überlebt ohne bleibende Hirnschäden — ein medizinisches Mysterium, sagt der Arzt.

Aber das eigentliche Wunder habe er in der Zeit erlebt, in der er fast tot war, erzählt der Amerikaner. Er sei in eine Welt eingetaucht, die ihm erschreckend real vorgekommen sei. Rasend schnell sei sie über ihren Kopf aus ihrem Körper ausgestiegen.

Sabine Mehne hatte keine Chance dem kräftigen Zug zu entkommen, der sie an einen Ort brachte, wo Zeit und Raum keine Rolle mehr spielten. Im September kam die damals Jährige ins Krankenhaus. Ein knappes halbes Jahr zuvor war sie an einer schweren Grippe erkrankt, von der sie sich nicht erholte. Trotz aller Bemühungen konnten die Ärzte keine Diagnose stellen. Die dreifache Mutter hatte wahnsinnige Schmerzen: Ich glaubte, diese Krankheit habe den Tod im Gepäck.

Während einer Ultraschalluntersuchung am September sei es dann geschehen. Losgelöst von ihrem Körper seien ihre Schmerzen verflogen, sie habe absolute Liebe und Freiheit gespürt — vielleicht sogar den Hauch von etwas Göttlichem, erinnert sich die Familien- und Physiotherapeutin.

Parallel sei eine Art Lebensfilm abgelaufen. Ihr kam diese Erfahrung wie eine Realität vor. Das intensive Nahtoderlebnis sei unglaublich schön gewesen. Es habe ihr durch die schwere Folgezeit geholfen. Fast wäre der kleine Colton Burpo bei einer Notoperation nach einem Blinddarmdurchbruch gestorben.

Nach seiner Genesung erzählt er seinen Eltern von erstaunlichen Begegnungen, die er im Himmel erlebt haben will.

Diese Vorlage hat Hollywood nun verfilmt. Mit vielen Klischees, nach Coltons Visionen: Wie die Krankheit begonnen hatte Es war in einer gewissen Nacht in meinem Dorf. Ich ging mit Freunden aus, um nach Mädchen Ausschau zu halten. Als wir an Ort und Stelle waren, hatte ich ein komisches Gefühl in meinen Beinen. Ich schaffte es noch, nach Hause zu kommen. Bald schwollen beide Beine an und eine wasserartige, stinkende Substanz tropfte heraus. Nach einiger Zeit konnte ich das Haus nicht mehr verlassen.

Ich las sie in meinem Krankenbett. Die unvergessliche Nacht Auf dem Krankenbett lag der Junge, dessen Zukunft einst so hell und vielversprechend ausgesehen hatte. Es war mir klar, dass ich den nächsten Morgen nicht mehr erleben würde. Der Schmerz der Krankheit und die Todesangst terrorisierten mich. Ich ächzte und stöhnte die ganze Zeit. Keine Kraft, um jetzt einige der traditionellen religiösen Gebete aufzusagen, die ich in der Kindheit gelernt hatte oder um einige der Familiengötter um Hilfe zu rufen!

Nein, jetzt, wo sie alle versagt hatten, verlor ich völlig den Glauben an sie. Andere im Dorf schliefen friedlich. Kümmerte sich irgendjemand wirklich um einen Jungen, der in der Nachbarschaft im Sterben lag, obwohl er unbedingt leben wollte? Während ich in dieser Nacht allein mit dieser schwierigen Lage zu kämpfen hatte und kurz vorm letzten Atemzug war, passierte etwas sehr Reales, aber Übernatürliches.

Es war die unvergessliche Nacht!:. Ein Kreuz stand vor mir. Die ganze Szene war voller Liebe und Hingabe. Von dem Kreuz aus sprach er mich an: Es ist der Teufel, der dafür verantwortlich ist, als ein Resultat deiner Sünden. Wenn du an mich glauben kannst, werde ich dir alle deine Sünden vergeben und dich von deiner Krankheit heilen.

Geheilt und begnadigt Weder die Worte eines Redekünstlers, noch die Feder eines brillanten Schreibers können die wunderbaren Werke unseres Gottes gut genug beschreiben. Seine Wege sind unergründlich.

Einem sterbenden Sünder zeigte er seine Gnade in einer solch fantastischen Weise. Ich gebe dir mein Leben und bereue meine Sünden. Jeder Schmerz war verschwunden. Frieden floss in meine Gedanken, so wie ich ihn noch nie erlebt hatte.

Alles war so real. Ich wusste, dass ich gerettet und geheilt war. Ich stand vor dem herrlichen Tor der himmlischen Stadt, aus der Helligkeit und Licht strahlte, und eine Herrlichkeit, die kein Mensch beschreiben kann.

Auf dem Buch stand geschrieben: Der Herr schlug eine neue Seite auf und schrieb darauf meinen Namen mit einer Feder, auf der geschrieben war: Und er sagte zu mir: Er erzählte mir, dass dieses herrliche Königreich für mich bereitet sei, aber dass für mich noch nicht die Zeit sei, hineinzukommen. Christus erzählte mir, dass es unzählige Menschen wie mich gäbe, die zu diesem Königreich gehörten. Ich sah andere leere Seiten in dem Buch und der Herr sagte mir, dass es viele Menschen gäbe, die er durch mich retten möchte.

