Erdöl/Tabellen und Grafiken


April lebten mehr als 1,5 Millionen Menschen mit laufenden oder abgeschlossenen Asylverfahren in Deutschland, wie das BAMF der „Welt“ zuletzt mitgeteilt hatte. Zu diesen 1,5 Millionen.

Es gibt dann auch wieder dieses Korruptionsproblem, das Problem der Verschwendung. Wo kommt eigentlich die Wut der Wutbürger her?

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Das Land verfügt der Financial Times zufolge über den zweitniedrigsten Gesamtkörperschaftssteuersatz unter den EU-Mitgliedsstaaten und den Ländern der Europäischen Freihandelszone, und sahnt über 10% der globalen Direktinvestitionen im Ausland ab. Das hat Banken in der ganzen Welt dazu veranlasst, sich in einem der schmalsten Länder Europas anzusiedeln, und die Bürger Luxemburgs haben.

Zwar läuft es wirtschaftlich derzeit nicht gut, in dürfte die Volkswirtschaft laut dem Internationalen Währungsfonds nur um 0,3 Prozent gewachsen sein. Zumindest aber hat der Amazonasstaat mit 14 Milliarden Barrel recht beeindruckende Ölreserven zur Verfügung. Das Reich der Mitte verfügt über rund 25,5 Milliarden Barrel. Doch ist der Energiebedarf in dem Land auf Grund des rasanten Wirtschaftswachstums stark angestiegen, weshalb diese Reserven nicht ausreichen, um den Bedarf zu decken.

Die Internationale Energieagentur geht auf Grund des Fracking-Booms dort davon aus, dass die Vereinigten Staaten in den kommenden Jahren zum Nettoölexporteur werden wird.

Auf den Rängen davor tummeln sich einige so genannte Frontier Märkte, Grenzmärke, die in ihrer Entwicklung hinter den führenden Schwellenländern zurück sind, die aber ähnliche Voraussetzungen wie diese haben, um wirtschaftlich aufzuholen. Dies trifft zum Beispiel auf Kasachstan zu, das über 30 Milliarden Barrel an nachgewiesenen Reserven verfügt.

Stark abhängig von seinen Ölreserven ist Russland. Der niedrige Ölpreis stellt deshalb auch ein immenses Problem für das Land dar. Mit 80 Milliarden Barrel liegt es auf Rang 8. Danach folgen weitere Golfstaaten. Noch mehr ökonomisch nutzbare Ölreserven hat Kanada. Schätzungen zufolge sollen es zwischen ,6 und ,2 Milliarden Barrel sein. Auf Rang 2 folgt mit über Milliarden Barrel ein weiterer Golfstaat: Experten zufolge kann das Land Öl zu sehr niedrigen Preisen produzieren, so dass es mit am Wenigsten unter dem Verfall des Ölpreises leidet.

Schätzungen von Goldman Sachs zufolge müsste der Ölpreis aber noch bis auf 40 Dollar fallen, bis das tatsächlich Wirkung zeigt. Wie das Spiel ausgehen wird, ist deshalb auch noch offen. Über fast Milliarden Barrel soll es verfügen.

Leider macht das Land nichts aus seinem immensen Rohstoffreichtum. Bleiben Sie immer up to date mit den Top-Nachrichten von Finanzen Sambia müsste ein wohlhabendes Land sein. Und doch ist es heute eines der ärmsten Länder der Welt. Über 60 Prozent seiner Bevölkerung leben heute unterhalb des Existenzminimums.

Zudem sorgt die Kupferproduktion für erhebliche Umweltschäden. Auch giftige Gase aus der Kupferschmelze gefährden die Anwohner.

Wegen der Leute, die auf der anderen Seite der Welt leben. Selbst die Luft, die wir einatmen, macht uns kaputt. Wem verdanken wir das Ganze? Leuten, die Profit machen wollen. Der Geldgier dieser Leute. Sie müssen nicht leiden. Sie nehmen das Geld und gehen. Der Rest ist ihnen egal. So, wie auch in Sambias Nachbarland Simbabwe. Dort werden wertvolle Bodenschätze wie Gold, Platin und Diamanten nicht von ausländische Konzernen gefördert sondern vom Staat selber, sagt Andreas Huebers von der entwicklungspolitischen Nichtregierungsorganisation "ONE".

Viele Menschen aus der Region müssen als Zwangsarbeiter in den Minen arbeiten, unter vorgehaltener Waffe des Militärs. Die ehemalige Kolonie Simbabwe galt nach ihrer Unabhängigkeit als Beispiel für eine positive Entwicklung.

