Mensch oder Maschine? Robo-Advisor versus klassische Finanzberatung


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Das funktioniert aber nur, wenn die Schwankungen soweit im Rahmen bleiben. Euro, durchschnittlich also ca. Wir erleben das Ergebnis von Freiheit ohne Verantwortung. Juli um So sinnvoll, dass die Welt auch in Zukunft deutsche Produkte kauft, weil sie besser sind als andere.

Robo-Advisors ‒ Wer ist am Start?

Mensch oder Maschine? Robo-Advisor versus klassische Finanzberatung. Was ist eigentlich von den ganzen Fintech-Start-ups zu halten, die jetzt in automatisierter Anlageberatung machen?

Dazu stehe ich mehr denn, denn ich habe auf dem Finanzbarcamp eine Session von Joachim Goldberg gehört. Unglaublich, was für Abgründe sich da auftun. Ich bin mehr denn je davon überzeugt: Die Produktauswahl ist nicht unwichtig, aber es ist die mentale Stärke die über Wohl und Wehe entscheidet. Da haben die Robos nichts zu bieten. Und wie hilft mir da ein Robo? Volle Kraft voraus und habe die entsprechenden Schwankungen im Depot. Dann stelle ich fest: Auch Scalable kann erst reagieren, wenn ich sage: Wenn die Börse auf Talfahrt war, kann Scalable das auch nicht mehr ändern.

Ich sehe hier keinen grundsätzlichen Unterschied zu einem selbstverwalteten Depot. Ihr schichtet täglich um? Mich überzeugt das Konzept nach wie vor nicht. Zuviel Glaskugel und Dr.

Der Scalable-Kommentar war einer der eloquentesten, die ich je im Blog gehabt habe. Wenn etwas zu sehr nach St. Vielleicht sitze ich auch in 30 Jahren hier und denke "verdammt, hätte ich dochmal darein oder hierhin investiert". Die Vergangenheit der aktiven Investment Vehicles deutet allerdings darauf hin, dass ich mit meinem passiven Ansatz ganz gut liegen werde: Allerdings bin ich mir auch nicht sicher ob der typische Kunde von Scalable hier in diesem o.

Na, da habt Ihr aber jetzt die Marketing-Keule ausgepackt - Respekt! Mal schauen, ob ich alles soweit kapiert habe. Logisch, irgendwann muss der Algorithmus ja ein Ergebnis rausspucken. Liefe der jeweils 24h, wüsste man einen Tag zu spät, was zu tun gewesen wäre. Das ist in meinen Augen bis hierhin auch das, was jeder Daytrader mit irgendwelchen Regeln anstellt. Es gibt fixe Regeln und stur danach wird entschieden.

Jetzt wird es für mich spannend. So sagt ihr https: Nicht die Kurse lassen sich vorhersagen, aber die Risiken. Was ist denn dann das "Risiko"? Dass der Kurs fallen könnte, vielleicht? Dass die Kurse steigen könnten, empfinde ich nicht als "Risiko", eher als "Chance". Schwankt es also im Oktober ganz dolle, so wird dies mit hoher Wahrscheinlichkeit auch im November so sein.

War gestern ordentlich was los, wird's heute bestimmt auch so sein. Kann ich mir ganz gut vorstellen. Mal ist nix los an der Börse und dann wogen die Wellen. Aber woher um alles in der Welt wollt ihr a-priori wissen, dass Volatilität etwas negatives bedeutet. Bloss weil es im Oktober ganz doll geschwankt hat nach oben und nach unten und vielleicht in der Tendenz sogar mehr nach oben , braucht man doch kein Geld von Aktien in Anleihen umschichten. Schon der alte Kostolany wusste: Also damit überzeugt ihr mich nicht.

Das liegt aber wahrscheinlich an mir, denn ihr zielt ja auf Kunden ab, die nicht so dolle Schwankungen haben wollen. Trotzdem wollen die Kunden aber an den tollen Möglichkeiten der Börsen partizipieren. Sorry, aber spätestens da klingen bei mir die Alarmglocken. Und dafür braucht man dieses ganze Algorithmen-Gedöns? Ich erkenne es immer noch nicht: Raus aus den Aktien, sobald Schwankungen eine bestimmte Schwelle überschreiten und erst wieder einsteigen, wenn's lange genug ruhig war?

Im Backtesting kann man da bestimmt ganz tolle Parameter finden, für die das prima geklappt hat, aber wie stabil sind solche Parameter? Und was mich auch irritiert: Was genau unterscheidet Euch denn von den Betreibern von Mischfonds? Die wählen ja mitunter auch ETFs als Anlagevehikel aus und schichten immer schön um und im Gros sieht's bei denen leider auch nicht wirklich goldig aus.

Ein- und Ausstiegtiming so wie ihr es ja quasi auch betreibt klappt bei denen nicht. Haben die nicht die nötige Rechenpower an Bord oder den richtigen Algorithmus gefunden? Erik Podzuweit, Mitgründer Scalable Capital sagt am Grundsätzlich denke ich, dass wir bei sehr vielen Themen absolut der gleichen Meinung sind, wir es aber noch nicht geschafft haben klarzumachen, was wir genau machen und warum.

Nein, das ist zumindest nicht unsere Zielkundschaft. Wir bieten Vermögensverwaltung für Kunden die ihr Geld nicht selber managen wollen evtl. Wer selber machen kann und will und idealerweise noch Eier aus Stahl hat und jegliche Marktschwankungen abwettern kann, der braucht kaum Hilfe beim Investieren.

Wer es als Leser bis auf diesen Blog geschafft hat, der gehört doch leider zu einer beneidenswerten Minderheit. Die meisten Menschen, die Geld am Kapitalmarkt anlegen wollen, haben doch bis auf die Vertriebsmaschinerie der Industrie oder das Nichtstun keine guten Alternativen wenn sie nicht selber managen wollen. Es ist mir überlassen, diese Ratschläge oder mehrere Ratschläge.

Der Begriff Robo-Advisor ist irreführend. Denn genau darum geht es, um das Investment Management — zu Deutsch: Ein Berater hat keine Pflicht, die Anlageempfehlung oder das Kundendepot laufend zu überprüfen. Die Entscheidung, die Empfehlung des Beraters umzusetzen, muss der Kunde immer selbst treffen. Der Kunde muss für jede Transaktion selbst tätig werden und unter Umständen weiteren Rat einholen. Bei der Vermögensverwaltung VV ist dies gänzlich anders. Er nimmt dem Kunden also die Arbeit ab.

Die Vermögensverwaltung ist zudem ein sehr elitäres Produkt und wird in der Regel erst ab einem frei verfügbaren Geldbetrag von k EUR angeboten. Scalable Capital unterscheidet sich hier, wir sind der einzige banken-unabhängige Online-Vermögensverwalter in Deutschland. Ein wichtiger Bestandteil unseres Risikomanagmentansatzes ist, die Kunden in turbulenten Marktphasen nicht alleine zu lassen, sondern das Risiko ihres Portfolios zu kontrollieren.

Die kann keiner vorhersagen, obwohl die meiste Zeit und Energie an den Finanzmärkten darauf verwendet wird. Eine Rendite von z. Anders jedoch bei Risiken. Risiken sind keine unabhängigen Münzwürfe, anders als Renditen korrelieren sie miteinander und treten in Clustern auf, d. Das lässt sich empirisch nachweisen, in allen Anlageklassen zeigt sich dieses Verhalten.

Ich habe dazu zwei gute Charts, wie kann ich die hier posten? Es geht nicht darum, keine negativen Wertentwicklungen zuzulassen, die musst Du eingehen wenn Du eine Rendite über dem sicheren Zins erlangen möchtest.

Es geht darum, festzulegen wieviel Risiko Du eingehen willst. Wir sehen Risiko als Deine Währung, um langfristige Performance einzukaufen. Nur ob Du hohes oder niedriges Risiko eingehen willst soll Dir überlassen sein und zu Deiner Risikotoleranz passen. Die am Markt vertriebenen Lösungen erlauben es dem Kunden nicht zu verstehen, wieviel Risiko er überhaupt eingeht. Kann ich beim moderaten Portfolio nur die Hälfte verlieren?

Dieses Risiko sind wir bestrebt einzuhalten. Wir überwachen täglich und beabsichtigen einmal wöchentlich zu Handeln, um die Risikovorgaben einzuhalten und gleichzeitig die Tranksaktionskosten unter Kontrolle zu halten. Erik Podzuweit, Mitgründer von Scalable Capital sagt am Denn die Vola ist die über positive und negative Kursschwankungen gemittelte Streubreite.

Eine derartige Mittelung ist jedoch nur angebracht, wenn sich positive und negative Renditen spiegelbildlich verhalten. Doch in der realen Finanzwelt sind Renditen weder symmetrisch noch normalverteilt. Negative Kursausschläge sind meist extremer als positive und treten wesentlich häufiger auf als es die Normalverteilung zulässt.

Dadurch werden Verlustpotenziale bei der Verwendung von Volatilität systematisch unter- und Gewinnpotenziale überschätzt. Deshalb konzentrieren wir uns bei Scalable Capital explizit auf Verlustrisiken und nicht einfach Schwankungsrisiken. Kein Problem, man bekommt ja besonders im Finanzbereich viel erzählt wenn der Tag lang ist.

Da ist es vernünftig zweimal hinzuschauen. Grundsätzlich können wir das Risiko eines Investments in zwei Komponenten zerlegen: Asset-Klassen mit einem hohen Basisrisiko liefern langfristig durchweg höhere Renditen z.

Es besteht also langfristig ein positiver Zusammenhang zwischen Basisrisiko und Rendite. Beim Überschussrisiko ist die Tendenz allerdings genau entgegengesetzt: Phasen mit hohem Überschussrisiko gehen eher mit einer schwachen Renditeentwicklung einher und umgekehrt. Gutes Risikomanagement muss beide Komponenten in Einklang bringen. Unsere Anlagestrategie zielt zunächst darauf ab, jedes Portfolio in dem vom Kunden festgelegten Risikokorridor zu halten. Dazu werden ETFs, die verschiedene, breite Assetklassen abbilden mit geeigneten Basisrisiken kombiniert.

Zeigen unsere Risikoprojektionen aufgrund von Änderungen in den Überschussrisiken oder des Zusammenwirkens der ETFs eine drohende Verletzung des Korridors an, werden die Portfoliogewichte entsprechend angepasst.

In risikoarmen Marktphasen wird hingegen in ETFs mit höheren Basisrisiken umgeschichtet, um so zusätzliches Renditepotenzial auszuschöpfen. All das wirkt sich im Mittel positiv auf die Performance aus. Zudem verringert die Risikosteuerung das Risiko, dass Anleger in schwierigen Marktphasen entnervt aussteigen und sich wieder auf Sparbuchzinsen beschränken.

Wir betreiben rein quantitatives Management. Umschichtungen erfolgen somit nicht aufgrund von subjektiven Meinungen zu vermeintlich günstigen Ein- und Ausstiegszeitpunkten sondern sind Folge einer Abweichung von dem gewählten Portfoliorisiko wir werden aktiv wenn Dein VaR droht nach oben oder unten verletzt zu werden. Ich habe es mir hier beim Antworten etwas einfach gemacht und Teile des Interviews mit unserem Mitgründer Prof.

Bei Interesse hier das vollständige Interview: Insbesondere zum springenden Punkt Nr. Kurse sind ein Random Walk, Risiken nicht — diese haben eine Struktur und nachweisbare temporale Abhängigkeit. Zu den Kosten habe ich eine Frage an Dich: Ich frage deshalb, weil ich beim Betrachten der von vielen Banken erhobenen Gebühren verwundert war.

Bei vielen zahlt man gerne auch mal 1,,00 Euro oder mehr. Bei uns sind monatliche Einzahlungen kostenlos. Erstmal Danke für den Kommentar und das ihr euch der direkten Kritik hier stellt.

Gut, also schau ich mir mal euer Konzept mal genauer an: Aus folgendem Anlage-Universum https: Die Allokation wird dann ständig überwacht und ca. Aber ob ich nun zu eurer Zielgruppe gehöre, na mal sehen. Das kriegt jeder, der sich mal ein bischen damit beschäftigt, auch noch selbst hin.

Kann ja sein, das ihr dazu noch irgendne ganz tolle "secret sauce" verwendet, die nicht so leicht replizierbar ist, aber wenn ihr mir das schon mit Stichworten wie "besondere Komplexität" verkaufen wollt, schreckt mich das eher ab weil sich dahinter oft nur besondere Fragilität verbirgt. Reizt mich leider weniger, da ich aus eigener Erfahrung im Erstellen und Testen von Handelsprogrammen und Portfolio-Optimizern sagen kann "Traue keinem Roboter, den du nicht selbst programmiert hast!

Mich würden ja mal wenigstens genauere Daten zur Transaktionshistorie eurer Portfoliomodelle interessieren. Eure Allokations-Grafik geht bis ins Jahr zurück da viele der benutzten ETFs noch nicht existierten, nehme ich mal an hier wurde mit Index-Daten simuliert? Wie wärs wenn ihr mal ein paar Equity Kurven mit veröffentlicht oder würde das zu sehr eurem Ansatz "wir versprechen keine Rendite aus der Vergangenheit" widersprichen? Klar, eure Webseite ist zielgruppengerecht schön web2.