Ich sah etwas, das aussah wie ein tiefer, riesiger See. Sie klagten, weinten und schimpften. Ich erkannte einige Leute, von denen ich wusste, dass sie auf der Erde gestorben waren. Sie sagten mir, dass ich zurück auf die Erde gehen und die Menschen warnen sollte, so dass sie nie hierher kommen würden. Meine Bekehrung Nach diesem Ereignis bekannte ich all meine Sünden, warf alle Amulette weg, die ich von verschiedenen Zauberdoktoren und Hexern bekommen hatte, beendete meine unmoralische Beziehung mit dem anderen Geschlecht, ging nicht mehr in der Disko tanzen und hörte mit anderen falschen Lebensgewohnheiten auf.

Luis, der in einen Fluss Talfer gefallen war und am Ertrinken war, Maragret, die von Wespen gestochen wurde, in Ohnmacht fiel und Paul, der nach einem Motorradunfall am Operationstisch lag. Luis sah von oben, aus etwa 2 Metern Entfernung, seinen Körper, der im Fluss dahin trieb und er sagte, dass ihm das eigentlich egal war. Er sah sich, hatte aber irgendwie keinen Bezug mehr zu seinem Körper und der Körper interessierte ihn gar nicht mehr.

So wird es bei unserem Tod sein: Diese Aussage machten in ähnlicher Weise alle 3 Personen. Er gelangte dann irgendwie in einen Raum, es schien ihm so als wäre er jetzt bei Gericht in einem leeren Saal: Angeklagter, Verteidiger, Kläger, Staatsanwalt… alles war er selber Anm.

So wird es effektiv nach unserem Tod sein: Er sah sein Leben wie im Film ablaufen, aber rückwärts. Weiter ging es wie durch einen Tunnel, hinein in eine mit viel Licht gekennzeichnete Landschaft. Dann geht es wieder zurück ins Leben. Ein Mann zieht in heraus und rettet ihn. Aber Luis wachte oft nachts auf und klopfte sich an den Kopf um zu sehen, ob er tatsächlich lebt. So tief hat sich das Erlebnis in ihn eingeprägt. Margaret , in Begleitung ihrer Schwester, eines Kollegen und ihres Kindes im Wald von Wespen gestochen, sah sich in einer Mulde liegen, regungslos, ihre Schwester um sie herum die telefonierte, sie konnte nachher genau schildern, wer wo stand und was die anderen machten.

Sie sah in naher Entfernung ihre verstorbene Oma und den kürzlich verstorbenen Mann ihrer Schwester. Sie sah sie aber! Der Mann ihrer Schwester hatte ein rot schwarz gestreiftes Polo Hemd an und das kam ihr eigenartig vor, denn er war normalerweise sehr ordentlich gekleidet. Und als sie dies später zufällig ihrer Schwester erzählte, weinte diese und sagte, dass ihr Mann dieses Polo Hemd in jungen Jahren getragen habe, was eben Margaret nicht wissen konnte.

Das Ereignis hat mich verändert, der Tod hat irgendwie seine Bedrohung verloren, wenn ich dann diese lieben Menschen wieder sehe. Paul schaute auf den Operationstisch nieder und schaute den Ärzten zu dies hat meine Frau als Krankenschwester 2 mal durch Patienten erzählt bekommen und, so wie bei Luis, es interessierte ihn nicht wirklich.

Dann auch bei ihm dieses Tunnelerlebnis: Er ging da hinein und es ging auf und ab, er wollte nach oben, wurde aber von oben nach unten getrieben usw. Dann kommt auch er in eine helle Welt, wie er es ausdrückte, ein Lichterlebnis und ein besonderes Wohlgefühl. Dann ging es ins Leben zurück und erst später, als ihm ein anderer Patient von seinem Nahtoderlebnis erzählte, registrierte Paul erst so richtig sein eigenes Erlebnis.

Und er sagt, dass er eine Sehnsucht nach dieser Welt habe. Ein neunjähriges Mädchen machte während einer Blinddarmoperation ein Todesnähe-Erlebnis durch. Ich konnte von dort alles sehen. Ich schwebte dicht unter der Decke, und als ich meinen Körper sah, wusste ich erst nicht, dass ich das war. Dann merkte ich es, weil ich meinen Körper erkannte. Ich ging hinaus auf den Gang und sah meine Mutter weinen. Ich fragte sie, warum sie weinte, aber sie konnte mich nicht hören.

Die Ärzte dachten, ich sei tot. Dann kam eine schöne Frau und half mir, denn sie wusste, dass ich Angst hatte. Wir gingen durch einen Tunnel und kamen in den Himmel. Da waren wunderbare Blumen. Ich war bei Gott und bei Jesus. Sie sagten, ich müsse zurück zu meiner Mutter, weil sie verzweifelt sei. Sie sagten, ich müsse mein Leben zu Ende leben. Dann bin ich zurückgekommen und aufgewacht. Der Tunnel, durch den ich kam, war lang und sehr dunkel. Ich sauste ganz schnell hindurch.

Am Ende war ein Licht. Als wir das Licht sahen, war ich sehr froh. Ich wollte schon lange wieder zurück.