Doch dann verkam die gewählte Regierung immer mehr zu einer Diktatur - mit Hilfe der heimischen Bodenschätze. Simbabwes Wirtschaft liegt heute am Boden. Es gibt eine Hyperinflation, die Infrastruktur zerfällt. Trotz reicher Rohstoff-Vorkommen scheint das Land von einem Fluch befallen. Einem Rohstoff- oder Ressourcenfluch. Nicht nur in Simbabwe und Sambia ist dieses - auf den ersten Blick paradox erscheinende - Muster eines "Ressourcenfluches" zu erkennen.

Auch in Nigeria, in der Demokratischen Republik Kongo und vielen anderen afrikanischen Ländern, die zudem von blutigen Konflikten um die Bodenschätze heimgesucht werden. Den Ressourcenfluch und Fehlentwicklungen findet man auch in Lateinamerika, in Asien und sogar in Europa. Wenn auch in ganz unterschiedlichen Ausprägungen. Wirtschafts- und Politikwissenschaftler haben sich eingehend mit diesem Phänomen beschäftigt. Christian von Haldenwang erhebt sich von seinem Schreibtisch und geht zu der Wandkarte, die neben dem Fenster hängt: Einige Jahre seines Lebens hat der heute jährige Politikwissenschaftler dort verbracht.

Noch vor Beginn seines Studiums war er in Argentinien. Von Haldenwang tippt auf die Karte. Ich kam mir so vor wie in der Marlboro-Werbung - als Cowboy sozusagen. Hier erforschen er und seine Kollegen die "Governance" - also die politische Steuerung - in Entwicklungsländern. Dabei kommen ihnen auch viele Länder in das wissenschaftliche Blickfeld, die von einem Ressourcenfluch betroffen sind — oder waren.

Ein typisches Beispiel ist das südamerikanische Venezuela. Aber zugleich ein Land, das seit Jahren stagniert. Wo es seit Jahrzehnten ein hohes Korruptionsniveau gibt, in dem die Sozial-Indikatoren in der Entwicklung nicht vorankommen. Ein typisches Land, wo man sehen kann, dass ein wahnsinniger Reichtum nicht zu nutzen der Allgemeinheit eingesetzt wird.

Venezuela galt als eine gut funktionierende Demokratie. Bis dort - in den er-Jahren - der Erdölboom begann. Und er behielt recht: Venezuela entwickelte sich ab da zu seinem Nachteil. Die Wirtschaft verwandelte sich in eine "Rentiers-Ökonomie", wie Volkswirtschaftler es nennen. Sondern in den allermeisten Ländern der Erde sind die Rohstoffe das Allgemeingut. Und darum hat der Staat auch das Recht, über Lizenzgebühren, über Steuern, über staatliche Unternehmen davon zu profitieren.

Und wenn es eben sehr rohstoffreiche, sehr rohstoffabhängige Länder sind, dann hat der Staat sehr viel zu verteilen. Auf den ersten Blick erscheine es positiv, wenn ein Staat viel Geld zu verteilen hat, sagt von Haldenwang.

Doch das stimmt nur, wenn es gleichzeitig eine gute "Governance", eine gute Regierungsführung gibt. In vielen Ressourcenländern ist das nicht der Fall. Und weil sie wissen, dass ihr Land nicht vernünftig regiert wird, sehen Sie zu, dass sie ihre Gelder aus dem Land in die Schweiz oder irgendwelche Steueroasen oder die City of London abtransportieren. Das ist dann die Steuerflucht, die sich damit verbindet.

Das Kapital wird aus dem Rohstoffland abgezogen, ohne dass seine Bewohner etwas davon haben. Es besteht aus einem niederländischen Staatsunternehmen sowie den Konzernen Esso und Shell. Schon bald wird das Erdgas zu Hollands wichtigstem Exportgut.

Die Exporterlöse füllen die niederländischen Staatskassen. Das kleine Land kann sich nun einen Wohlfahrtsstaat leisten, für den es von vielen beneidet wird. Doch es dauert nicht lange, da zeigen sich die Kehrseiten des Rohstoff-Rausches.

Sie werden später als "Dutch Disease" als "Holländische Krankheit" bezeichnet. Wirtschafts- und Politikforscher Christian von Haldenwang:. Gleichzeitig investiert man auch weniger in die anderen Sektoren, denn man hat ja diesen einen, wunderbaren Sektor, der so viel Geld generiert.

Und man hat dann insgesamt eine Situation, dass man langsamer wächst, anfälliger wird für Preisschwankungen auf den Weltmärkten und insgesamt weniger soziale Entwicklung erzeugt wird, als in anderen Fällen. Der Handel mit dem Ausland ausgeweitet.