Das ist noch nichmal eine Kritik, im Gegenteil, solche Informationen können euch ja helfen besser Kunden zu überzeugen. Value-at-Risk ist nicht unbedingt eine neue, esoterische Metrik, sondern wird in der Finanzwelt schon lange und oft benutzt. Allerdings ist auch sie, wie alles, nicht all-erklärend und komplett frei von Kritik. Gerade der von dir gern zitierte Herr Taleb bemängelt, das sie in der Praxis oft falsch benutzt wird, und sich niemand auf sie als alleiniges Risikomanagement verlassen sollte.

Nur weil mit z. Wer Value-at-Risk einfach naiv mit Maximum Drawdown verwechselt und am besten noch dementsprechend hochhebelt , wird früher oder später sein blaues Wunder erleben.

Auch Scalable muss ja in den Risikohinweisen kleingedruckt zugestehen, dass mögliche Verluste die VaR-Grenze übersteigen können, damit auch ja keiner hinterher verklagt wird.

Gerade im amerikanischen Raum gibt es ja auch einige Blogs die Musterporfolios nach ähnlichem Prinzip betreiben, da kannst du auch die aktuellen Live-Renditen solcher Ansätze nachverfolgen. Ein paar Missverständnisse vielleicht abbauen, gerne, aber die Werbung überlass ich lieber den Anbietern die damit Geld verdienen wollen, und ja da könnte Scalable sicher noch etwas nachbessern, denn selbst ich der dem Konzept zumindest ja nicht ganz grundlegend ablehnend gegenübersteht bin noch nicht interessiert, die Extragebühr zu berappen nur um mein Kapital von einer Blackbox hin und her schieben zu lassen.

Value-at-Risk ist schon etwas leicht anderes und nicht einfach mit Volatilität gleichzusetzen. VaR hat, wie ich oben gesagt hatte, natürlich auch seine eigenen Probleme bei Google kann man dazu sowieso noch viel eloquentere Erklärungen finden, wenns einen wirklich interessiert , aber es passiert schon mehr als eben nur die Assets nach möglichst niedrigen Schwankungen zu gewichten wobei selbst solche naiven Risk Parity-Ansätze auch für manche Zwecke ihre Berechtigung haben.

Auch wenn es hier wieder nur um die reine Volatilität statt VaR geht, muss ich sagen dass es doch schon empirisch belegt ist, das steigende Volatilität besonders mit fallenden Aktienkursen zusammenhängt. In Phasen, wo der Vix ruhig dahindümpelt, sind die Aktien meist brav am steigen. Steigt der Vix hingegen stark an, ist das meist mit einem Aktieneinbruch verbunden. Genaueres dazu zb hier: Egal, aber das es selbst bei reinen Aktien einen historisch bewiesenen "Low Volatility Faktor" kurzgesagt, schwankungsarme Aktien entwickeln sich langfristig besser als schwankungsstarke gibt, wurde hier im Blog in einigen Kommentaren auch von mir schon angesprochen, die entsprechenden Studien und Index-Vergleiche kann man sich leicht ergoogeln.

Ja, das steht erstmal scheinbar im Widerspruch zum allgemeinen "Finanz-Gesetz", das besagt das mehr Rendite immer nur mit mehr Risiko einhergehend zu erreichen ist, aber wie gesagt, deswegen werden solche Faktoren ja auch als "Anomalie" bezeichnet.

Aber natürlich, wie bei allem, vertrau auch hier nicht einfach irgendjemandem, sondern lieber auf deine Alarm-Glocken ich nenne es bei mir den Bullshit-Detektor. Um denen sein Geld anzuvertrauen, sollte man das dahinterstehende Konzept schon wirklich durchgehend verstanden haben, und da haben die bisherigen Anbieter noch wirklich zuwenig Mehrwert demonstriert.

Der Hinweis auf den Vergleich mit Mischfonds ist dabei goldrichtig, die machen wenn sie "dynamic" oder "unconstrained" sind und nicht starren Min-Max Investitionsmandaten unterliegen ja im Grunde auch nichts anderes als aufgrund irgendwelcher algobasierter Bewertungsmodelle die Assets hin und her schichten, und die Mehrzahl von denen schneidet dabei auch nicht besser als ein simpler ETF-Benchmark ab.

Ob Scalable das besser macht, kann ich nicht beurteilen, und das sie auf ihrer Webseite nicht die Daten bereitstellen, die eigentlich nötig wären um das beurteilen zu können kann mir ja keiner erzählen dass sie ihre Algos nicht ausgiebig gebacktestet haben ist schonmal nicht gerade als unbedingt positiv anzusehen. Christoph der mit den GmbHs sagt am Wow, da ist wirklich Dr.

Ich werde mir wohl die Arbeit von Robert Engle einmal genauer anschauen müssen um an dieser Stelle besser informiert zu sein.

Ich investiere zur Zeit ca Dazu kommt das Glück, dass ich meine beiden Favoriten bei der Ing Diba als Aktionsetfs kostenlos kaufen kann. Einzig und alleine die Zukunft wird darüber Entscheiden wer jetzt wie gut war: Ich bin auf jedenfall schon gespannt. Franz Linner, verantwortlich für fintego sagt am Ich freue mich jede Woche auf den Newsletter und habe seit Monaten schon darauf gewartet bis es auch mal mein Thema erwischt. So, jetzt ist es endlich soweit und ich stelle mich natürlich auch der Diskussion.

Sie haben alle recht mit dem was Sie schreiben. Sie alle hier haben diese Meinungsbildung für sich schon geschafft bzw. Für Sie wären andere Lösungen nicht das richtige. Aber viele Leute sind nicht soweit. Daher sollte man auch nicht diskutieren, ob Robo-Advise-Produkte richtig oder falsch sind, sondern man muss darüber sprechen, ob die Produkte für die normalen Anleger taugen.

Viele Menschen haben kein Vertrauen in die Aktienmärkte. Das kann an der generellen Einstellung liegen oder daran, dass sie sich in den letzten Jahren in irgendeiner Form die Finger mit Aktien z. T-Aktie, Neuer Markt, etc. Die Zinsen sind historisch niedrig und die Inflation führt zum realen Geldverlust z. Und das wird vermutlich noch eine schöne lange Zeit so bleiben.

Das verstehen die Leute zwar, aber am Ende hört man immer wieder denselben Satz: Inflation mag schon sein, dann gehe ich eben ein paarmal weniger zum Pizzaessen aber ich habe nichts mit Aktien verzockt und mein Geld ist noch da. Dass das ökonomischer Blödsinn ist wissen wir alle, aber so ist die Realität und diese Menschen muss man überzeugen, dass sie bei ihrer Kapitalanlage etwas tun müssen. Da gibt es dann viele Wege, einer davon sind die angebotenen Robo-Advise-Lösungen. Diese sprechen aus meiner Sicht Leute an, die schon etwas selbstbewusster bei der Kapitalanlage sind und sich auch gerne mal selber informieren.

Wichtig ist mir zu erwähnen, dass ich persönlich nur etwas von Robo-Advice-Lösungen halte, die in Form einer standardisierten Fondsvermögensverwaltung umgesetzt werden. Das mag sein, der Bogen ist aber auch eine Absicherung für den Kunden. Im Ernstfall wird ihm auch gesagt, dass das Produkt nicht für ihn geeignet ist und es kommt nicht zum Abschluss. Auch die Festlegung von Verlustschwellen ist ein Sicherheitsaspekt für den Anleger.

Das jährliche Reporting wurde auch schon angesprochen. Ja, jede depotführende Stelle muss das liefern. Bei der echten Vermögensverwaltung ist das aber wesentlich ausführlicher und kommt auch mindestens halbjährlich. Wem das nicht reicht und dann noch Fragen hat, der kann zumindest bei uns immer anrufen und mit dem Service oder mit mir oder einem meiner Mitarbeiter sprechen. Wer langfristig investieren will und dabei nicht am Kapitalmarkt anlegt, begeht einen Fehler.

Für die Kapitalanlage gibt es viele Möglichkeiten. Neben do it yourself sind auch Robo-Adviser eine von vielen Lösungen. Jede Variante hat ihre Daseinsberechtigung, je nach Anlegertyp der dahinter steht. Ja, ich glaube auch, dass Ihr dem interessierten Anleger etwas klarer machen müsst, warum er in Euch investieren soll.

Da gibt es wohl auch tatsächlich einen Mehrwert des Anbieters durch das Ausnutzen steuerlicher Spielräume "Tax Harvesting". Steuernsparen kapiert jeder Depp - na, ja, in D wird das sogar etwas übertrieben hoch in der Bedeutung für einen Anlageerfolg eingestuft. Dass das Volatilitäts-Korrelations-Modell nur einen Mehrwert hat, wenn eine hohe Vola vermehrt bei fallenden Märkten auftritt, erschlagt ihr in einem!?

Chris weist in seinem Kommentar ja nochmal darauf hin und ich kann mir durchaus vorstellen, dass diese Korrelationen gibt. Und sei es nur in der verlinkten Unter-Unterseite für Freaks wie uns hier, die bei Begriffen wie Korrelation, Volatilität, Varianz, Standardabweichung oder VaR nicht gleich schreiend aus dem Raum rennen.

Dass Mischfonds nicht mit Eurem Ansatz zu vergleichen sind, finde ich übrigens nicht ganz einleuchtend. Mischfonds-Manager dürfen mitunter den kompletten Markt abdecken und könnten zumindest auch ETFs verwenden.

Insbesondere letztere sagen doch ähnliches über sich: Ich mache das nur ganz selten, da die meisten Blogs auf denen Leute anonym diskutieren können schnell unsachlich werden. Hier ist die Qualität aber meist sehr hoch. Stimme Dir zu und möchte hier von der Community auch nicht falsch verstanden werden: Man muss aber gute Nerven haben und sich um die eingegangenen Risiken nicht viel scheren.

Aktives Anfassen des Portfolios ist in den meisten Fällen nur teuer und oft schädlich. ABER man kann empirische Erkenntnisse der Risikoforschung zur Steuerung der Portfoliorisiken in einem bestimmten Umfang einsetzten und am besten geschieht dies mit Hilfe von Technologie, d.

Ja ehrlich, ein gleichwertiges Investmentmodell zu coden ist wirklich sehr aufwendig. Ich gebe Dir mal ein paar Daten und hoffe das kommt nicht zu angeberisch rüber: Wir bauen seit fast einem Jahr an dem Modell und haben es jetzt marktreif. Unsere Entwickler kommen u. Selber nachbauen ist also nicht unmöglich, aber teuer. Ganz wichtig ist mir jedoch: Wir wollen mit einem empirisch fundierten Konzept und mit Verwendung von Technologie eine professionelle Geldanlage für den langfristigen Vermögensaufbau bieten.

Nur hat der Privatinvestor dazu keinen Zugang. Wir wollen institutionelles Investment Management Privatinvestoren zugänglich machen und das zu geringeren Kosten als üblich. Zur Klarstellung und als Risikohinweis: Idiosynkratrische Risiken können natürlich nicht modelliert werden, Terrorattacken und andere Schocks sind nicht prognostizierbar. Wir erlauben dann zwar auch kurzfristig hohe Cash-Positionen aber die ersten Hits nimmt das Portfolio mit. Hier posten kann ich ihn leider nicht ;- Aber hier mein Angebot: Backtests, die auf Simulationen beruhen dürfen nicht gezeigt werden, das verbietet der Regulator.

Nur Backtests mit statischen Portfoliozusammensetzungen sind gestattet. Das ist auch richtig so, denn es kann viel Schwindel mit dem Zeigen von und Werben mit simulierten Handelsstrategien betrieben werden. Für unsere hausinternen Backtests zum Bestimmen der Parameter verwenden wir deshalb sogenannte Out-of-Sample Tests, um uns nicht selbst zu beschummeln und nicht ein Modell zu verwenden, welches auf einen bestimmten Zeitraum und ein bestimmtes Anlageuniversum ausgerichtet ist.

Deinen Hinweis nehme ich sehr ernst und wir werden ihn umsetzten. Wir wollten eh in den nächsten Wochen umfangreicheres Material auf unserer Webseite publizieren, inklusive eines wissenschaftlichen Whitepapers. Und auch an Dich und andere Blog-Besucher das Angebot: Wir haben besten Automatenkaffee und natürlich stereotypische Club Mate anzubieten. Vielleicht bin ich trotz Ihrer ausführlichen Antworten einfach zu blöd, aber ich habe weder Ihre Technik noch Ihren Algorithmus so richtig durchschauen können.

Anders geht es mir da bei klassischen Indexfonds. Besonders die, die so busy sind. Ich brauche eine Vermögensverwaltung, Scalable ist gut, Haken dran, fertig. Wie bestimmt Ihr die Risikotragfähigkeit? Mit diesen putzigen Fragen, die man auf den Web-Sites der Robos findet? Da kann sich doch keiner etwas drunter vorstellen. Wie macht Ihr Euren Kunden die abstrakte Risikokennzahl bildlich kar? Wie kann man überhaupt für sich selbst seriös festlegen, welches Risiko man bereit ist zu tragen, wenn man sich nicht mit der Sache beschäftigt hat frage ich mich.

Für Euch bedeutet das: Kunden werden schneller unruhig, wenn die Verhältnisse rauh werden. Ich habe immer wieder Mails von Lesern und Leserinnen, die mir sagen: Kann ich Euch anrufen, wenn ich was ändern will an meiner Risikokennzahl? Wenn ich das richtig verstehe, bekommt der Kunde davon doch gar nichts mit, wenn die Börsenkurse sinken, Ihr durch Eure. Es reicht doch dann eigentlich eine "Chill-mal"-E-Mail: Schick Sie mir an finanzwesir Ich packe sie rein.

Ich gehe davon aus, dass Du das Copyright hast? Sind die Service-Mitarbeiter denn entsprechend ausgebildet? Eine gute Sache, standardisierte und kostengünstige Produkte plus Handholding. Genau dieses Fehlen einer emotionalen Unterstützung habe ich ja bei den Robos bemängelt.

Damit sind die Kosten nicht mehr ganz unten, aber das kann ich verstehen. Damit habe ich keine Probleme. Als Vermögensverwalter hast du klare gesetzliche Vorgaben. Wenn man die befolgt kommt der WpHG-Bogen raus. Macht man mehr, steigen dir die Kunden und ggf. Die Kunden wollen einfach nicht so viel von sich rauslassen, v.

Hat man Modelle mit Vermittler, schimpfen die natürlich auch über jede zusätzliche Frage, denn die verhindert das Geschäft, weil der Kunde ja nur das nötigste angeben will. Kann ich auch verstehen. Kunden die verstehen und akzeptieren, dass man mit mehr Informationen noch passgenauere Lösungen bekommt gibt es leider nicht so viele. Für mich ist der WpHG-Bogen daher immer noch besser als Beratungslösungen die hast Du ja auch in Deiner Liste wo man 3 Regler auf einer netten Homepage hin und her schiebt und dann ein Portfolio bekommt.

Die Portfolien finde ich nicht schlecht, da sind gute Dinger dabei, aber das kann nicht passen und ich befürchte, dass das allen Robo-Advisern irgendwann um die Ohren fliegt. Bei fintego konkret ist es so, dass man nur in ein Portfolio mit höherem Risiko wechseln kann, wenn der WpHG-Bogen das hergibt.

Das von Dir beschriebene Aushebeln gibt es und das ist natürlich nicht zielführend. Beim Support ist es bei uns auch so, dass es verschiedene Stufen gibt. Geschult sind natürlich alle, alles andere kann man heute nicht mehr bringen. Wenn die Fragen zu stark in den Kern des Produktes gehen, dann werden die Kundenanfragen an mein Team geleitet.

In der Regel vereinbaren wir mit dem Kunden einen Rückruf mit einem kleinen Team von 3 Leuten ist das einfacher bzw. Emails werden schriftlich beantwortet. Die von Eric im Komentrar angesprochenen Bilder habe ich. Werden nachgereicht, ichwollte den Kommentar aber schon mal so freischalten. Wer Fragen zu Immobilien, komplexen Vererbungssituationen, steuerlichen Fragen etc. Wir verwenden einen Fragenkatalog mit 10 Fragen, viele sind regulatorisch vorgegeben.

Das Scoring hinter diesen Fragen liegt in unserer Verantwortung. Wer für lange Zeit auf sein Geld verzichten könnte d. Wer nur einen kurzen Anlagehorizont hat, dem erlauben wir nicht in höhere Risikokategorien zu investieren.

Wer gar weniger als 1 Jahr anlegen will, den weisen wir aktiv ab. Kapitalanlage ist nichts für kurzfristiges Liquiditätsparken. Wie viel temporäre Wertminderung traust Du Dir zu? Die Frage hat einen indirekten Bezug zum Anlagehorizont. Auch bei bester Planung kann im Leben viel schief gehen. Wir fragen für wie viele Monate Deine frei verfügbaren, nicht investierten Notreserven reichen.

Wir raten unseren Kunden zu einem Puffer von idealerweise mindestens 6 Monaten. Wer weniger hat, der kommt in geringe Risikokategorien. Wer keine Reserven hat, wird von uns nicht angenommen und muss das Onboarding abbrechen.

Wir fragen in einer weiteren Frage nach Deinem frei verfügbaren Nettovermögen exkl. Ihr werden die klassischen Fragen gestellt; welche Finanzprodukte, Anlageklassen, Finanzdienstleistungen Du kennst und genutzt hast. Wer angibt, Finanzwesir zu lesen bekommt volles Risiko ;-. Wir fragen Dich generell, was Deine Erwartungshaltung ist: Wer vor hat Liquidität zu parken mit Tagesgeldvorstellungen, der wird nicht akzeptiert.

Das ist in der Tat ein hochinteressantes Thema. Wie finde ich die echte Risikotoleranz eines Menschen heraus? Wann denke ich, wann ich nervös werde und wann werde ich es wirklich? Wir beschäftigen uns hiermit sehr ausführlich und arbeiten mit der Psychologie Fakultät der LMU zusammen. Es wird jedoch noch etwas Zeit dauern, bis wir das implementieren. Es geht bei allem darum, den Kunden zu ermutigen, sein Geld langfristig am Kapitalmarkt zu investieren.

Wir wollen ihm dafür eine bessere und günstigere Alternative bieten. Er muss das Gefühl bekommen: Ich brauche mich nicht darum kümmern oder gar sorgen.

Wenn der Kunde vertrauen hat, dann profitiert er massiv davon, denn er fängt nicht an, sich durch Emotionen die Performance zu versauen. Wie verdient man dieses Vertrauen und untermauert es mit Taten? Hier gibt es nicht eine Antwort sondern eine Vielzahl an Punkten, die wir richtig machen müssen, um einen echten vielleicht sogar ersten?

Wenn ich das richtig verstehe, bekommt der Kunde davon doch gar nichts mit, wenn die Börsenkurse sinken, Ihr durch Eure "Risikoprojektionen eine drohende Verletzung des Risikokorridors" bereits erkannt habt und umschichtet. Das Anlagemodell zielt nicht per se darauf ab, kein Risiko manifestiert durch Kursverluste zuzulassen.

Ansonsten sind wir für Dich zu wenig Risiko eingegangen, wodurch im Mittel zu wenig Performance erzielt wurde. Hierdurch nehmen wir die Kunden an die Hand. Sie sind bei der Kapitalanlage nicht im Ungewissen, sondern bekommen eine Orientierung wie viel riskiert werden muss, um eine bestimmte Rendite oder Anlageziel zu erreichen. Wenn Du lieber sportlicher unterwegs sein willst, dann nimm ein höheres VaR Portfolio.

We do the rest. Das liegt daran, dass wir Dir ein passives Indexportfolio mit gleichbleibendem Verlustrisiko anbieten. Passive Anlage mit aktiven Risikomanagement sozusagen. Wenn zukünftige Renditen auf der Basis historischer Renditen prognostizierbar wären, sollte es einen temporalen Zusammenhang zwischen aufeinanderfolgenden Renditebeobachtungen geben.

Alle Autokorrelationen sind nahe null und zumeist nicht statistisch signifikant i. Infolgedessen ist festzustellen, dass vergangene Renditen geringe bzw. Dies steht im Kontrast zum Verhalten der Risikokomponente, welche in der unteren Abbildung dargestellt ist: Die Datensätze illustrieren, dass es sehr schwierig, wenn nicht sogar unmöglich ist, belastbare Prognosen für die Entwicklung von Anlagepreisen zu treffen.

Die Prognostizierung von Finanzmarktrisiken auf der anderen Seite, ist aufgrund der empirischen Belege für lineare Vorhersagbarkeit, wesentlich vielversprechender. Scalable Capital bedient sich der Tatsache, dass die Prognose von Marktrisiken zuverlässiger ist, als die der Richtung von Marktbewegungen. Hallo Eric, wow, was für eine Diskussion.

Super, das Du so offen daran Teil hast. VaR finde ich eine gute Sache, auch wir kontrollieren unsere Standard-Portfolio, die wir empfehlen, nach diesen Prinzpien. Was mir jetzt nicht ganz klar aber bestimmt interessant ist, ist auf welche Daten genau Ihr die Portfoliokonstruktion stützt. Nehmt ihr zum Beispiel die Korrelationen von Assetklassen mit in die Kalkulation?

Ich persönlich habe bei der Auswertung von Datensätzen aus der Vergangenheit zu diesem Thema gemerkt, dass es einen Riesenunterschied macht, welche Indizes, Zeiträume, Erhebungsfrequenzen etc ich für die Datenbasis der VaR-Kalkulation für dieses Thema nehme.

Ändere ich die Datenbasis ändern sich auch ganz schnell meine Ergebnisse. Gerade wenn ich meine Anlage in diese Richtung optimieren will also auch möglichst nah an den VaR Wert rankommen will frage ich mich, woher Ihr die Sicherheit nehmt, das gerade der Datensatz zu den Bedingungen so wie Ihr ihn ausgewertet habt und zukünftig auswertet genau der Richtige ist?

Für die Datenbasis von VaR scheinen mir so viele Annahmen zu gelten, dass man gar nicht die Sicherheit haben kann, das man mit VaR so genau rechnen kann. Die Annahmen sind da das entscheidende. Wieso ist VaR trotzdem gut? Aber wir glauben, dass es dem Nutzer einfacher macht, sein Portfolio richtig zu diversifizieren - ohne genau einen Prozentwert in welcher Richtung auch immer treffen zu können.

Auf dem Blog von Alexander klarplus gibt es hierzu diesen Artikel: Interessante Diskussion darüber, was "Beratung" eigentlich bedeutet. Manchmal kann ich nicht ganz nachvollziehen, wenn dann so Begriffe wie "gut zureden" und "händchenhalten" benutzt werden eben die "emotionale Ebene", die du ja bei Robos bemängelst. Aber dann muss ich mich wohl auch immer wieder daran erinnern, das ich als Typ aufgeklärter Selbstanleger wohl eben nicht in die Zielgruppe gehöre, die vielleicht tatsächlich sowas braucht, und das mag auch gern die Mehrheit sein.

Aber können diese Anbieter egal ob Menschen oder Roboter das in der Praxis wirklich so leisten, wie du dir das vorstellst? Es geht doch im Prinzip praktisch nur darum, was in einem Börsencrash passiert über Gewinne hat sich ja noch niemand beschwert , in denen ja die Verlust Grenzen eines jeden Systems auf die Probe gestellt werden, und die Anleger zwei Fragen haben:.

Sollen die Berater nun eine Mail an alle Anleger schicken oder jeden einzelnen anrufen , und ihnen versuchen zu erklären:. Zumal es für viele Kursbewegungen einfach keine wirkliche Erklärung gibt. Am Ende hat vielleicht nur irgendein zugekokster Investmentbanker mit Fettfinger auf die falsche Taste gedrückt.

Der Furz im späten August ist uns ja allen noch im Gedächtnis, und niemand kann wirklich sagen woher er kam. Wir wissen doch noch nichtmal von '87 so richtig was da genau passiert ist. Über Sinn und Unsinn beider Ansätze kann man lang diskutieren. Ja, das setzt voraus das man sich ein paar Stunden mal mit Finanzthemen beschäftigt, aber wer dafür zu faul ist, für den hält sich mein Mitleid in Grenzen.

Ich bin ja zum Glück auch kein Anbieter, der was verkaufen will und sich mit solchen Kunden rumschlagen muss. Das hat nichts mit "Risikoignoranz" zu tun, im Gegenteil.

Überall in der Finanzbildung, ob nun akademisch oder wie hier bei den Laienbloggern, wird versucht abseits solcher Extreme ein vernünftiges, funktionales Verhältnis zur Börse zu vermitteln. Die für den Privatanleger relevanten Erkenntnisse passen im Prinzip auf einen Bierdeckel: Gebühren möglichst klein halten Renditen sind ja nicht garantiert, Kosten dagegen immer , Kapital möglichst breit streuen robuste Diversifikation statt fragiler Einzelwetten , Anlagehorizont möglichst langfristig da das Spektrum rollierender x-Jahres Renditen umso positiver ist, je länger der Beobachtete Zeitraum.

Alles weitere sind eigentlich nur Folgerungen daraus. Es liegt nun am Anleger selbst, diese Grundsätze wirklich zu verinnerlichen und konsequent zu praktizieren. Dafür braucht es dann auch keine "Berater", die einem diese "Arbeit" und wenns auch nur ne mentale ist gegen Bezahlung abnehmen.

Nur zum Verständnis beschreibe ich dir nochmal, wie hier in der Laien-Community das Thema "Risiko" behandelt wird: Dann wird folgender Fall durchgespielt: Die empfohlene Aktien-Investitionsquote ist dann ein einfacher Dreisatz aus Kapitalanteil, Zielverlust und Maximalverlust. Experten zu bezahlen, das am Computer zu berechnen ;-. Aber natürlich stimmt auch, das VaR in der Praxis eben nicht einfach nur statisch ist, sondern es Phasen mit höheren und niedrigeren Verlustwahrscheinlichkeiten gibt und deswegen die Portfolio-Allokation dynamisch optimiert werden kann.