Und erwirtschaftete im vergangenen Jahr einen Gewinn von 1,88 Milliarden Kronen - umgerechnet etwa Euro pro Norweger. Doch der Staat nutzt das viele Geld nicht, um damit seinen Haushalt zu finanzieren: Mit diesem Geld sorgt das Land für seine Zukunft vor.

Denn allmählich gehen die Ölvorräte in der Nordsee zur Neige. Wenn, wie in jüngster Vergangenheit, der Ölpreis weltweit in den Keller rutscht. Bei uns nicht, weil wir diesen Ausgleichs-Mechanismus durch Fonds haben. Als Dauerlösung taugen die Geldspritzen aus dem Ölfonds jedoch nicht, räumt der norwegische Minister ein. Das kleine, reiche Land will sich jetzt verstärkt um seine wirtschaftliche Weiterentwicklung kümmern.

Bevor sich der Öl- und Gasrausch doch noch zu einem Fluch entwickelt. Norwegen investiert deshalb in Zukunftsbranchen, erneuerbare Energien zum Beispiel. Wir brauchen mehr Investitionen in die digitale Ökonomie. Wir brauchen mehr Ausgaben für Forschung und Entwicklung, um starke Einkommensquellen für die Zukunft aufzubauen.

Wir wollen unsere hohen Wohlfahrts- und Sozialstandards halten. Aber um das nachhaltig zu gestalten müssen wir uns auf die Einkommensseite konzentrieren. Norwegen ist dem Ressourcenfluch entkommen, ebenso wie der Holländischen Krankheit. Good Governance — eine gute politische Steuerung. Das gelang, weil Norwegen schon eine gefestigte Sozial-Demokratie war, bevor die Bodenschätze entdeckt wurden.

Anders als die Rohstoff-Supermacht Russland: Ende der er-Jahre — nach Jahren des Kalten Krieges — bahnt sich eine neue, damals spektakuläre, Energiepartnerschaft an zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der Sowjetunion. Der ehemalige Wirtschaftsstaatssekretär Klaus von Dohnanyi erinnert sich:. Ich kann mich erinnern, dass die ganzen Empfänge und Begegnungen, die man hatte, sehr pompös waren. In der poststalinistischen Zeit hatte man einen Teil des stalinistischen Pompes bewahrt aber zugleich auch eine andere Umgangsform gewählt.

Pipelineröhren aus Deutschland gegen Erdgas aus Sibirien. Hinter dem lukrativen Geschäft, das von der Deutschen Bank vorfinanziert wird, steht ein politisches Projekt der Sozialdemokraten. Es war schon der Beginn eines gewissen, kalkulierten will ich mal sagen, kalkulierten Tauwetters.

Die Amerikaner, damals im Vietnamkrieg und weltweit im Kampf gegen den Kommunismus aktiv, sehen diese West-Ost Annäherung mittels Erdgas und Pipelines höchst kritisch, erinnert sich der spätere Hamburger Bürgermeister von Dohnanyi. Klaus von Dohnanyi war an einem Ost-West-Deal beteiligt. Die Amerikaner befürchten, dass ihr Verbündeter, die Bundesrepublik Deutschland, in eine gefährliche Abhängigkeit von den sowjetischen Energie-Rohstoffen geraten könnte.

Diese Vorstellung war falsch. Denn die Abhängigkeit beruhte auf Gegenseitigkeit: So nötig wie Deutschland das Gas, brauchte die Sowjetunion Devisen. Einmal, um die Industrie weiter auszubauen. Dann natürlich auch in den Rüstungssektor und damals noch nicht in die Sozialausgaben, das kam erst später. Auf diese Einnahmen kann das rote Rohstoff-Imperium schon bald nicht mehr verzichten.

Sonst wären die hohen Staatsausgaben in Russland gar nicht finanzierbar, vor allem auch die im Gang befindliche Aufrüstung wäre nicht finanzierbar.

Auch in Russland gibt es Anzeichen eines Ressourcen-Fluches: Vor allem aus der privaten Öl-Wirtschaft floss schon viel Kapital in westliche Steuerparadiese ab.

Präsident Putin versucht mit einer teilweisen Wiederverstaatlichung des Ölsektors gegenzusteuern. Zwar hat sich Russland, nach norwegischem Vorbild, auch einen staatlichen Geldreserven-Fonds zugelegt. Doch dieser, ist, gemessen an der Einwohnerzahl, deutlich kleiner als der norwegische. Das Land ist damit stark von seinen Ölexporteinnahmen abhängig.