Euer Angebot ist es ja, das automatisiert für den Anleger zu machen. Aber man sieht schon an den Reaktionen in den Kommentaren, was die Schwierigkeiten sind, Leute davon zu überzeugen. Nun könnt ihr vielleicht hoffen dass genug Kunden euch trotzdem vertrauen "ich kapier zwar nicht wirklich, was da abläuft, aber die benutzen tolle Worte, die Website sieht hip aus, und die Macher sind alle hochstudiert, das wird also irgendwie schon stimmen was die sagen" und bereit sind ihr Geld in eine Blackbox zu investieren.

Aber ich bin mir nicht so sicher wie erfolgreich ein "du brauchst dir keinen Kopf zu machen, wir kümmern uns schon drum"-Angebot sein wird, gerade beim heutzutage allseits grassierenden und begründeten Misstrauen gegen jegliche Finanz-Alchemisten.

Ihr solltet zum Beispiel besser beschreiben, was "VaR" eigentlich bedeutet, und vor allem wie ihr das berechnet. Gebt an konkreten, nachvollziehbaren Beispiel mal an, wie ihr den VaR für ein Asset berechnet, und gebt auch Beispiele wie ihr ein Portfolio mehrerer Assets nach target-VaR optimiert.

Von mir aus auch schön mit bunten Grafiken und Tabellen zur besseren Anschaulichkeit. Dazu hatte ich schon beim Wesir einen Absatz über diese Pauschalaussagen geschrieben. Das ist also, wenn überhaupt, nur ein Argument daFÜR diese Strategien am besten in möglichst automatisierten Prozessen zu betreiben. Genauso ist auch "Market-Timing" ein so breiter Begriff, und es gibt verschiedene Strategien, die durchaus keine Zeitvergeudung sind.

Und in keiner der empirisch belegten Strategien, die seriös sind, geht es darum "Kurse zu prognostizieren". Das ist vielleicht eine flapsige Vereinfachung oder ein Missverständnis, aber niemand behauptet, die Kurse der Zukunft nun exakt auf die dritte Nachkommastelle vorherzusagen. Je nachdem, wie man es definiert, könnte man euch ja genauso "vorwerfen" weils ja mittlerweile schon negativ assoziierte Begriffe sind dass ihr im Prinzip auch nur Asset Picking und Market-Timing betreibt, da ihr ja auch aktiv tradet und die Assets hin und her schichtet.

Schade, aber verständlich, dass ihr auf eurer Firmenseite noch keine Daten rausrücken könnt. Gerade weils eben ein für die meisten Menschen neues Konzept ist, brauchen die erstmal belastbare Fakten, um sich drauf einlassen zu können, und da hilft es, zumindest schonmal eine Vergleichsgrundlage zu haben, wie sich das System so in der Vergangenheit geschlagen hat ggü der reinen Aktienanlage, oder auch gegenüber simplen selbstgebauten Misch-ETFs z.

Und ja, natürlich geht es da nicht nur um Rendite. Selbst wenn das Konzept eben nicht mehr Performance als die reine Selbstanlage gebracht hätte, aber dafür den Verlust zuverlässig in den gewünschten Grenzen gehalten hätte was ja seine eigentliche Aufgabe ist , hat es schon seine Berechtigung erfüllt.

Meine Idee für die Evolution der Branche beruiht auf der These: Alles, was mit Asset Allokation zu tun hat, ist extrem preissensitv. Das Mangement lebt von dem, was sie mit der Wertpapierleihe machen. Ein reines Zahlenspiel wie im Einzelhalndel:. Schau Dir an, was aus dem Telco-Markt geworden ist. Preis-Erosion wo man hinschaut. Den Banken steht etwas ähnliches bevor.

Noch ein Wort zu Szenario 3. Das ist vollkommen irrational. Es geht nur um Emotionen, Zuversicht und Vertrauen. So wie Hollywood uns das zeigt: Das Vorschiff verschwindet unter den Brechern, die ersten Container sind über Bord gegagen und haben Teile der Reeling zerstört, das ganze Schiff rollt, bockt und ächtzt. Das Schiff kommt durch und alle gratulieren dem Käpt'n zu dieser Leistung.

Aber sie alle hätten längst aufgegeben, hätte der Alte nicht so stoisch auf der Brücke gestanden. Vollkommen irrational, aber wer hat jemals gesagt, dass Geldanlage etwas mit Geld zu tun hätte ;-. Die Amis nennen das etwas vornehmer "behavioral coaching". Dieses Verhaltens-Coaching ist in meinen Augen das Einzige, was wirklich zählt. VaR finde ich eine gute Sache, auch wir kontrollieren unsere Standard-Portfolio, die wir empfehlen, nach diesen Prinzipen.

Wir schauen uns auch Korrelationen an. Sie spielen aber bei uns nicht so eine entscheidende Rolle, da wir vorziehen, mit Verfahren zu arbeiten, die möglichst nicht oder nur teilweise parametrisch sind. Da können die Ergebnisse stark von der Wahl der Stichprobe abhängen. Wir verwenden stets die längst mögliche Datenhistorie und extrahieren daraus die wesentliche Risikodynamik, um VaR-Projektionen herzuleiten. Dazu sind natürlich Annahmen erforderlich.

Die leiten wir aber im wesentlichen von den empirischen Dateneigenschaften "stylized facts" der Assetklassen ab. Das volatile Markttage zeitlich zueinander korrelieren ist korrekt und ja auch bekannt.

Euer Ansatz, diese Korrelation zur Prognose von Risiko zu nutzen, ist daher grundsätzlich sehr interessant. Meiner Meinung nach vernachlässigt ihr dabei jedoch den Fakt, das die Zeiten hoher Volatilität meist durch einen sehr volatilen Tag eingeleutet werden, welcher sich nicht vorhersagen lässt. Dies sieht man ja auch ganz gut in eurem Diagramm: Erst nach diesem Tag könnt ihr mit eurem Risikomanagement reagieren.

Dann ist das Kind jedoch schon in den Brunnen gefallen, denn eure Portfolios sind ja schon dramatisch gefallen. Und wenn man vor dem "Crash" aufgrund der geringen beobachteten Volatilität riskantere Anlageklassen übergewichtet hat, dann ist man in dieser Situation natürlich besonders gefährdet. Wie auch immer ich das Modell drehe: Am Ende einer Krise geht man auf jeden Fall mit einer deutlich niedrigeren Rendite raus als wenn man eine simple Buy-and-Hold Strategie verfolgt. Weiterhin habe ich mir mal eure Website angeschaut.

Laut euren Angaben investiert ihr in Titel aus 90 Ländern. Könntest du dort mal genauer darauf eingehen welche Länder das sind.

Ich habe mir die zugrundeliegenden Fonds angeschaut und komme auf "nur" 49 Länder. Ich finde scalable adressiert den wichtigsten Punkt bei der Geldanlage nämlich die Risikotragfähigkeit. Vielen Dank für die ausführliche Beschreibung der Abfragen der Risikotragfähigkeit. Das sind ja eigentlich genau die Abfragen des Finanzwesirs, ergänzt um eine schöne Risikoumrechnung. Ich denke Schieberegler alleine oder die Abfrage ob ich "risikobereit" bin sind viel zu abstrakt. Dann übernimmt es noch eben den operativen Kram.

Für den informierten Anleger und Finanzwesirleser wie mich ist das natürlich nichts. Die Automatisierung macht diese Asset-Allocation-Rechnung auch bezahlbar. Eine realistische Beschreibung der möglichen Ereignisse ist m. Der Ansatz von Scalable mit seiner sehr plastischen Darstellung von Risiko erscheint im Vergleich zu den anderen Schiebereglern schon am Besten. Wird bei der Ermittlung der Risikotragfähigkeit auch ermittelt, wie sicher sich der Anleger seiner Entscheidung ist?

Wie verhindert ihr, dass der eher uninteressierte Anleger nach einem Jahr bei einem sehr unwahrscheinlichen Ereignis mit verheerender Wirkung sagt, "Alles Lüge ich bin raus hier!

Lars Reiner - Mitgründer von Ginmon sagt am Gerne beteilige ich mich auch an der spannenden Runde. Die Diskussion war bisher ja bereits sehr produktiv und vieles was hier geschrieben wurde kann ich uneingeschränkt unterschreiben. Wir sehen, dass unsere Kunden typischerweise gut informiert, selbstbestimmt und gebildet sind - aber eben einfach zu beschäftigt, um die Indexfonds-basierte Geldanlage dann auch konsequent in der Praxis umzusetzen und zu pflegen.

Unseren Kunden ist es daher wichtig, dass sie eine transparente und automatisierte Plattform haben, die Arbeit abnimmt und dabei nur minimale Gebühren verursacht. Wichtig ist es zudem auch, Anteile an echten Unternehmenswerten zu halten, keinen unnötigen Risiken ausgesetzt zu sein z.

All dies kann ein Robo-Advisor sehr gut leisten und wird daher sicherlich zu Recht von vielen als interessante Alternative zu traditionellen Bankprodukten, aber auch dem DIY-Ansatz, wahrgenommen. Irgendwie klingt das für mich immer noch wie die Quadratur des Kreises. Für was denn genau bitte, hier wird ja nicht hektisch getraded? Von wirklich selbstbestimmten, gut informierten Anlegern kann man wohl auch erwarten, dass sie in der Lage sind, sich alleine die passenden ETFs und deren prozentuale Verteilung raussuchen zu können z.

Das Rebalancing, was jeder selbst einmal im Jahr in 10 Minuten hinkriegt? Die "Arbeit", sich Gedanken über Fondsauswahl machen zu müssen - was die meisten Robos einfach dadurch lösen, das es erst garkeine eigen mögliche Auswahl gibt?

Oha, was für eine "Betreuung" findet denn bei euch konkret statt? Im Kleingedruckten steht doch explizit dass es keine Anlageberatung oder Vermögensverwaltung gibt, und nur Fondsvermittlung bzw technische Weiterleitung von Aufträgen gemacht wird.

Der Kunde handelt auf eigene Verantwortung und hat keinerlei Ansprüche ggü euch reiner Technologieträger. Ihr tut den Leuten ja nicht gut zureden und Händchen halten, und seid rechtlich auch nicht verantwortlich falls die Renditen eurer Portfolios nach dem nächsten Börsencrash in den Keller rauschen und irgendwelche Dödel auf die Idee kämen euch zu verklagen so nach dem Motto "aber die haben mir doch empfohlen Ausser dass eben einmal im Jahr die Ausgangsgewichtung wiederhergestellt wird.

Es wird einfach stur die Allokation durch gehalten. Die Robos sind natürlich schon ein Fortschritt was Kosten und Produkte angeht im Gegensatz zu dem was das Volk so aufgeschwatzt bekommt wenn es einfach nur weiter treudoof in die nächste Bank- oder Versicherungsfiliale dackelt. Die ganzen Naivlinge bzw. Und all diejenigen die sich selber kümmern wollen finden auch schnell raus das sie dafür keine Robos brauchen.

Ich war bislang dem Irrglauben? Grad mal nachgeschaut, Ginmon benutzt nur folgende 5 Fonds aus welchen dann nach dem bekannten Multiple Choice Prinzip die Allokation zusammengemischt wird:. Und wenn man mal auf die Anbieterseiten schaut, tja all diese Fonds betreiben auch Wertpapierleihe. Und sie nutzen zudem Derivate da Optimzed Sampling. War dann von Herrn Reiner sicherlich nur ein Versehen und keine vorsätzliche Täuschung;-. Die Jungs von Scalable und fintego haben sich da besser geschlagen.

Journalisten kann man diese Marketing-Brocken hinwerfen, die sind immer unter Zeitdruck und schieben das 1: Das das nicht gut gehen würde, war mir klar, als ich den Beitrag freigeschaltet habe. Meine Frau hat schon gefragt, warum ich so böse gegrinst habe. Hätten meine Leser das nicht schon erledingt, hätte ich das nachrecherchiert und entsprechend geantwortet. Es handelt sich aber dennoch um eine rein physische Replikation.

Im Fondsbericht unter https: Chris, Dummerchen, Bankenretter Es scheint mir, als sei hier sehr gefährliches Halbwissen von eurer Seite unterwegs. Sehr geehrter Herr Dr. Es wäre nett,wenn Sie dieses Statement erläutern könnten. Begründete Gegenmeinungen sind gern gesehen. Risiko eines Konkurses der Gegenpartei. Ich lerne gerne dazu, Sie scheinen über ein fundiertes Fachwissen zu verfügen. Dann lassen Sie mich und andere doch daran teilhaben. Optionen und Futures, Swaps, Termingeschäfte, Termingeschäfte mit Barausgleich, Kreditderivate wie Single-name-CDS und CDS-Indizes , Devisenkassageschäfte, Caps und Floors, Differenzkontrakte und andere Derivattransaktionen gehören, um zur Erreichung seiner Anlageziele beizutragen und um beispielsweise ein Engagement in bestimmten Bestandteilen des Referenzindex oder im Referenzindex selbst zu erzielen, um eine mit der Rendite des Referenzindex vergleichbare Rendite zu erzielen, um die Transaktionskosten bzw.

Steuern zu reduzieren oder um ein Engagement in illiquide Wertpapiere oder in Wertpapiere, die aus markt- bzw. Hier findet sich unter 2. Was sagt uns das? Auch die "sicheren" Replizierer bei ishares können Derivate inkl. Sorry für die verspätete Antwort! War ein bisserl unter Wasser die letzte Zeit. Eine anonyme Bombendrohung sorgte an der Frankfurter Börse gestern um Das Gebäude wurde geräumt. September mit Toten war nur ein kleiner Vorgeschmack. Hier wurden gezielt alle Daten von virtuelle Börsenwerte mit Derivatkontakte zerstört.

Banken waren bilanztechnisch Pleite. Weiter zu " Apokalypse " -. Seine Vision sollte im Jahre bittere Realität werden. Nun folgte ein Terroranschlag auf einen Kommunikationssatelliten macht ganz Asien Blind und ein ganzer Kontinent verfällt im Chaos. Nach Angaben der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich BIZ sollen sich die ausstehenden Kontrakte weltweit auf über Billionen Dollar belaufen, aber das dürfte stark untertrieben sein. Auswahl von Zahlen, die bis Mitte August offiziell bestätigt wurden: Doch diese Krise ist nur die Spitze des Eisbergs, denn die gleichen laxen Gepflogenheiten wie bei der Gewährung von.

Hypotheken herrschten in Amerika auch für Auto- und Studienkredite und besonders für Kreditkartenschulden. Auch wenn ihre Rettungspakete inzwischen beispiellosen Umfang erreichen, ist das immer noch winzig im Vergleich zu der Krebsgeschwulst, die sie retten wollen. Das Gesamtvolumen genau zu beziffern, ist unmöglich - aber es ist sehr leicht anzugeben, wie viel dieser Derivatmarkt wert ist: So funktioniert das Weltfinanzsystem.

Fabian - Gib mir die Welt plus 5 Prozent. Die Hyperinflation würde den Wert des Dollars selbst auslöschen, und mit ihm Renten, Ersparnisse, Bankguthaben, Aktienportfolios und alle übrigen Vermögenswerte. Haushalte, Unternehmen und Regierungen würden ruiniert, so dass faktisch selbst die Staaten aufhörten zu existieren.

Das ist nur eine grobe Skizze der Schrecken, die eintreten könnten, wenn wir diesen Weg beschreiten würden. Alle Derivatgeschäfte sollten für null und nichtig erklärt und aus den Büchern der Spekulanten gestrichen werden.

Jedes Finanzinstrument, das Derivate enthält, sollte ebenfalls für null und nichtig erklärt und aus den Büchern gestrichen werden. So funktioniert der Geldbetrug. Der Geldbetrug hat erstmalig eine globale Dimension, weil er sich weltumspannend abspielt, von keiner nationalen Regierung deshalb mehr kontrolliert, gestoppt oder verhindert werden kann, und weil er sogar nach den veralteten nationalen Gesetzen formell legal stattfindet.

Sicher ist aber, dass der Geldbetrug wie jeder andere Betrug auch nicht langfristig zur Bereicherung der Täter durch Entreicherung der Opfer führen kann, weil kein freies Geldsystem auf Dauer missbraucht werden kann.

Nach der Finanztheorie ist Geld ein legalisiertes Tauschmittel, dass auch zur Wertaufbewahrung dienen soll. Die Ausgabe von Geld war deshalb früher staatliches Privileg Münzhoheit. Der Staat garantierte also die Reinheit des Metalls und das Gewicht der Münzen, so dass man nicht nur im Inland, sondern auch im Ausland jederzeit wusste, wie viel jedes Geldstück wert war.

So waren die Metallmünzen zugleich Tauschmittel und Dauerwert. Der Staat musste aber, um Geld ausgeben zu können, Gold und Silber haben.

Deshalb war es wichtig, dass zum Beispiel Silberbergwerke in staatlicher Hand waren Rammelsberg bei Goslar und auf diese Weise der Staat das Silber für zusätzliche Prägemünzen einsetzen konnte. Umgekehrt wussten die Bürger, dass der Staat nur soviel Geld ausgeben konnte, wie er über Edelmetall verfügte. Der Edelmetallvorrat war also die Basis für das in Edelmetall umlaufende Naturalgeld Goldumlaufwährung.

Keck verhökern diese Knaben. Soll man das System gefährden? Für die Zechen dieser Frechen. Dann wird bisschen Krieg gemacht. Vom Realgeld zum Nominalgeld. Das Ergebnis war jeweils, dass die Kaufleute und Bürger das schlechte Geld weitergaben, das gute aber behielten, bis alle Bescheid wussten und das schlechte Geld wieder eingeschmolzen werden musste.

Goldumlaufwährungen gab es noch bis zum Ersten Weltkrieg. Jede Goldumlaufwährung hat allerdings den Nachteil, dass Gold nicht so stark vermehrbar ist, wie die Wirtschaft wächst, dass also eine gewisse deflatorische Geldknappheit stärkeres Wirtschaftswachstum behindern könnte.

Deshalb gingen viele Staaten zu einer indirekten Goldwährung über: Sie hatten einen bestimmten Goldschatz und gaben auf dieser Basis staatliche Zentralbanknoten aus, die im täglichen Gebrauch leichter zu transportieren, zu zählen und auch in höheren Summen aufzubewahren waren.

Ihr Wert beruhte darauf, dass man die Geldscheine jederzeit bei der Zentralbank vorlegen und in entsprechendes Gold oder Silber umtauschen konnte Goldkernwährung. Auf diese Weise konnte der Staat sogar mehr Nominalgeld ausgeben, als er an Edelmetall verfügbar hatte, denn üblicherweise bestanden nur wenige Geldscheininhaber auf dem Umtausch ihrer Scheine in Gold.

Das System funktionierte weltweit, weil auch Länder, die selbst keinen Goldschatz hatten, den Inhabern ihrer nationalen Geldscheine einen festen Umtauschkurs zu anderen Währungen garantierten, die ihrerseits wieder einen Goldkern hatten. Solange diese Umtauschgarantie bestand, konnten die Bürger darauf vertrauen, dass sie - wenn auch über doppelten Umtausch - die Geldschein-Nominalwerte in Münzrealwerte umtauschen konnten Golddevisenwährung , hatten also eine zumindest indirekte Geldwertgarantie.

Vom staatlichen zum privaten Geld. In dieser privaten Bank wurden nach dem Ersten Weltkrieg die Goldreserven der Welt zusammengekauft, mit der Folge, dass viele andere Währungen ihren Goldstandard nicht mehr halten konnten und in der Deflation zusammenbrachen erste Weltwirtschaftskrise. Auch das Gold Deutschlands musste als Kriegsbeute abgegeben werden. Dieses Gold diente als Deckung für die Dollars.

Die Länder der Welt brauchten nämlich Dollars, um die Rohstoffe dafür zu kaufen, die nur auf Dollarbasis gehandelt wurden. Neben dem Gold wurde deshalb der Dollar immer stärker in den anderen Zentralbanken zur Hauptwährungsreserve. Die Dollarherrschaft über die Welt hatte begonnen.

Der Dollar und alles andere Geld der Welt sind seitdem nicht mehr werthaltig, sondern nur noch gedrucktes, legalisiertes Zahlungspapier. Eine durch nichts gedeckte Währung kann zwar durch Gesetz zum amtlichen Tauschmittel erzwungen werden, nicht jedoch zum Mittel der Wertaufbewahrung. Hierzu bedarf es des Vertrauens der Geldinhaber, dass sie ihr Geld langfristig wertgesichert sehen. Der langfristige Kurswert - das Vertrauen - einer freien Quantitätswährung hängt wiederum allein von der Knappheit des Geldes bzw.

Während sich in den letzten 30 Jahren die Gütermenge der Welt nur vervierfachte, hat sich die Geldmenge vervierzigfacht.

Geldmengenvermehrung bedeutet nämlich immer Inflation. Und Inflation bedeutet Geldentwertung. Für dieses Problem wurden drei Lösungswege beschritten: Tatsächlich ist die Bundesbank gesetzlich zur Werthaltigkeit der D-Mark verpflichtet gewesen Neutralgeldtheorem und war weitgehend staatsunabhängig. Dies hat dazu geführt, dass die D-Mark als stabilste Währung der Welt immer mehr auch Währungsreserve und bevorzugte Wertanlage wurde.

Die meisten anderen Staaten haben eine "orientierte Quantitätswährung" bevorzugt. Sie verpflichteten ihre Zentralbanken, die Geldmenge an bestimmten Zielen zu orientieren, wie zum Beispiel Wachstum, Vollbeschäftigung oder anderen. Frankreich, Italien, Spanien usw. Vor allem führt ein Nebeneinander von Währungen, die teils von einer unabhängigen Staatsbank in ihrem Wert gehalten werden - wie die D-Mark - oder andererseits von abhängigen Staatsbanken oder sogar von Privatbanken nach deren jeweiligen Zwecken frei manipuliert werden, zu erheblichen Kursspannungen: Vor allem aber wurde an der "harten" Währung deutlich, wie weich eine ständige Geldmengenvermehrung die inflationierten Privat- oder Staatswährungen gemacht hatte.

Die der Geldwertstabilität verpflichtete Bundesbank wurde so zum gemeinsamen Störer im Chor der Geldmengenvermehrer und Inflationisten des Weltwährungssystems - kein Wunder, dass dieser Störer durch Abschaffung der Deutschen Mark und Einbindung in eine wieder mehr von der Politik gesteuerte, nicht mehr souveräne Europäische Zentralbank ausgeschaltet werden musste.

Die Bevölkerung hätte nie freiwillig die solide D-Mark geopfert. Inzwischen hat also keine Währung der Welt noch irgendeine reale Wertgrundlage, hat sich das Geld der Welt von jedem zugrundeliegenden Sachwert gelöst, wird es als Papier hemmungslos neu gedruckt und durch ständige Vermehrung ständig entwertet. Dass die Leute immer noch glauben, das Geldpapier, welches sie in der Hand haben, habe einen festen Wert, liegt daran, dass durch geschickte Manipulation der Devisenkurse ein scheinbares Wertverhältnis vorgespiegelt wird.

Diese Devisenkurse werden nämlich von genau den gleichen Gruppen manipuliert, die auch die Geldmengenvermehrung produzieren. Wer sein Öl nicht gegen wertlose Dollars, sondern gegen Euro verkaufen will, wird zum Terroristen erklärt Saddam. Das Gold der Welt hat sich dadurch wiederum wie vor der ersten Weltwirtschaftskrise bei den Eigentümern des Federal-Reserve-Systems konzentriert, so dass ein neuer Goldstandard nur mit deren Willen und nach deren Diktat wieder einzuführen wäre und die FED-Eigentümer mit einer Neufestsetzung des Goldpreises Greenspan: Aber auch der amerikanische Staat kann durch die Dollarvermehrung mehr ausgeben, als er einnimmt Schuldenreiterei.

Missbrauch des Dollars durch Geldmengenvermehrung ist also sowohl für die herrschende US-Finanz als auch für die von ihr beherrschte US-Administration einseitiger Vorteil. Deshalb hat sich das Dollarvolumen in den letzten 10 Jahren immer schneller vermehrt. Ebenso haben sich die Schulden des amerikanischen Staates gegenüber dem Ausland drastisch vermehrt. Dass diese ungehemmte Dollarvermehrung nicht längst den Dollarabsturz und zur Zurückweisung des Dollars durch die Kunden geführt hat, ist kluger Regie und Erpressung zu verdanken: Die Währung der Satellitenstaaten wird also und ist bereits mit immer wertloseren Dollars unterlegt - also praktisch ebenso wertlos geworden.

Somit sind alle im gleichen Geldentwertungsboot: Dem Schuldner steht es frei, wie stark er seine Schulden abwerten und damit seine Gläubiger betrügen will.

Dem Publikum wird inzwischen allerdings mit manipulierten Kursen und Kurspflege suggeriert, die missbrauchten Währungen und das hemmungslos vermehrte Geld hätten immer noch einen soliden Kurswert.

Noch wird die Illusion des Geldwertes trotz dramatischer Entwertung durch den Zwang eines gesetzlichen Zahlungsmittels künstlich aufrechterhalten. Würde eine Währungsreform kommen, stünde zum Beispiel die Eurobank ohne Werte da.

Es ist zumeist angeblich naturaliter an die private Federal Reserve Bank und von dieser weiter verliehen, also im Zusammenbruch nicht mehr greifbar.

Das System lebt davon, dass ein Missbrauch nicht diskutiert und nicht veröffentlicht wird. Die wichtigsten Währungen der Welt sind so hemmungslos vermehrt worden und stehen auf so tönernen Füssen, dass ihre Währungen Dollar, Euro, Yen und andere keine echte Wertaufbewahrungsfunktion für die Bürger mehr haben.

Auch die Tauschfunktion der Währungen wird nur durch Manipulation und Täuschung über einen angeblichen - aber nicht vorhandenen - Kurswert künstlich aufrechterhalten und ist längst nicht mehr echt.

Wüssten die Marktteilnehmer dagegen, dass sie mit dem Nominalwert des Geldscheins nur ein wertloses Wertversprechen von Privatleuten in den Händen haben, denen längst nicht mehr zu trauen ist, die ständig ihre Macht, den Geldwert zu manipulieren, missbrauchen, so würde auch das Vertrauen in diese Privatwährung Dollar zusammenbrechen. Mit dem Geld ist es so wie mit den Aktien. Auch die meisten Aktien sind keine Substanzwerte, sondern nur Hoffnungswerte. Gewinn oder Verlust im Börsenspiel sind reine Hoffnungswerte, keine Sachwerte.

Ebenso ist es mit dem Geld. Einziger Sachwert ist der Wert des Papiers. Alles andere ist Hoffnungswert im Vertrauen auf die korrupten, aber stärksten Finanzmächte der Welt. Mit Scheingeld zu Sachwerten. Sie kaufen mit dem immer wertloser werdenden Geld seit Jahrzehnten alle Sachwerte auf, die sie noch erwischen können: Rohstofflager, Industriekomplexe, Immobilien und jede einigermassen intakte ausländische Kapitalgesellschaft in freundlicher oder feindlicher Übernahme zu fast jedem Preis.

Mit Sachwerten zu Monopolen. Zurzeit läuft ein Monopolisierungsversuch mit Hilfe der Gen-Manipulation. Genmanipulierte Tiere und Pflanzen sind selbst unfruchtbar. Wenn man also die Genmanipulation flächendeckend durchsetzen kann, müssen alle Bauern einer Firma mit einem Patentmonopol das Gen-Saatgut zu dem von ihr festgesetzten Monopolpreis abkaufen, können sie nicht mehr ihr selbst geerntetes Getreide zur Saat verwenden.

Ein anderes Monopolisierungsspiel läuft zurzeit auf dem Zuckermarkt: Die EU hat ihren Zuckermarkt durch eigene Marktordnung geregelt, um den Bauern die Rübenzuckerproduktion zu erhalten, die für viele von ihnen existenznotwendig ist. Das Spiel geht gerade in die letzte Runde. In diesem Spiel ist allerdings Ron Sommer über seine Grenzen gegangen und gescheitert.

Mit Sachwerten zur Währungsreform. Ein Ausbruch der Vertrauenskrise wird die jetzt noch beherrschte, schleichende Inflation zur galoppierenden offenen Inflation machen, die zwangsläufig in eine Währungsreform einmünden muss. Da sie in vielen Bereichen inzwischen Weltmonopolstellungen erreicht hat, kann sie sogar die Welt jederzeit mit Monopolpreisen zu Sonderabgaben heranziehen. Noch nie hat es eine solche Finanzmacht der Welt gegeben, noch nie war sie für die Gesamtbevölkerung der Welt so gefährlich.

Die USA haben sich nämlich in den vergangenen Jahren immer kräftiger gegenüber dem Ausland verschuldet. Das Ausland hat Güter geliefert Sachwerte , dafür aber wertlose Dollars bekommen.

Alle Zentralbanken sind voll mit faulen Dollars. Bricht also die Leitwährung Dollar zusammen, werden zwangsläufig auch die Satellitenwährungen mit zusammenbrechen, deren einzige Basis ein Bestand an faulen Dollars ist. Die sich abzeichnende Währungsreform des Dollars zieht zwangsläufig eine Weltwährungsreform aller Währungen nach sich, für welche der faule Dollar jetzt noch Hauptwährungsreserve darstellt.

Durch Währungsreform zur Weltwährung. Irgend etwas wird also in nächster Zeit mit dem Dollar geschehen. Eine neue Währung bietet die Möglichkeit, die alten Währungsschulden abzuwerten und damit die Gläubiger, die noch alte Währung haben, entsprechend zu entreichern. Wenn eben ein neuer Euro-Dollar 20 alte Dollar oder 15 Euro wert ist, sind die alten Währungen entsprechend abgewertet, sind die Gläubiger in alter Währung entreichert, hat sich das Spiel für die privaten Geldausgeber gelohnt.

Vor allem würde damit der US-Staat ebenfalls entschuldet: Seine jetzige Auslandsverschuldung von 5 Mia. Ein neues System würde den alten Tätern wieder eine neue Währung in die Hände spielen und ihnen damit das neue Spiel mit der Weltwährung Euro-Dollar 20 bis 30 weitere Jahre erlauben. Auch mit Veröffentlichung dieses Geldbetrugssystems wird kein Aufschrei durch die Welt gehen. Das Spiel zu durchschauen ist aber wichtig für Menschen, die durch dieses Spiel Verluste erleiden könnten. Wer also Finanzvermögen hat, sollte zuhören bzw.

Die laufende Geldentwertung der vergangenen 40 Jahre hat offenbar die Menschen nicht klug gemacht. Sie wird in den nächsten Jahren galoppieren bis zum bitteren Ende, weil sie nämlich ein einseitiger Vorteil der Täter ist. Ihr Ziel ist das globale private Geldsystem, welches sie mit der Vorherrschaft ihres Privatdollars und seiner Durchsetzung als Hauptwährungsreserve überall in der Welt weitgehend erreicht hat und nur noch mit einer Weltwährung - Euro-Dollar - formalisieren müssen.

Sie wird die Missbrauchsmöglichkeit wieder nutzen und wieder zum eigenen Vorteil mit Geldmengenvermehrung die Welt betrügen und ausbeuten. Die Erfahrungen haben aber auch gezeigt, dass die meisten Regierungen ihre Währungen ebenso missbrauchen, wenn sie die Möglichkeiten dazu haben, wenn sie also Einflussmöglichkeiten auf die Zentralbank und ihre Geldmengenpolitik haben.

Sie würde also mit jeder Art einer auf Gold basierenden Währung wiederum Gewinner und Ausbeuter werden können. Bleibt also nur die Lösung einer Quantitätswährung. Diese Quantitätswährung darf aber nicht frei, willkürlich bestimmbar bleiben, sondern muss an dem Neutralgeldziel orientiert werden. Die Geldmenge darf also nicht stärker wachsen als die Gütermenge. Aus dem monetären Sektor dürfen nicht wieder inflatorische oder deflatorische Effekte auf die Währungen und die Weltwirtschaft ausgehen.

Dies ist nur mit streng neutralen und so unabhängigen Zentralbanken erreichbar, dass sie gleichsam die "vierte Gewalt" darstellen, nicht in privater Hand liegen und nicht durch Regierungen beeinflusst werden können.

Dies wäre eine Jahrhundertchance. Deshalb tut Aufklärung Not, um der Bevölkerung, Wirtschaft und Politik die Gefahr des Monopolkapitalismus nicht nur für die derzeitige Währung, sondern auch für ein neues Währungssystem aufzuzeigen. Teil 1 - Die Templer sind Erfinder des modernen Bankensystems. Zwar finden sich einzelne "Waffenbrüder" schon in den Reihen der rund zwei Jahrzehnte zuvor gegründeten Johanniter, die den Pilgern im Heiligen Land Unterkunft gewähren und sie medizinisch versorgen.

Die Tempelritter aber sind der erste geistliche Orden, der sich ganz dem Kampf widmet, ein Bund heiliger Krieger. Später verleiht ihm die Kurie weitreichende Privilegien: Sie haben eigene Priester, sind vom Zehnten befreit, ja dürfen ihn selbst erheben, und sie sind auch rechtlich allein Rom unterstellt.

Sie bauen Wein an und Getreide, sie züchten Vieh und unterhalten von der Mitte des Jahrhunderts an sogar eine Mittelmeerflotte, um Krieger und Pferde zu verschiffen.

Ohne diesen Rückhalt in Europa wäre der Orden rasch untergegangen — vernichtet im Kampf. Und ohne die Templer hätten sich die lateinischen Staaten nicht fast zwei Jahrhunderte lang im Vorderen Orient behaupten können.

Darüber hinaus betätigen sich die Templer als Bankiers und Schatzmeister. Sie führten den Zins ein und sind damit Erfinder unseres modernen Bankensystems. Sie arbeiten mit hoch entwickelten Buchführungstechniken. Und bald lassen sogar Könige ihre Finanzen von ihnen verwalten.

Die englische Krone nimmt Kredite auf. Im festungsgleich bewehrten Pariser "Temple" lagert während des Jahrhunderts der französische Staatsschatz. Jahrhundert zählen sie rund 7. Weiter zu Teil 2: Viele Bankgeschädigte konnten den Konkurs mit de m damit verbunden wirtschaftlichen Ruin nicht verkraften und mussten auf städtische Friedhöfe beerdigt werden.

Wenn die Banken hierfür selbst aufkommen müssten,. Wen Sie mir zu dieser Seite etwas mitteilen möchten, dann benutzen Sie bitte das folgende Eingabeformular Auflage - wie ich aus meiner inneren Leere wieder heraus kam -.

Mit Ausnahme der Amerikaner hatten die Siegermächte Angst vor einem wirtschaftlich starken vereinten Deutschland. Entsprechend verzichtete Bundeskanzler Helmut Kohl auf nationale Interessen und es wurde eine Europäische Gemeinschaft gegründet und eine neue Währung eingeführt. Wirtschaftsskeptikern, allen voran Klaus-Peter Kolbatz, wurde eine positive Auswirkung bei Exportfirmen durch einen stabilen Umrechnungskurs zum Dollar prognostiziert.

Dem stellte Kolbatz einem wirtschaftlichen Kahlschlag gegenüber und gab der im Grunde guten Idee zum damaligen Zeitpunkt keine Chance. In einem Dominoeffekt wird sich dieser wirtschaftliche Absturz international ausweiten und z. Kolbatz war selbst über 40 Jahre im in- und Ausland Unternehmer und kennt die Gepflogenheiten des internationalen Marktes sehr genau. Stand der Europäischen Gemeinschaft Heute: Die Europäischen Mitgliedsländer sind hoch verschuldet.

Europa kann als Armenhaus bezeichnet werden. In Deutschland hungert jedes 4. Allein bis Mai sind 20 Milliarden Euro fällig. Staaten wie Portugal, Spanien, Irland und Deutschland werden folgen.

Rekordschulden von 11,4 Prozent des Bruttoinlandsproduktes, Rezession, 20 Prozent Arbeitslosigkeit, Strukturprobleme, wenig Reformwillen und fehlende Zukunftsinvestitionen, lassen jeden Banker zurück zucken. Und sie liegt am Boden. Der Immobiliencrash der vergangenen Jahre hat den Spaniern das Rückrat gebrochen.

Auch Deutschland ist wegen einer wissenschaftlich nicht haltbaren CO2-Treibhauspolitik stark gefährdet. Die Exportschlager Windkraft, Solaranlagen und Autoindustrie werden bis spätestens wegbrechen. Die Rücklagen aus Zeiten des Westdeutschen "Wirtschaftswunders" sind nicht zuletzt auch durch planlose. Aus dem " Land der Ruinen " wurden blühende Landschaften mit europaweit einmaligen Einrichtungen.

Die gesamten Vereinigungskosten für die Zeit von bis beziffert der Wissenschaftler auf netto 1,6 Billionen Euro — brutto sind es sogar zwei Billionen.

Mit dem Zerfall des Ostblocks standen plötzlich die Billiglohnländer vor unserer Tür und unser soziales Hochlohnland war in der bisher bewährten Form nicht mehr Konkurrenzfähig. Die Industrie reagierte und Lohnintensive Betriebe wanderten aus oder wurden mit Steuergeschenke in die neuen Bundäsländer gelockt. Leider haben hier die neuen Bundesbürger ihre Chance nicht erkannt und forderten den schnellen Angleich an West-Löhne. Damit war ihnen die Tür zum riesigen Ost-Markt verschlossen.

Eigentlich ist die freie Marktwirtschaft das einzige System dass sich selbst heilt. Jedoch nur wenn sich alle dazu bekennen und auch daran gemeinsam arbeiten. Hier trafen jedoch zwei Systeme aufeinander. Entsprechend unterschiedlich waren auch die Forderungen an den Staat. Wie ein Dominoeffekt vollzog sich dieser marktfeindliche Eingriff des Staates durch alle Branchen.

Ludwig Erhard würde sich im Grab umdrehen wenn er könnte. Mai - Das Rettungspaket im Überblick. Hinter dem schlichten Begriff verbirgt sich ein für die Euroländer völlig neues Instrument, das im Namen aller 16 Euroländer Geld leihen und an finanzschwache Staaten weiterleiten kann.

Damit gibt es eine Gesellschaft, die Geld leihen und weitergeben kann. Es geht um bis zu Milliarden Euro. Die Euroländer selbst müssen das Geld dabei nicht auf den Tisch legen, sie treten vielmehr als Garanten für das zu leihende Geld auf. Sollten die 60 Milliarden Euro nicht ausreichen, kommen dazu die Milliarden Euro schweren Hilfen der Zweckgesellschaft.

Wie im Fall von Griechenland wird es auch für das Milliarden-Paket einen einheitlichen Zinssatz für alle bedürftigen Länder geben. Griechenland muss für seine Kredite fünf Prozent Zinsen für drei Jahre zahlen. Die Finanzminister vereinbarten, künftig noch strenger auf die Sanierung der Staatshaushalte zu achten. Von den Finanzmärkten bedrohte Staaten wie Portugal und Spanien müssen bis zur nächsten regulären Mai-Sitzung der Finanzminister am Die Euroländer wollen die Finanzmärkte stärker regulieren.

Dazu zählen Derivate und Ratingagenturen, die die Kreditwürdigkeit von Schuldnern - und damit auch Staaten - bewerten. Mai - Deutschland bürgt für bis zu 22,4 Milliarden Euro für Athen allein bis Das sind die geheimen Griechen-Verträge. Das enthüllen der Darlehensvertrag und die Gläubigervereinbarung zwischen den 15 Darlehens-Geberländern und Griechenland.

In Konsequenz erklärte er seinen sofortiger Rücktritt", so Kolbatz noch am Mai in facebook. Weiter mit " Chronik: Rücktritt von Bundespräsident Horst Köhler ". Gauweiler fragt mit Datum vom 8. Mai abends zu unterzeichnen. Köhler unterschrieb das Gesetz erst am nächsten Tag Samstag. Jetzt wartet das Parlament gespannt auf die Antwort der Bundesregierung..

Die Bundesregierung hatte sich allerdings hinter den Kulissen vom Verfassungsgericht beraten lassen — und hält die Griechen-Hilfe für einwandfrei, weil die Deutschland freiwillig mit Krediten hilft. In dem Gesetzentwurf heisst es: Sie will sich an der Griechenland-Hilfe beteiligen! Wenn das passiert, dann gnade uns und dem Euro der liebe Gott. Die wissen doch gar nicht, was los ist.

Wer vor ein paar Jahren griechische Staatsanleihen gekauft hat, galt als guter Europäer. Mit der dramatischen Situation Griechenlands haben aber Spekulanten nichts zu tun. Die haben nur der griechische Staat zu verantworten — und die europäische Politik, die jahrelang weggeschaut haben. Spekulieren ist nichts anderes, als sich ein Bild von der Zukunft zu machen und entsprechend zu handeln.

Durch die Herabstufung von Griechenland, Portugal und Spanien innerhalb von nur 7 Tagen wächst bei Kolbatz das Misstrauen bei amerikanische Ratdingagenturen. Dieser Wert ist bis heute auf 60 Prozent gesunken, der Anteil des Euro stieg hingegen auf fast 30 Prozent. Damit ist der Euro die einzige ernsthafte Konkurrenz zum Dollar als Weltwährung. Kolbatz regt an rein vorsorglich nationale Ratingagenturen nicht weiter zu beauftragen und eine neutrale international besetzte Ratingagentur zu schaffen.

Damit wurde offensichtlich der Vorschlag von Kolbatz aufgegriffen. Weiter mit " 50 Überflüssigsten Behörden! Wirtschaftswissenschaftler sollten prüfen, ob neben dem Euro eine nationale Währung, z. DM nach dem Vorbild der seit Jahren erfolgreich praktizierten Chiemgau-Währung zur nationalen Stabilisierung und Schaffung von Arbeitsplätze beitragen könnte.

Hiervon könnten insbesondere Billiglohnländer die bereits bei Eintritt in der EU hoch verschuldet waren profitieren. Kontakt zu Klaus-Peter Kolbatz Anrede: Herr Frau Firma Ihr Vorname: Andere Währungen müssten gleichzeitig stark abgewertet werden. Jeder zweite Job in der deutschen Industrie hängt vom Export ab. Er erleichtert Handel und Reisen ungemein. Insgesamt 10 Millionen Arbeitsplätze hängen direkt oder indirekt vom Export ab! Insgesamt rechnen unsere Firmen heute über 80 Prozent der Waren in Euro ab.

Wenn unsere Firmen aber deutlich weniger ins Ausland verkaufen könnten, müssten sie massiv Stellen abbauen. Um Kosten zu sparen, würden viele Unternehmen Arbeitsplätze in Billiglohnländer verlagern.

Zur Zeit ist China als Billiglohnland u. Hierbei kann eine starke D-Markt gegenüber unseren europäischen Nachbarländern von Vorteil sein und Deutschland damit langfristig Markführer bleiben. Hier können Sie die hilfreichsten Kundenrezensionen ansehen Sie sind Journalist und möchten über das Buch schreiben? Banken und Sparkassen verweigern im Westen Kredite. Banken drehen Mittelstand im Westen den Geldhahn zu.

Dennoch hätte seine Hausbank den Vorzeigebetrieb fast in die Pleite geschickt. Jürgen Hasler hatte reichlich Aufträge, konnte seinen Umsatz sogar verdoppeln.

Sein einziges Problem war: Er brauchte einen höheren Kontokorrentkredit um Material vorzufinanzieren. Früher ging das immer glatt, jetzt drehte die Bank den Geldhahn zu. Es ist unsere Hauptbank. Wir haben uns gesagt: Mensch, jetzt haben wir endlich mal tüchtige Aufträge für ein ganzes Jahr. Dann wurden wir doch so enttäuscht von dieser Bank. Landesbank Oldenburg verweigerte Kredit. Allgemein aber stellt sie fest: Die Bank setzt Hasler vor die Tür. Über zwanzig Jahre schon führt er das Familienunternehmen.

Er und seine Frau Annegret wollen nicht einfach aufgeben. Jürgen Hasler gibt nicht auf. Ich persönlich wäre dann mittellos gewesen und hätte dann irgendwo vom Sozialamt oder anderswo Mittel beantragen müssen.

So wie den Haslers ergeht es landauf, landab vielen kleinen und mittleren Unternehmen. In einer Studie hat die KfW die Finanzierungsbedingungen für mittelständische Unternehmen untersucht. Die Situation ist im Augenblick sehr angespannt. Der Insolvenzverwalter Dirk Pfeil: Ich habe den Eindruck, dass mitunter ein Mitarbeiter, der eine neue Aufgabe übernimmt, Kreditverträge vorfindet, Geschäftsverträge sichtet und zu dem Punkt kommt: Das ist ein Gefühl, das ich auch nicht loswerde, es scheint mir bei allen Kreditinstituten so zu sein.

Er musste miterleben, wie Kunden plötzlich zu lästigen Bittstellern wurden. Seinen Namen möchte er nicht nennen: Man hat die Daumenschrauben den Betreuern angelegt.

Dann hat man von jungen unerfahrenen Leuten diese Intensivengagements, kleine Nicht betreuen lassen in dem Sinn, ihnen zu helfen, sondern ihn an die Wand zu fahren. Die Banken tragen Mitschuld, wollen davon aber nichts hören. Wolfgang Arnold vom Bundesverband der Banken: Das hängt ganz einfach damit zusammen, dass wir im letzten Jahr ja Aber das Problem des Mittelstandes ist nicht, Kredite zu bekommen, sondern das Problem des Mittelstandes besteht darin, dass die allgemeine wirtschaftliche Situation nicht gut ist.

Banken drehen Mittelstand den Geldhahn zu. Frontal21 besuchte ein Unternehmen, das jahrelang Gewinne machte. Die Geschäftsleitung bittet uns, den Namen nicht zu nennen. Neue Aufträge kommen, aber die müssen zwischenfinanziert werden. Zwischen dem Materialeinkauf und der Bezahlung einer Rechnung im heutigen Bereich des Objektgeschäftes vergehen circa drei bis vier Monate, und in dieser Zeit muss das gesamte Material und müssen Löhne vorfinanziert werden.

Das hat mich sehr überrascht, dass man bereit ist, ein Unternehmen gegebenenfalls, wie man so schön sagt, über die Klinge springen zu lassen. Die Möbelfertigung gilt ihr als Krisenbranche, und sie fragt nicht, wie es um das einzelne Unternehmen steht.

Nur mit Mühe konnte die Geschäftsführung die drohende Insolvenz verhindern. Ginge es nach der Hausbank, käme ein florierendes Unternehmen unter den Hammer. Bei den Opfern wächst die Wut. Sie wollen nur das Risiko loswerden und kündigen dann einfach. Zum Teil sind sie aber auch ausgesprochen dilettantisch, wenn es darum geht, zu verstehen, was in dem Unternehmen los ist.

Sie machen sich häufig nicht mehr die Mühe, in das Unternehmen zu gehen, die Details zu erfragen. Das Familienunternehmen besteht weiter, obwohl die Bank alles tat, um das zu verhindern. Das ist die neue Mittelstandspolitik nach Art der Banken. Überall, wo es kracht im Finanzsektor, finden sich ihre Spuren: Oft wirken ihre Entscheidungen abrupt und verwirrend. Die Banker und Trader, die lachhaft riskante Kreditprodukte verkauften. Die US-Politiker, die die Farce lange tatenlos billigten.

Weitgehend unbehelligt blieb bisher jedoch eine weitere, stillere Gruppe Beteiligter - obwohl sie ebenso tief in den fraglichen Deal verstrickt war: Die Untersuchungen laufen parallel zu ähnlichen Ermittlungen der US-Bundesbehörden, die sich jedoch um möglicherweise irreführende Informationen der Institute an ihre Kunden drehen. Verlust für die Goldman-Investoren: Überall, wo es kracht im Finanzsektor, finden sich ihre Spuren. Sie sind graue Eminenzen, Schattenmänner und Strippenzieher zugleich.

Doch hinterfragt werden sie selten - geschweige denn zur Rechenschaft gezogen. Dabei ist ihre Rolle alles andere als lupenrein. Heraus kam jetzt ein fetter Aktenberg mit Seiten, samt vernichtendem Urteil: Dennoch bleibt der Reflex bis heute bestehen: Das Quasi-Monopol der Agenturen geht bis zurück. Später fügte er Industrie- und andere Firmen hinzu. Heute analysiert Moody's mehr als Fitch, gegründet und eine Tochter der französischen Finanzholding Fimalac, ist das kleinste Mitglied dieses Clubs.

Ratings reichen von AAA bis D. Dieses traditionelle System erwies sich jedoch spätestens mit der Kreditkrise als wertlos. Inzwischen ist klar, dass die Agenturen sie völlig überbewerteten - oft auf Wunsch der ausgebenden Firmen, die die Agenturen wiederum dafür bezahlt hatten. Doch Moody's sah sich erst im Sommer genötigt, sie abzuwerten. All das geschah unter den Augen der US-Regierung.

Querbeet verliehen die Agenturen jahrelang ausgerechnet jenen Subprime-Hypotheken ihren AAA-Segen, die später zum Treibsand der Finanzkrise wurden - selbst, als die Risiken längst bekannt waren. Und Portugal die gleiche Bonitätsstufe wie Botswana und Malaysia?

Spanien liegt nach der Abstufung auf dem Niveau von Bermuda. Ein Moody's-Direktor beklagte diese Zustände bereits im September - anonym und intern: Der brachte sein Fachwissen prompt in jener Goldman-Abteilung zum Einsatz, die neue Kreditprodukte schmiedete und dafür sorgte, dass sie die besten Ratings bekamen.

Eine Reform dieses System ist jedoch in weiter Ferne. Deshalb versuchen es die Kritiker auf anderem Weg. Aufgeblähter Beamtenapparat Das sind die 50 überflüssigsten Behörden Deutschlands.

Justus Haucap Deutschlands sinnloseste und teuerste Behörden auf. Das Ergebnis ist ernüchternd. Verschlanken, um Steuern zu sparen, Schulden abzubauen! Schützt ein Monopol, das abgeschafft wurde. Euro Plant staatlich, was Private besser und billiger können.

Macht private Konkurrenz kaputt. Euro Plant und verwaltet 9,6 Mrd. Euro Trödel auf Staatskosten: Versteigert ausrangiertes Bundeseigentum u. Panzer, Kriegsschiff Dienstwagen Fazit: Denn das können Private besser!

Beauftragter der Bundesregierung für Tourismus. Für seine Tätigkeit bekommt der Beauftragte monatlich zwischen bis Euro, zuzüglich zu Abgeordnetenentschädigung von jährlich 92 Euro sowie der steuerfreien Kostenpauschale in Höhe von 46 Euro.

Die Behörde beaufsichtigt u. Eine eigenständige Behörde mit nur 18 Mitarbeitern ist zu aufwändig. Bühnenservice der Stiftung Oper Berlin. Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung. Das Institut produziert u. Geodaten, Landkarten, Schriften, Referenzsysteme und Informationsdienste. Die Druckerei stellt u. Reisepässe, Dienstausweise für Bundesbehörden, Banknoten und Postwertzeichen her.

Das Institut interpretiert demographische Trends und Analysen. Das BKGE soll das kulturelle Erbe im östlichen Europa erforschen und bewahren, die Bundesregierung in betreffenden Fragen beraten und wissenschaftlichen Austausch pflegen.

Das Institut soll dazu betragen, dass Lebensmittel, Stoffe und Produkte sicherer werden, die Verbraucher geschützt sind. Förderung des deutschen Jazz-Nachwuchses. Bundesmonopolverwaltung für Branntwein BfB. Das Amt kauft in kleinen und mittelständischen landwirtschaftlichen Brennereien hergestellten Agraralkohol auf, lässt ihn aufbereiten und verkauft ihn weiter. Der Gesamtetat betrug ,2 Mio. Die Behörde unterstützt Auslandseinsätze der Bundeswehr, bildet aus, erstellt Lern- und Prüfungsunterlagen, übersetzt deutsche und fremdsprachliche Fachtexte.

Der Etat belief sich auf 53 Mio. Der Bundeszuschuss beläuft sich jährlich auf rund 2 Mio. Vermisstenschicksale, weist Kriegsgräber nach. Allein die Personalkosten betrugen 16,7 Mio. Euro, durchschnittlich also ca. Deutsche Energie-Agentur GmbH dena. Der Etat belief sich auf 8,8 Mio. Der Wetterdienst untersteht dem Bundesverkehrsministerium. Warnungen zu aktuellen Klimaerscheinungen heraus. Für war ein Etat von Mio. Euro bei einem Steuermittelbedarf von Mio.

Im Jahr machte der Verband mit Mitarbeitern einen Verlust von ca. Verwirklichung der Chancengleichheit von Frauen und Männern. Der Umsatz der Friedhöfe belief sich im Jahr auf 4,5 Mio. Euro, der Verlust auf Euro. Garten-, Friedhofs- und Forstamt Stuttgart. Planung, Pflege und Bau von Grünflächen. Germany Trade and Invest.

Gehört zum Bundeswirtschaftsministerium und soll potentielle ausländische Investoren über Deutschland informieren. Etat von 22,1 Mio.

Strukturelle Probleme sollen damit überwunden werden. Die Künstlersozialkasse bezuschusst die Beiträge ihrer Mitglieder anerkannte Künstler und Journalisten zu einer Krankenversicherung ihrer Wahl und zur gesetzlichen Renten- und Pflegeversicherung mit bis zu 50 Prozent.

Kuratorium für Technik und Bauwesen in der Landwirtschaft. Das Kuratorium versorgt die Bauern mit Informationen über neue Technologien, gibt ihnen Tipps für die landwirtschaftliche Praxis, erarbeitet Planungsdaten für die Wirtschaft, schätzt neue Technologien ein und vermittelt bei Interessenkonflikten.

Landgestüte Warendorf, Neustadt und Marbach. Bereitstellung von genetisch interessanten Hengsten für die Züchtung. Die Aufgabe der insgesamt 14 Landesmedienanstalten ist die Überwachung der privaten Hörfunkanbieter, Fernsehanstalten und Mediendienste, Vergabe von Sendelizenzen und Kabelkapazitäten, Sicherung der Meinungsvielfalt im Bereich des privaten Rundfunks.

Müritz Therme in Röbel. Förderung der Baukosten mit über zehn Millionen Euro. Jährliche Kosten Euro. Dennoch ist jede Karte mit durchschnittlich 75 Euro bezuschusst. Vier Millionen Euro jährlich. Organisation von Dopingkontrollen, Prävention, Aufklärung sowie medizinische und juristische Beratung. Insgesamt Millionen Euro Baukostenzuschüsse, zwischen und ca. Ein definiertes Gebiet innerhalb einiger Bundesländer mit Regierungspräsidium oder Landesdirektion , das Bürgern lange Wege ersparen soll.

Geschäftsreise- und Charterverkehr für Norddeutschland. Es gibt keinen Flugplan, der Flughafen ist nicht ausgelastet. Konzessionierter Spielbetrieb in den Bundesländern als Ausnahme des Glückspielverbots. Anbau, Produktion und Verkauf von Wein. Städtischer Eigenbetrieb Abfallwirtschaft Stuttgart.

Entsorgung, Wiederverwertung von Abfall — und kurioses, wie etwa einen Fahnenverleih. Pfandhäuser — sie verleihen Bargeld gegen ein Pfandstück, in Deutschland gibt es noch vier städtisch betriebene Leihämter. Verwertungsunternehmen des Bundes für bewegliche Güter aller Art. Jährlich werden Erlöse zwischen 70 und Mio. Medienkompetenz von Kindern und Jugendlichen stärken.

Etat von Euro jährlich. Studienplatzvergabe nach einheitlichen Auswahlkriterien für zulassungsbeschränkte Fächer Numerus Claus. Euro Kosten pro Jahr. Mai - So viele Schulden haben die Länder.

Berliner Rede -. Die Rede im Wortlaut. Ich will Ihnen eine Geschichte meines Scheiterns berichten. Es war in Prag, im September Die Entwicklung auf den Finanzmärkten bereitete mir Sorgen.

Ich konnte die gigantischen Finanzierungsvolumen und überkomplexen Finanzprodukte nicht mehr einordnen. Ich begann, kapitalmarkt-politische Expertise im IWF aufzubauen. Das sahen nicht alle gern. Und ich wunderte mich, dass sich die G7-Staaten nur zögerlich einer Überprüfung ihrer Finanzsektoren unterziehen wollten; solche Überprüfungen waren von den Mitgliedstaaten des Internationalen Währungsfonds als Lehre aus der Asienkrise beschlossen worden.

Viele, die sich auskannten, warnten vor dem wachsenden Risiko einer Systemkrise. Doch in den Hauptstädten der Industriestaaten wurden die Warnungen nicht aufgegriffen: Es fehlte der Wille, das Primat der Politik über die Finanzmärkte durchzusetzen.

Noch aber entfaltet die Rezession sich weiter. Jeder Kontinent ist erfasst. Die Finanzkrise hat blitzschnell durchgeschlagen auf die reale Wirtschaft. Gestern war Deutschland noch Exportweltmeister. Aufträge brechen weg, mit nie dagewesener Geschwindigkeit. Es ist ein gutes Zeichen, dass die meisten Unternehmen in Deutschland versuchen, Entlassungen zu vermeiden. Sie wissen, dass sie ihre hoch motivierten und gut qualifizierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter dringend brauchen, wenn sie die Krise überwinden wollen.

Wir müssen aber auch ehrlich sein: Viele Unternehmen werden ihr Überleben und damit zugleich Arbeitsplätze nur sichern können, wenn sie sich auch von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern trennen. Wir müssen uns darauf einstellen: Die Arbeitslosigkeit in Deutschland wird sich wieder deutlich erhöhen. Können wir nicht einfach aussteigen aus der Globalisierung? Aber eine Volkswirtschaft, in der vom Brot bis zum Hemd, vom Computer bis zum Auto alles im eigenen Land hergestellt werden müsste, ist nicht mehr denkbar.

Der Ausstieg aus den Weltmärkten würde unseren Wohlstand in kürzester Zeit vernichten. Stellen wir uns also der Verantwortung. Sie deckt sich mit unserem Interesse. Wir verkaufen die Hälfte unserer Wirtschaftsleistung ins Ausland. Die Weltwirtschaft ist unser Schicksal.

Deshalb müssen wir unser Gewicht jetzt aktiv und konstruktiv in die internationale Zusammenarbeit zur Überwindung der Krise einbringen. Keiner kann mehr dauerhaft Vorteil nur für sich schaffen. Die Menschheit sitzt in einem Boot. Und die in einem Boot sitzen, sollen sich helfen.

Vor allem wir im Norden müssen umdenken. Nur rund 15 Prozent von ihnen leben in Umständen wie wir. Weit über zwei Milliarden Menschen müssen mit zwei Dollar pro Tag auskommen, eine Milliarde sogar nur mit einem Dollar.

Wir sollten uns nicht länger einreden, das sei gerecht so. Sicherheit, Wohlstand und Frieden wird es auch in den Industrieländern dauerhaft nur geben, wenn mehr Gerechtigkeit in die Welt kommt. Wir brauchen eine Entwicklungspolitik für den ganzen Planeten.

Die Industrieländer - auch Deutschland - müssen sich fragen, was sich auch bei ihnen verändern muss, um der Welt eine gute Zukunft zu sichern. Bundesregierung und Bundestag haben in den vergangenen Monaten Handlungsfähigkeit bewiesen und kurzatmigen Aktionismus vermieden. Ihr Wort hat Gewicht auch im europäischen und internationalen Krisenmanagement.

In Deutschland steht unsere Regierung vor schwierigsten Abwägungen und Entscheidungen. Sie betreffen das Wohl und Wehe vieler Menschen. Niemand hat fertige Rezepte. Aber wir können darauf vertrauen: Die eingeschlagene Richtung stimmt. Jeder ernsthafte Vorschlag muss ernsthaft gewogen werden. Das Ringen um die beste Lösung gehört zur Demokratie. Auch im Vorfeld einer Bundestagswahl gibt es aber keine Beurlaubung von der Regierungsverantwortung. Die Bevölkerung hat gerade in der Krise den Anspruch darauf, dass ihre Regierung geschlossen handelt und Lösungen entwickelt, die auch übermorgen noch tragfähig sind.

Die Krise ist keine Kulisse für Schaukämpfe. Sie ist eine Bewährungsprobe für die Demokratie insgesamt. Viele Bürgerinnen und Bürger sind verunsichert. Sie fragen, was uns bevorsteht und was nun getan werden soll.

Und viele beginnen, am Wert und am Fortbestand des marktwirtschaftlichen Systems zu zweifeln. Die Menschen brauchen mehr Information und Erklärung über das, was abläuft. Sie wollen wissen, wie sie sich selbst einbringen können, mit ihren eigenen Ideen und Vorstellungen. Es geht darum, gemeinsam neue Wege zu finden.

Am Anfang steht die Frage: Wie konnte es zu dieser Krise kommen? Noch kennen wir nicht alle Ursachen. Aber vieles ist inzwischen klar.

Zu viele Leute mit viel zu wenig eigenem Geld konnten riesige Finanzhebel in Bewegung setzen. Viele Jahre lang gelang es, den Menschen weiszumachen, Schulden seien schon für sich genommen ein Wert; man müsse sie nur handelbar machen. Die Banken kauften und verkauften immer mehr Papiere, deren Wirkung sie selbst nicht mehr verstanden. Im Vordergrund stand die kurzfristige Maximierung der Rendite. Auch angesehene deutsche Bankinstitute haben beim Umgang mit Risiko zunehmend Durchblick und Weitsicht verloren.

Das konnte nur geschehen, weil sie den Bezug zu ihrer eigenen Kultur aufgaben: Auch Banken können nur dauerhaft Wertschöpfung erbringen, wenn sie sich als Teil der ganzen Gesellschaft sehen und von ihr getragen werden.

Wenn sie den Grundsatz unserer Verfassung achten: Sein Gebrauch soll auch dem Allgemeinwohl dienen. Doch das Auftürmen von Finanzpyramiden wurde für viele zum Selbstzweck, insbesondere für sogenannte Investmentbanken. Damit haben sie sich nicht nur von der Realwirtschaft abgekoppelt, sondern von der Gesellschaft insgesamt.

Dabei geht es auch um Fragen der Verantwortung und des Anstands. Was vielen abhanden gekommen ist, das ist die Haltung: So etwas tut man nicht. Bis heute warten wir auf eine angemessene Selbstkritik der Verantwortlichen. Von einer angemessenen Selbstbeteiligung für den angerichteten Schaden ganz zu schweigen. Derweil stockt das Blut in den Adern des internationalen Finanzwesens.

Das hat überall Folgen, auch bei uns: Für Investitionen brauchen Unternehmen Kredite, und dafür müssen die Banken zusammenarbeiten. Aber sie misstrauen einander immer noch. Sie halten ihr restliches Geld fest. Die Finanzkrise stiftet Unsicherheit und lähmt weltweit den Unternehmungsgeist. Wir erleben das Ergebnis fehlender Transparenz, Laxheit, unzureichender Aufsicht und von Risikoentscheidungen ohne persönliche Haftung.

Wir erleben das Ergebnis von Freiheit ohne Verantwortung. Aber Schuldzuweisungen und kurzfristige Reparaturen reichen nicht aus, wenn wir die tiefere Lehre aus der Krise ziehen wollen. Denn es gibt einen Punkt, der geht uns alle an. Obwohl der Wohlstand in der westlichen Welt, in Europa und auch in Deutschland seit den 70er Jahren beständig zunahm, ist auch die Staatsverschuldung kontinuierlich angestiegen.

Man stellte Wechsel auf die Zukunft aus und versprach, sie einzulösen. Das ist bis heute nicht geschehen. Denn wir scheuten uns vor den Anstrengungen, die mit jedem Schuldenabbau verbunden sind. Wir haben die Wechsel an unsere Kinder und Enkel weitergereicht und uns damit beruhigt, das Wirtschaftswachstum werde ihnen die Einlösung dieser Wechsel erleichtern. Jetzt führt uns die Krise vor Augen: Wir haben alle über unsere Verhältnisse gelebt. Die Krise ging von den Industriestaaten aus - von denen, die sich bislang am stärksten fühlten.